Es gibt in der Geschichte des Nahen Ostens tatsächlich ein wiederkehrendes Muster, das viele Wissenschaftler beschreiben. Mehrfach haben externe Mächte kurdische Gruppen mit politischen oder militärischen Zusagen unterstützt, sei es nach dem Ersten Weltkrieg, im Irak der 1970er‑Jahre, 1991 nach dem Golfkrieg oder im Kampf gegen den IS. Sobald sich die geopolitischen Interessen dieser Großmächte verändert haben, wurde diese Unterstützung oft abrupt beendet. Das hat kurdische Akteure in verschiedenen Regionen immer wieder in schwierige Situationen gebracht.Man erkennt leider seit mehr als 100 Jahren ein wiederkehrendes Muster. Externe Mächte sagen den Kurden Unterstützung zu und die Kurden lassen sich jedes Mal drauf ein in der Hoffnung alles zu gewinnen. Wenn sich diese Großmächte dann wieder zurückziehen stehen die Kurden alleine da und haben ihre Beziehungen zu allen anderen Parteien in der Region zerstört. Das gleiche passiert genau jetzt wieder und die Empörung ist wieder die gleiche.
Wenn die Kurden lernen der Versuchung zu widerstehen und es schaffen in Krisenzeiten der Regierung zur Seite zu stehen oder wenigstens neutral zu bleiben erst dann wird es vielleicht was mit Autonomie etc.
Gerade deshalb betonen viele Experten heute, wie wichtig stabile regionale Beziehungen und verlässliche politische Strukturen sind. In Krisenzeiten kann es langfristig sinnvoller sein, entweder konstruktiv mit der jeweiligen Zentralregierung zusammenzuarbeiten oder zumindest eine neutrale Position einzunehmen, statt sich auf kurzfristige Versprechen externer Akteure zu verlassen.
Das ist keine Schuldzuweisung an irgendeine Seite, sondern eine Beobachtung, die zeigt, wie komplex die Lage ist und wie entscheidend strategische Geduld und regionale Kooperation für jede Form von Autonomie oder föderalen Lösungen sein können.
Was mich vor allem stört, wenn man diverse Terrorgruppen unterstützt, so wie Erdogan eben und dann PKK blubbert, geht so nicht zusammen.