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Patrioten, Nationalisten und Chauvinsten

Ich kenne Linke in Österreich, die Stellen die Interessen anderer über die Interessen ihrer Nation.

Die Linken definieren auch ihr Zusammengehörigkeitsgefühl und sind sich selbst am nähsten > im Grunde auch Nationalisten. Selbst wenn man Menschen die einen sympathisch sind höher stellt als andere die einen weniger sympathisch sind, ist man im Grunde auch ein Nationalist. verstehst du wir sind alle auf die eine oder andere Art Nationalisten, auch wenn uns das nicht bewusst ist. ;)
 
Und wie bezeichnet man die, denen alles egal ist?


Als Ultranationalisten. :p

nein. wieso ist ihnen alles egal. der Ursprung resultiert im endeffekt auf eine ich bezogenheit, wie sonst!? Aus der ich-bezogenheit enstammt auch diese Auffassung (oder: wenn ich die Welt nicht aus meinen Augen sehen würde, könnte mir nicht alles egal sein > "egoistisch") , also letztendlcih auch egoistisch und somit nationalistisch. :p
 
Eine Metapher:

Der Patriot ist jemand, der den eigenen Garten liebt und pflegt, aber auch die Gärten der anderen respektiert und ihnen das gleiche Recht in ihrem Garten zuspricht.

Der Nationalist ist jemand, der sich nur für seinen eigenen Garten interessiert und nur im Interesse des eigenen Gartens handelt, auch wenn er damit den Gärten der Anderen schadet.

Der Chauvinist ist jemand, der seinen Garten für was ganz besonderes hält, vielleicht sogar für den Besten und die Gärten der anderen eher als minderwertig betrachtet und es daher als sein Recht betrachtet das beste für den eigenen Garten auch zum Schaden anderer Gärten zu tun.


Dies ist natürlich vereinfacht.
Eine ausführliche Begriffsdefinition kann man bei Wikipedia lesen
In jedem Fall gehören die Begriffe zu den Grundlagen der Politik

Wo seht ihr euch selbst und die anderen?


Welches Prinzip haltet ihr für das bessere ? :

Staaten schaffen Nationen (Völker) -Verfassungspatiotismus
(z.b. USA, Kanada, Jugoslawien II)

oder

Nationen (Völker) schaffen Staaten - siehe Metaphern (z.b.Balkanchaos)

Ich sehe mich übrigens als Verfassungspatriot, und preferiere das entprechende Prinzip
Wer hätte das gedacht, so wie Du die Frage (und vor allem die Beispiele) formuliert hast? :jester:

Eigentlich sollten wohl Völker Nationen bilden und die dann Staaten, das ist der natürliche Weg. Sinnvollerweise sollte das aber im Rahmen einer einigermaßen kompakten Siedlungsstruktur passieren, also genau nicht so, wie auf dem Balkan.

Mich selbst sehe ich als Europäer und Regionalist. Ich bin ja eine Züchtung aus den 4 erlesensten Nationen Europas und fühle mich somit dem ganzen Kontinent verbunden, Nationalismus liegt mir eher fern, wenn dann wäre Europa meine Nation. Ansonsten definiere ich mich eher konkret über die Region, in der ich lebe. Der Rest dieses Staates ist mir genauso vertraut oder fremd wie die angrenzenden Regionen anderer Staaten.

Sollte ich aus den vorgeschlagenen 3 Optionen wählen, würde ich die erste nehmen. Ich mag mein Land, weil ich ihm viel zu verdanken habe, aber es gäbe auch viel zu verbessern. Ansonsten sind mir auch Staaten, mit denen ich eigentlich nichts zu kriegen habe, mitunter sympathisch. Aber eben auch nicht alle, einige stehen mir da näher, als andere.
 
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