╰⊰✿ Catty ✿⊱╮;1882059 schrieb:
wieso der heutige muslim? wie soll ich mit ihm umgehen? die menschen, die damit gemeint sind, waren jene gegner in der schlacht von badr. darum gehts doch durchgehend in der sure. :-s
ich sag nur: historischer kontext und so.
Ich verlasse mich lieber auf Tafsir (Korankommentar) als auf deine persönliche Meinung.
Sure 8, Al-Anfal - "Beute", oder "Die Ausbeute des Krieges"
- datiert aus dem zweiten Jahr der Medinaperiode, den zweiten Teil von Mohammeds prophetischer Karriere. Sie wurde nicht lange nach der Schlacht von Badr, dem ersten großen Sieg der Moslems über ihre Hauptrivalen dieser Zeit, dem heidnischen Quraish-Stamm, enthüllt.
Der Titel dieser Sure ist besser als die meisten anderen bekannt, da Saddam Hussein Al-Anfal für den Namen seines
Genozidfeldzuges 1988 gegen die Kurden verwendete, in dem zwischen 50.000 und 100.000 Menschen ermordet wurden. In Badr traten die Quraish an, um Mohammeds dreihundert Mann mit einer beinahe Tausend Mann starken Streitmacht zu begegnen
In den Versen 38-40 weist Allah Mohammed an, sie dazu aufzurufen, den Islam anzunehmen "und sie zu bekämpfen, bis es keinen Aufruhr oder Unterdrückung [fitnah] mehr gibt und Gerechtigkeit und Glauben an Allah insgesamt und überall vorherscht; und wenn sie aufhören, wahrlich, Allah sieht alles, was sie tun (Vers 39)
[39] Und kämpft gegen sie, damit keine Verführung mehr stattfinden kann und (kämpft,) bis sämtliche Verehrung auf Allah allein gerichtet ist. Stehen sie jedoch (vom Unglauben) ab, dann, wahrlich, sieht Allah sehr wohl, was sie tun.
Daher hat dieser Vers, obwohl der in den Nachwirkungen einer Schlacht zwischen Moslems und Heiden im siebenten Jahrhundert enthüllt wurde, eine universale Anwendung.
Der Tafsir (Koran-Kommentar) "al-Jalalayn" kommentiert es so: "Und bekämpft sie, bis Aufruhr und Vielgötterei nicht mehr existiert und Gottesdienst nur Allah alleine gehört, kein anderer mehr angebetet wird..."
Die Verse 45-63 wenden sich an die Gläubigen und weisen sie an, nicht die nachzuahmen, die wie die "Leute des Pharaos ... die Zeichen Allahs zurückwiesen" (
Vers 52). (Hier wieder sind "die Zeichen" "ayat", das Wort, das für die Verse des Koran verwendet wird.)
Denn "die schlechtesten der Geschöpfe im Angesicht Allahs sind die, die ihn zurückweisen: sie wollen nicht glauben (
Vers 55) - ein weitere Hinweis, daß Ungläubige weder Respekt noch Rücksichtnahme wert sind.
Wenn die Moslems durch die Ungläubigen, mit denen sie einen Vertrag haben, "Verrat fürchten", so sollten sie einfach den Vertrag brechen (
Vers 58
Ibn Kathir sagt, das bedeutet, daß die Moslems den Ungläubigen sagen sollten, "daß ihr den Vertag verletzt.
So seid ihr [die Moslems] und sie [die Ungläubigen] zu gleichen Bedingungen und es ist Euch und ihnen klar, daß zwischen euch ein Kriegszustand herrscht und daß der bilaterale Friedensvertrag null und nichtig ist."
Wie du siehst, auch wenn man einzelne Verse aus dem historischen Kontex herausnimmt, haben sie doch ihre universale Gültigkeit.
Ich verweise auf 2:2 das du nicht einfach einzelne Verse für dich anders interpredieren kannst wie du es dir vorstellst oder wünscht.
2.Dies ist ein vollkommenes Buch; es ist kein Zweifel darin: eine Richtschnur für die Rechtschaffenen;
Wenn du also behauptest das Sure 8 sich nur auf die
damlige Zeit berufst, begehst du Fitna.
Also steh zu deinem Koran so wie er ist und erzähl uns keine Märchengeschichte.