Ilirus
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Deutschland und die USA sind besorgt und "tief enttäuscht" über Israels Ankündigung, in Ost-Jerusalem 1.100 Wohnungen bauen zu wollen.
© Menahem Kahana/AFP/Getty Images
Baustelle in der Siedlung Gilo im Ostteil von Jerusalem
Deutschland hat die Genehmigung Israels für den Bau neuer jüdischer Siedlungen in Ost-Jerusalem kritisiert. "Gerade in der gegenwärtigen Situation sollte nichts getan werden, was die Wiederaufnahme von Verhandlungen behindern könnte", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes mit Blick auf die Bemühungen um eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche.
Das Innenministerium hatte die Errichtung von 1.100 neuen Wohneinheiten in der Ost-Jerusalemer Siedlung Gilo genehmigt. Israel hatte das Gebiet im Sechstagekrieg 1967 erobert und später annektiert. Während die Palästinenser einen Baustopp im Westjordanland und in Ost-Jerusalem fordern, will Israel ohne Vorbedingungen in neue Gespräche gehen.
Die USA zeigten sich "tief enttäuscht" von der Ankündigung. Diese Entscheidung sei "kontraproduktiv für unsere Bemühungen zur Wiederaufnahme direkter Gespräche zwischen beiden Seiten", sagte die Sprecherin des US-Außenamts.
Der palästinensische Unterhändler Sajeb Erakat sagte, Israel zerstöre mit "seinen Siedlungs- und Besatzungsaktivitäten" die Grundlage für die Zwei-Staaten-Lösung. Durch die Genehmigung der Wohnungen sage Israel "1.100 Mal Nein" zum Fahrplan des Nahost-Quartetts.
UN-Experten warfen Israel vor, seit Jahresbeginn verstärkt palästinensische Häuser im Westjordanland und in Ost-Jerusalem abzureißen. Seit Januar seien im Westjordanland und in Ost-Jerusalem mindestens 387 Gebäude, darunter 140 Wohnhäuser, abgerissen worden. Dies habe zur Vertreibung von 755 Palästinensern geführt."
Quelle: http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-09/israel-siedlung-jerusalem
Zusammenfassung:
Israel hat sich entschlossen neue Wohnungen in Ost-Jerusalem zu bauen. Dies bedeutet, dass palästinensische Häuser abgerissen werden um dort neue Häuser für Israelis zu bauen. Die Menschen die zuvor in diesen Häusern gelebt haben werden dadurch vertrieben.
Deutschland und die USA sind besorgt und "tief enttäuscht" über Israels Ankündigung, in Ost-Jerusalem 1.100 Wohnungen bauen zu wollen.
© Menahem Kahana/AFP/Getty Images
Deutschland hat die Genehmigung Israels für den Bau neuer jüdischer Siedlungen in Ost-Jerusalem kritisiert. "Gerade in der gegenwärtigen Situation sollte nichts getan werden, was die Wiederaufnahme von Verhandlungen behindern könnte", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes mit Blick auf die Bemühungen um eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche.
Das Innenministerium hatte die Errichtung von 1.100 neuen Wohneinheiten in der Ost-Jerusalemer Siedlung Gilo genehmigt. Israel hatte das Gebiet im Sechstagekrieg 1967 erobert und später annektiert. Während die Palästinenser einen Baustopp im Westjordanland und in Ost-Jerusalem fordern, will Israel ohne Vorbedingungen in neue Gespräche gehen.
Die USA zeigten sich "tief enttäuscht" von der Ankündigung. Diese Entscheidung sei "kontraproduktiv für unsere Bemühungen zur Wiederaufnahme direkter Gespräche zwischen beiden Seiten", sagte die Sprecherin des US-Außenamts.
Der palästinensische Unterhändler Sajeb Erakat sagte, Israel zerstöre mit "seinen Siedlungs- und Besatzungsaktivitäten" die Grundlage für die Zwei-Staaten-Lösung. Durch die Genehmigung der Wohnungen sage Israel "1.100 Mal Nein" zum Fahrplan des Nahost-Quartetts.
UN-Experten warfen Israel vor, seit Jahresbeginn verstärkt palästinensische Häuser im Westjordanland und in Ost-Jerusalem abzureißen. Seit Januar seien im Westjordanland und in Ost-Jerusalem mindestens 387 Gebäude, darunter 140 Wohnhäuser, abgerissen worden. Dies habe zur Vertreibung von 755 Palästinensern geführt."
Quelle: http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-09/israel-siedlung-jerusalem
Zusammenfassung:
Israel hat sich entschlossen neue Wohnungen in Ost-Jerusalem zu bauen. Dies bedeutet, dass palästinensische Häuser abgerissen werden um dort neue Häuser für Israelis zu bauen. Die Menschen die zuvor in diesen Häusern gelebt haben werden dadurch vertrieben.
