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Nachrichten Russland

EU verhängt nach Duma-Wahl in Russland neue Sanktionen
Die Europäische Union hat heute nach der Parlamentswahl in Russland Sanktionen gegen Verantwortliche für den Ausschluss der Antikriegspartei Jabloko verhängt. Betroffen sind nach Angaben des Rates der Mitgliedsstaaten unter anderen drei Richter des Obersten Gerichtshofs in Moskau sowie ein Beamter der Generalstaatsanwaltschaft.

Insgesamt wurden Strafmaßnahmen gegen zehn Personen erlassen. Sie alle waren den Angaben zufolge an Entscheidungen gegen die Partei Jabloko oder gegen deren Führungspersönlichkeiten beteiligt.

Die Strafmaßnahmen umfassen Reisebeschränkungen und das Einfrieren von Vermögenswerten. Zudem dürfen den Betroffenen keine Gelder und andere wirtschaftliche Ressourcen bereitgestellt werden.

 
Viele Tote bei Brand in Feuerwerksfabrik in Russland
Bei einem Brand in einer Fabrik für Feuerwerk in der russischen Region Jaroslawl sind gestern mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Die Ortschaft Kubrinsk, in der sich das Unglück ereignet hatte, sei vom Stromnetz getrennt worden, berichtete die russische Staatsagentur TASS.

Auch die Geschäfte in dem Ort seien geschlossen worden. Über 100 Einsatzkräfte seien an der Brandbekämpfung beteiligt gewesen. Der Brand sei erst gestern Abend nach mehreren Stunden gelöscht worden.

Über die Ursachen des Brandes gibt es keine genauen Angaben. Die Ermittlungsbehörden leiteten jedoch ein Strafverfahren „wegen Verstoßes gegen die Arbeitsschutzvorschriften für gefährliche Produktionsstätten“ ein, ohne weitere Details zu nennen. Jaroslawl liegt knapp 300 Kilometer nordöstlich von Moskau.

 
„Risiko russischer Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur steigt“
Luke McNamara, Cybersicherheitsanalyst bei der Google-Firma Mandiant, über die steigende Gefahr durch russische Cyberattacken und automatisierte Angriffe durch KI.
Luke McNamara beobachtet für die zu Google gehörende Cybersicherheitsfirma Mandiant cybergestützte Operationen aus Russland und China ebenso wie die rasante Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) und wie die Technologie bei Cyberattacken zum Einsatz kommt. Mitte September war er bei der IKT-Sicherheitskonferenz des Bundesheers in Linz zu Gast, der KURIER hat ihn danach in Wien zu aktuellen Bedrohungslagen befragt.

Russland werden seit Beginn des Ukraine-Krieges zahlreiche Cyberangriffe zugeschrieben. Wie haben sich die Aktivitäten der russischen Dienste in den vergangenen Jahren verändert?
Wir beobachten seit Kriegsbeginn eine Weiterentwicklung der Taktiken. Zuerst haben sie sich darauf konzentriert, zerstörerische Angriffe durchzuführen, sogenannte „Wiper“-Malware-Angriffe. Dabei verschaffen sie sich Zugang zu einer Organisation, etwa einem Ministerium, und setzen Schadsoftware ein, die Daten löscht und Computer unbrauchbar macht. Das sind zerstörerische Angriffe. Jetzt nutzen sie solche Zugänge auch zum Sammeln von Informationen.

 
Russland plant für 2027 mehr als 200 Milliarden Dollar fürs Militär – und selbst das könnte zu niedrig angesetzt sein
Russlands Regierung will 2027 umgerechnet rund 202,4 Milliarden Dollar für „nationale Verteidigung“ ausgeben. Geplant sind 17,1 Billionen Rubel. Gegenüber den 12,93 Billionen Rubel im Haushalt 2026, rund 153 Milliarden Dollar, wäre das ein Anstieg um 32,2 Prozent. Noch Ende 2025 hatte Moskau für 2027 lediglich etwa 159,8 Milliarden Dollar vorgesehen. Diese Rechnung ist schon wieder überholt. Der Krieg frisst schneller Geld, als der Haushalt hinterherkommt. Auch 2028 bleibt Moskau weit über den früheren Planungen. Vorgesehen sind dann rund 196,5 Milliarden Dollar statt ursprünglich etwa 153,8 Milliarden. Für die kommenden 3 Jahre summieren sich die russischen Verteidigungsausgaben damit auf mindestens rund 591,7 Milliarden Dollar. Und selbst diese Zahl könnte dem tatsächlichen Aufwand hinterherlaufen. Der Ökonom Janis Kluge hat errechnet, dass Russland allein im 1. Halbjahr 2026 bereits rund 126,6 Milliarden Dollar für militärische Zwecke ausgegeben habe. Das entspreche 83 Prozent dessen, was für das gesamte Jahr offiziell vorgesehen gewesen sei.

Damit wird auch die Zahl für 2027 plötzlich weniger gewaltig, als sie zunächst aussieht. Bleibt das Ausgabetempo von 2026 bestehen, könnte der tatsächliche militärische Verbrauch schon vorher über dem neuen Jahresplan liegen. Parallel wird das Loch im russischen Staatshaushalt größer. Das Finanzministerium rechnet für 2026 inzwischen mit einem Defizit von 3,2 Prozent der Wirtschaftsleistung beziehungsweise rund 86,4 Milliarden Dollar. Ursprünglich waren etwa 45 Milliarden Dollar vorgesehen. Russland plant also weitere Jahre auf Kriegsniveau und korrigiert die Rechnung bereits nach oben, bevor das betreffende Haushaltsjahr überhaupt begonnen hat. Die Armee bekommt mehr Geld, während der Staat zugleich deutlich tiefer ins Defizit rutscht. Der Haushalt verrät dabei mehr als jede Durchhalterede: Moskau rechnet nicht mit einem billigen Ende dieses Krieges.
 
Estland: Russland hinter Anschlag auf Rüstungshersteller
Ein mutmaßlicher Brandanschlag auf einen Rüstungshersteller in Estland ist nach Erkenntnissen der Regierung in Tallinn in russischem Auftrag verübt worden.

Das teilte Regierungschef Kristen Michal heute unter Berufung auf Ermittlungsergebnisse der Sicherheitsbehörden des an Russland grenzenden baltischen EU- und NATO-Landes mit.

Das estnische Außenministerium bestellte deshalb den Geschäftsträger der russischen Botschaft ein.

Regierungschef: „Sabotageakt“
„Wir können heute mit Gewissheit sagen, dass der Brandanschlag auf das Rüstungsunternehmen Milrem Robotics in der Nacht auf den 15. August ein Sabotageakt war, der von den russischen Geheimdiensten angeordnet wurde“, sagte Michal.

„Der estnische Inlandsgeheimdienst ist nach eingehender Auswertung der gesammelten Informationen zu diesem Schluss gekommen.“ Die mutmaßlichen Täter seien festgenommen worden.

 
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Im Fernen Osten, in der Oblast Amur, ist ein strategischer Bomber des Typs Tu-95MS abgestürzt. Die Besatzung des Flugzeugs kam ums Leben. Solche Flugzeuge werden auch eingesetzt, um Marschflugkörper der Typen Ch-101 und Ch-555 auf die Ukraine abzufeuern.
 
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Irgendwo in Russland. Auf der Fahne steht: „Für das Vaterland! Für die Souveränität! Für Putin!“ Auf einer Papprakete steht: „Nach Washington“.
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auf Wunsch von Jefferson Davis lustige Sachen einzeln zu posten. :)
 
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Kreml verstaatlicht deutsche Einzelhandelskette
Putin hat die russischen Vermögenswerte von Metro unter vorübergehende Verwaltung gestellt. Das Unternehmen betreibt in Russland 91 Standorte in 51 Regionen. Im vergangenen Geschäftsjahr belief sich der Umsatz auf 2,6 Milliarden Euro.

Zuvor hatte Putin bereits die russischen Vermögenswerte von Auchan, Nestlé und dem ehemaligen Leroy Merlin unter vorübergehende Verwaltung gestellt.
 
Kreml verstaatlicht deutsche Einzelhandelskette
Putin hat die russischen Vermögenswerte von Metro unter vorübergehende Verwaltung gestellt. Das Unternehmen betreibt in Russland 91 Standorte in 51 Regionen. Im vergangenen Geschäftsjahr belief sich der Umsatz auf 2,6 Milliarden Euro.

Zuvor hatte Putin bereits die russischen Vermögenswerte von Auchan, Nestlé und dem ehemaligen Leroy Merlin unter vorübergehende Verwaltung gestellt.

Mich würde interessieren was die AfD dazu sagt. Enteignungen sind offenbar nur dann Sozialismus, wenn sie von der falschen Regierung durchgeführt werden. Wenn der Kreml deutsche Unternehmen übernimmt, heißt es plötzlich "strategische Maßnahme"
 
59 Fahrzeuge trotz Sanktionen nach Russland – jetzt liegen 7 Millionen Euro Vermögen unter Arrest
53 Autos, 6 Sattelzugmaschinen, Belarus, Kirgisistan, Georgien. So soll der Weg ausgesehen haben, auf dem Fahrzeuge zwischen Herbst 2022 und Ende 2024 trotz EU-Sanktionen nach Russland gelangten. Am 8. September rückten Ermittler in Neustadt an der Weinstraße und in Wien an. Wohnräume, Geschäftsräume, Konten. Behörden aus Deutschland, Österreich und Belgien waren beteiligt. Die beiden verdächtigen Unternehmer sagen nichts. Die Staatsanwaltschaft ließ Vermögen von rund 7 Millionen Euro sichern. Genau so hoch schätzt sie die Einnahmen aus den mutmaßlich illegalen Geschäften. 2 teure Autos wurden in Deutschland beschlagnahmt, in Wien lagen 85.000 Euro Bargeld. Weitere 278.000 Euro auf Konten in 3 Ländern sind blockiert. Bei einem Unternehmer kamen noch 3 Jagdgewehre und Munition dazu.

Wer glaubt, hier gehe es um 59 Fahrzeuge und damit sei die Sache erledigt, schaut an der falschen Stelle hin. 2025 wurden in Russland fast 130.000 Autos westlicher und japanischer Marken zugelassen, obwohl ihre Herkunftsländer Sanktionen gegen Moskau verhängt hatten. Fast die Hälfte kam aus chinesischer Produktion. Seit Beginn des russischen Großangriffs auf die Ukraine wurden mehr als 700.000 Fahrzeuge solcher Marken auf dem russischen Markt verkauft. Dazu kommen mindestens 214 Luxuswagen im Wert von 5,9 Milliarden Rubel, die seit März 2022 unter Umgehung europäischer und britischer Sanktionen nach Russland gelangt sein sollen. Die Route ist längst bekannt: Drittland draufschreiben, Fahrzeug weiterschieben, Sanktion erledigt sich unterwegs.

Nun wird erstmals dort zugegriffen, wo es weh tut. Nicht bei irgendeiner Statistik in Brüssel, sondern bei Autos, Bargeld, Konten und Millionenvermögen. Die Sanktionen waren nie wasserdicht. Sie wurden jahrelang umfahren, während Russland weiter westliche Fahrzeuge bekam. Dieser Fall zeigt nur, wie bequem das offenbar funktioniert hat.
 
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