„Sicherheitszone“ mit Folterflatrate – Die Türkei in Syrien
Wenn Erdogan von einer „sicheren Zone“ in Nordostsyrien spricht, meint er offenbar ein Gebiet, in dem Entführungen, Folter und sexuelle Gewalt zur Tagesordnung gehören. Laut einem Human Rights Watch-Bericht von März 2024 dokumentieren 74 Seiten, wie türkische Truppen und ihre Proxy-Milizen – insbesondere die sogenannte Syrische Nationalarmee – systematisch Menschenrechtsverletzungen begehen.
Was wird Erdoğan konkret vorgeworfen?
Willkürliche Verhaftungen und Inhaftierungen. Sexuelle Gewalt und Folter. Plünderungen und Enteignungen. Zerstörung ziviler Infrastruktur
Die Türkei ist laut Human Rights Watch nicht nur passiv beteiligt, sondern direkt verantwortlich – als Besatzungsmacht und durch aktive Beteiligung ihrer Geheimdienste.
Amnesty International bestätigt diese Vorwürfe: Bereits 2019 wurden Kriegsverbrechen durch türkische Streitkräfte und verbündete Milizen dokumentiert – darunter die Hinrichtung der kurdischen Politikerin Hevrin Khalaf, Angriffe auf Schulen und Bäckereien sowie die Vertreibung tausender Zivilisten.
Kumi Naidoo, damaliger Generalsekretär von Amnesty:
"Das türkische Militär und seine Verbündeten legen eine schockierende Kaltherzigkeit an den Tag, was das Leben von Zivilpersonen angeht"
Die Türkei trägt die Verantwortung für schwere Übergriffe und mögliche Kriegsverbrechen durch ihre eigenen Truppen sowie von ihr unterstützte lokale bewaffnete Gruppen in den von der Türkei besetzten Gebieten Nordsyriens.
www.hrw.org
Amnesty International - weltweit aktiv für Menschenrechte und unabhängig von Regierungen, Parteien, Ideologien, Wirtschaftsinteressen und Religionen.
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