Den Begriff arabischstämmig kann man in diesem Kontext sehr weit auslegen. Reden wir über Nordafrikaner (Marokkaner, Tunesier, Ägypter) oder reden wir über Libanesen, Iraker, Syrer etc. Zum anderen muss man berücksichtigen, dass die türkischen Einwanderer in ihrer sozialen Zusammensetzung nicht repräsentativ sind, für einen Vergleich zwischen z.B. Iranern oder Irakern. Migrationsprozesse sind immer sozial selektiv. Als Deutschland Türken oder Balkanesen ins Land holte, brauchte man vor allem Leute, die am Fließband stehen, also Menschen aus der bildungsfernen Unterschicht. Vergleicht man diese mit den politischen Flüchtlingen aus dem Nahen Osten. Insbesondere aus dem Iran, kam nach dem Schah-Sturz eine Brain-Drain-Welle von Iranern nach Westeuropa und Amerika, weil die Unfähigkeit der Islamischen Republik auf die Bedürfnisse der Elite nicht mehr zugeschnitten war.