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NEIN zu Rassismus!

das hängt von euch ab.
ich beobachte ,warte ab und gehe dann wählen.

momentan grün / blau 50,1% / 49,9%

liegt an euch..

Das ist wirklich Blödsinn, weil du selbst ja auch mit den Konsequenzen deiner Wahl leben musst.Als Trotzrektion, sollte man nicht wählen....
 
Oben haben wir paar Beispiel. Wie bereits erwähnt, tarnen sich viele davon als "Religionskritiker" manche sogar als Hummanisten um ihren Rassimus abzuwehren. Es ist eine geschickte rhetorische Strategie, die auch AfDler anwenden. Sehr gut erklärt von https://de.wikipedia.org/wiki/Yasemin_Shooman:

MEDIENDIENST: In ihrem Programmentwurf unterstreicht die AfD, dass die Partei nicht gegen Muslime ist, sondern gegen den Islam als "Ideologie". Kann man beides wirklich so deutlich trennen?

Yasemin Shooman: Das ist eine geschickte rhetorische Strategie. In der Vorurteilsforschung spricht man dabei von "Umwegkommunikation": Um den Vorwurf des Rassismus abzuwehren, tarnen Islamfeinde ihre Ressentiments als Religionskritik und versuchen damit, sie zu legitimieren. Deshalb bezeichnen sie sich auch gerne als "Islamkritiker". Dabei handelt es sich um eine Wortschöpfung, die zeigt, dass nur der Islam herausgegriffen wird. Analoge Begriffe wie Christentumskritik oder Hinduismuskritik werden nicht bemüht.

Wird diese Strategie nur in Bezug auf den Islam angewandt?

Nein. Wir kennen diesen Mechanismus auch aus der Geschichte des christlichen Antijudaismus: Den Juden wurde vorgeworfen, dem grausamen und rachsüchtigen Gott des Alten Testaments zu huldigen. Dadurch wurden diese Charaktereigenschaften auf Juden übertragen. Es gibt einen Zusammenhang zwischen dem Bild, das Außenstehende sich von einer Religion machen und dem Bild, das sie von deren Anhängern haben. Und deshalb ist es mehr als fraglich, ob man "den Islam" hassen und zugleich Muslimen gegenüber neutral sein kann. Die Aufteilung in ein "legitimes" Ressentiment gegen die Religion und ein "illegitimes" Ressentiment gegen die Anhänger dieser Religion wirkt künstlich. Am Ende geht es um Menschen, die diese Religion leben oder mit ihr assoziiert werden – auch wenn sie sich selbst vielleicht gar nicht damit identifizieren.

Unterscheiden sich die Forderungen der AfD von denen anderer Rechtspopulisten in Europa?

Die aktuelle Islamfeindschaft in Europa ist eine moderne Form des Rassismus, der sich gegen Menschen richtet, die früher als Gastarbeiter, Türken oder Araber stigmatisiert wurden. Jetzt sind sie im Diskurs zu "Muslimen" geworden. Das Feindbild Islam und Muslime ist schon seit geraumer Zeit eine wichtige Bindekraft des Rechtspopulismus in Europa. Zum Teil hat es das Feindbild "Ausländer", wie etwa in der alten Parole "Ausländer raus", ersetzt. Die Freiheitliche Partei Österreichs, der Front National in Frankreich, die Schwedendemokraten und die Freiheitspartei in den Niederlanden haben islamfeindliche Ressentiments genutzt, um Wählerstimmen zu gewinnen. Die AfD versucht, an die Wahlerfolge dieser Parteien anzuknüpfen – offenbar mit Erfolg.

In Ihrem Buch "... weil ihre Kultur so ist" schreiben Sie, dass solche Debatten oftmals die Funktion haben, Muslimen bestimmte kulturelle Merkmale zuzuschreiben, um sie dadurch als "Andere" zu markieren. Ist das auch bei der AfD der Fall?

Genau wie Thilo Sarrazin bedient sich auch die AfD der Strategie: "Wir haben ja nicht etwas gegen alle Migranten, sondern nur gegen bestimmte". Indem man spezifische kulturelle Eigenschaften thematisiert, unterscheidet man Migrant von Migrant: So gelten Migranten aus europäisch-christlichen Ländern als gut intergrierbar, weil sie uns "kulturnah" sind. Migranten aus dem Nahen Osten werden als "kulturfremd" konstruiert und umso stärker ausgegrenzt.

Minarettbau, Muezzin-Rufe, Kopftuch: Laut dem Programm-Entwurf will die AfD vor allem gegen die sichtbaren Erscheinungsformen des Islams angehen. Welche Strategie steckt dahinter?

Das nennt man in der Forschung "Dominanzkonflikt": Wenn ich schon nicht offen dafür eintreten kann, dass bestimmte Minderheiten das Land oder am besten gleich Europa verlassen sollten, dann fordere ich, dass sie sich wenigstens unterordnen müssen und setze mich dafür ein, den privilegierten Status der Mehrheitsgesellschaft aufrechtzuerhalten. Dazu gehört, die soziale Integration von Muslimen abzuwehren, die sich unter anderem in dem Bau repräsentativer Gebetsorte äußert. Denn diese weisen Muslime als im Stadtbild sichtbare Mitglieder der Gesellschaft aus. Dasselbe gilt für Kopftücher: Das Kopftuch stört bei der Putzfrau wenig, aber wenn Frauen mit Kopftuch in Akademikerberufen sozial aufsteigen , dann werden sie zum Problem. Ein wichtiger Aspekt des Rassismus war schon immer, Minderheiten materielle und symbolische Ressourcen zu verwehren.

Ist antimuslimischer Rassismus ein spezifisches Merkmal rechtspopulistischer Bewegungen oder gibt es ihn auch in weiteren Teilen der deutschen Gesellschaft?

Rechtspopulisten artikulieren ihn vielleicht unverhohlener. Aber sowohl die Ergebnisse von repräsentativen Meinungserhebungen in der Gesamtbevölkerung als auch die Analyse des politischen und medialen Diskurses zeigen: Der antimuslimische Rassismus ist keinesfalls ein Problem des rechten Rands der Gesellschaft. Ich würde sogar sagen, dass er im Moment – gemeinsam mit dem Rassismus gegen Sinti und Roma – zu den am weitesten akzeptierten Formen des Rassismus zählt.
Interview: Fabio Ghelli


https://mediendienst-integration.de...tzprogramm-interview-mit-yasemin-shooman.html


Warum so viel Text, wenn es ganz einfach ist: wer den Islam nicht annimmt, kommt in die Hölle. Punkt.
 
Die Balkankultur und die Schweizerkultur sind aber nicht was Stabiles, sie verändern sich ständig. Wenn z.B. die Kultur der Bevölkerung in der Schweiz (ob durch Zuwanderung oder durch interne Veränderung) langsam balkanisiert wird, dann ist nach dieser Logik der Gastgeber in der Schweiz dieser, der näher zur Balkankultur ist.

Diese Definition ist sehr schwach, nicht nur wegen der Instabilität, aber auch wegen der Ungenauigkeit, was diese "Schweizerkultur" momentan ist (ich vermute, dass auch heute würden verschiedene Schweizer verschiedene Antworten dazu geben). Man braucht stabile und genaue Definitionen. Zum Beispiel: Gastgeber ist dieser der, der in der Schweiz geboren oder eingebürgert wurde. Oder: Gastgeber ist dieser, der in der Schweiz seinen permanenten Wohnsitz hat und Steuer zahlt.

Auf jeden Fall, mit Muslimen oder Christen hat das Ganze nicht viel zu tun, glaube ich.

Mann braucht nicht eine Definition und ja eine Kultur entwickelt sich, eine Zuwanderung soll aber nicht den Grundkarakter einer Gesellschaft verändern.

Es wäre blöde die Siesta in Deutschland einzuführen wenn es hier keinen Sinn macht, ich verstehe nicht warum Frauen hier ein Kopftuch anziehen es macht genauso wenig Sinn. Meine Grossmutter hatte auch immer ein Kopftuch an weil es damals auf dem Land Sinn machte. ( Arbeiten auf dem Land bei direkter Sonneneinstrahlung, das Kopfduch ist da ein guter Schutz nicht nur dass)

Eine Kultur soll sich verändern die Bedingungen verändern sich auch, sinnlose Sachen aus Prinzip braucht keiner.
 
Weltoffenheit statt Ausgrenzung und Spaltung: Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, warnt vor der Politik der AfD.

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat vor zunehmender Respektlosigkeit im gesellschaftlichen Miteinander gewarnt. Mit dem Erfolg der AfD gewinne eine Partei an Zustimmung, „die auf Spaltung und Ausgrenzung setzt“, sagte Schuster bei der Eröffnung des jüdischen Gemeindetags am Donnerstagabend in Berlin.

Gerade Juden müssten angesichts solcher Entwicklungen ihre Stimme erheben. „Denn wenn Stimmung gemacht wird gegen Muslime oder gegen sogenannte Eliten, dann sind früher oder später auch wir Juden gemeint“, betonte der Zentralratspräsident.

Schäuble verteidigt Flüchtlingspolitik

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) rief zur Verteidigung der demokratischen Grundwerte auf. Er habe nicht gedacht, dass er sich in Deutschland darum nochmal solche Sorgen machen müsste. Dabei verwies der Christdemokrat auch auf die Debattenkultur in sozialen Netzwerken. Das Internet scheine „viele zu enthemmen“, sagte Schäuble, der beim Gemeindetag einer der Eröffnungsredner war.

Indirekt verteidigte Schäuble die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Deutschland könne sich nicht von der Außenwelt abschotten und müsse seiner internationalen Verantwortung gerecht werden, betonte der Finanzminister. Er sei der Überzeugung, dass Weltoffenheit letztlich auch im Inneren die Toleranz stärken werde.

AfD geht in jüdischer Gemeinde auf Stimmenfang

Zentralratspräsident Schuster erklärte, die jüdische Dachorganisation habe sich in Deutschland schon immer auch für andere Minderheiten eingesetzt. „Auch deshalb kritisieren wir die AfD so scharf.“ Die Partei versuche, unter dem Deckmantel der Israel-Freundschaft auch in der jüdischen Gemeinde auf Stimmenfang zu gehen. „Davon dürfen wir uns nicht blenden lassen“, unterstrich Schuster.

Schäuble lobte den Zentralrat für dessen Einsatz. Die Verurteilung ganzer Bevölkerungsgruppen führe dahin, „wo wir niemals wieder hinkommen wollen“, sagte der CDU-Politiker. In Erinnerung an den Holocaust bezeichnete er die Tatsache, dass es heute wieder jüdisches Leben in Deutschland gibt, als „wirkliches Wunder“. Ein so kostbares Gut gelte es zu verteidigen.

Schuster: 16 Millionen Deutsche mit antisemitischen Vorurteilen


Der Zentralratspräsident hatte sich zuvor besorgt über die Zunahme von Antisemitismus in der Bundesrepublik geäußert. Erst jüngst habe eine Umfrage im Auftrag der sächsischen Landesregierung ergeben, dass jeder Fünfte der 18- bis 29-jährigen Sachsen der Aussage zustimmt, Juden hätten etwas Eigentümliches an sich. Insgesamt hätten in Deutschland rund 16 Millionen Menschen antisemitische Vorurteile, sagte Schuster.

Der Botschafter Israels, Yakov Hadas-Handelsman, nannte es inakzeptabel, dass es für Juden in Deutschland wieder gefährlich sei, auf offener Straße die Kippa zu tragen. „Ein Angriff auf eine Minderheit ist auch ein Angriff auf die Demokratie als Ganzes“, erklärte er. Die Gesellschaft trage die Verantwortung für den Schutz von Minderheiten.

Podiumsdiskussionen und Workshops

Der Gemeindetag dient vor allem dem intensiven Austausch der Gemeindemitglieder untereinander und soll den Zusammenhalt der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland stärken. Unter dem Motto „Ein Dach, eine Familie“ kommen bis Sonntag in Berlin etwa 1.200 Menschen jüdischen Glaubens zu Podiumsdiskussionen, Workshops und Lesungen zusammen. Zuletzt fand 2013 ein Gemeindetag in Berlin statt. (epd)

Präsident des Zentralrats der Juden Josef Schuster kritisiert AfD für Politik der Spaltung | Politik | WAZ.de
 
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