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Patriotismus von Migranten

migranten: keine heimat und nirgends zu hause.
leben lediglich in einer traumwelt.
freuen sich auf die heimat, bereits nach drei wochen freuen sie sich auf das zuhause.:katii:
 
Sprichst du den typischen Diaspora-Effekt an, wo man versucht durch übertriebenen und aber banalen Patriotismus (Beispiel Kroaten in D und AUT), der zum falschen Nationalismus führt, die scheinbare Identität zu suchen bzw. zu zeigen und sich damit von den anderen Österreichern/Deutschen abzugrenzen, aus Angst vor der Identitätslosigkeit?

Sollte schon bekannt sein und bevor die "wertekonservative" Marijanna_HR wegen Rufmord an die kroatische Ehre mich angeht, es ist bei so ziemlich jeder Ethnie so, ich nahm Kroaten als Beispiel, weil ich von ihnen umgeben bin: Kroaten, Serben, selbsternannte Jugoslawen: Durch übertriebenen Patriotismus versucht das Individuum, welches in der Diaspora lebt, seine scheinbare Identitätslosigkeit zu kompensieren.
 
Weil man als Canac eben was "besonderes" ist und seine Nationalität überall in den Vordergrund stellen muss. Jeder muss wissen, dass du Albaner, Bosniake, Serbe oder Kroate bist, jeder muss wissen, dass du dein Heimatland liebst, auch wenn du es nur in den Ferien besuchen gehst und die deutsche Sprache mittlerweile besser beherrschst als deine Muttersprache.
Natürlich wird ein Deutscher im Ausland auch etwas patriotischer sein und nicht davor zurückschrecken die Fahne zu wedeln, sollte auch nicht wirklich was schlimmes bei sein, sondern einfach Normalität.

Patriotismus und Nationalismus sollte man ebenfalls unterscheiden können.

Wird aber eigentlich auch kulturelle Hintergründe haben, welche die "Integration" beeinflussen... Polen und Dänen z.B werden durch Patriotismus weniger auffallen als Balkanesen, Türken oder sonstige nicht-mitteleuropäische Ausländer, vorallem über Türken wird sich in Deutschland beschwert, was diesen Aspekt betrifft, da sie eben mit Abstand die größte Ausländergruppe sind und die meisten nicht wirklich lange hier leben bzw. die Vorfahren meist nicht in Deutschland ansässig waren.
Ein Türke z.B mit oliv-braunem Teint, der nebenbei gläubiger Muslim ist, wird nicht wirklich als Deutscher akzeptiert werden, da kann er noch so svabo sein. So bildet sich dann dieses "Ausgrenzungsmodell" und zack, derjenige wird Patriot.
 
Sprichst du den typischen Diaspora-Effekt an, wo man versucht durch übertriebenen und aber banalen Patriotismus (Beispiel Kroaten in D und AUT), der zum falschen Nationalismus führt, die scheinbare Identität zu suchen bzw. zu zeigen und sich damit von den anderen Österreichern/Deutschen abzugrenzen, aus Angst vor der Identitätslosigkeit
Also der kroatische Diasporapatriotismus ist der reinste und authentischste, deshalb finde ich deine Einschätzung nicht gerechtfertigt!

Identitätslosigkeit ... Kopfschüttel
 
Hm, eigentlich eine gute Frage für einen Thread!

Schwer zu antworten!

Da ich Landsmann von Paokara bin kann ich mich rein versetzen in das was er sagt!

Anderer seits bin ich hier geboren, Deutsche Schule und lebe hier!

Ich habe das Gefühl, daß bei den Landsleuten, die im II WK mit dem 3. Reich zu tun gehabt haben (Im negativen Sinn) der deutsche Patriotismus eine Art Zucken hervorruft!

Vielleicht ne kleine Geschichte aus meiner Familie dazu! Könnte Euch auf den "Sack" gehen, aber mir wurscht! Hier werden viele Sackgeschichten erzählt!


Mein Vater wurde im II WK von der SS gesucht, weil seine Geschwister als Partisanen agierten! Er war Jung und sollte womöglich als Druckmittel herhalten! Gut das sie ihn nicht erwischt haben sag ich mir heut! Haha, sonst würd ich wahrscheinlich nicht existieren!

Nun gut, nach dem Krieg kam er nach Deutschland (1957), wegen einer Operation (Heidelberg, damals besten Orthopäden)! Er hatte wegen dem Hunger, den die Leute damals erfuhren Rachitis! Knochenerweichung und deshalb O Beine, die operiert werden mussten. Die hälfte der Kosten trug durch einen Journalisten seine Umgebung und die andere hälfte der Chefarzt von Heidelberg selbst!

Er erzählte mir die Schauergeschichten, die er durch die Deutschen erfuhr! Aber er verschweigte mir die Hilfbereitschaft Jener nicht!

Er sagte mir, jeder Mensch solltest Du erst beurteilen, wenn Du ihn kennengelernt hast und die Schubladentaktik weglassen! (Fällt mir manchmal schwer, nicht nur auf Deutsche bezogen)

Nun zurück zum Thema:

Fussball ist ein blödes Beispiel finde ich, weil es um Sport geht und es für mich legitim ist! Auch die vielen Deutschlandfahnen finde ich eher als , normal ist blöd, voll Verständlich!

Irgendwer sagte mir, daß eine solche, wie nennt man das nun, Tat sagen wir mal, wie sie im II WK passierte, erst nach 7 Generationen zu Ruhe kommt!


Meine Meinung: Es gibt Patriotismus und Patriotismus! Jeglicher extremistischer Patriotimus geht mir auf den Sack! Auch von meinen Landsleuten, wenn sie anfangen gegen alles was nicht unserem Land angehört unter die Gürtellienie zu schlagen!

Es wäre aber von mir gelogen, wenn ich behaupten würde, dass es nicht Situationen gibt, wo ich nicht verständniss dafür hätt!

Aber ein Beispiel wie es von den meisten gesehen wird!

Stellt Euch einmal einen türkischen (mir nicht geheuer haha, klar bei meiner Nationalität),serbischen (verständlich bei meiner Nationalität), deutschen (es zuckt noch ein bisschen bei meiner Nationalität), japanischen (könnte mir egal sein bei meiner Nationalität) oder amerikanischen (fahler Beigeschmack, bei meiner Nationalität) Patrioten vor!

Oder ein Patriotismus bei einem Dänen, Spanier, Portugiesen oder gar einem Lichtensteiner!

Ich denke es hat wirklich mit der Weltgeschichte zu tun!


Ich denke, daß Ihr unpatriotisch rüberkommts auch zum Teil an Euch selbst liegt! Denn ihr selbst, sagten mir mal einige Landleute von Euch, zuckts noch bei sowas zusammen oder besser gesagt trauts Euch nicht aus Euerer Haut!

Nur noch hinzugefügt, daß ich kein anderes Land kenn, das seine dunkle Geschichte so aufarbeitet wie Ihr! Dafür auf jedenfall meinen Respekt!

Man muss nur Japan, Türkei und z.B. teilweise die Amis sich anschauen!
 
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