Jerusalem - Eigentlich würden viele Araber den jüdischen Staat am liebsten von der Landkarte tilgen - aber wenn es um israelische Pornofilm-chen im Internet geht, werden sie schwach, gucken die got-tesfürchtigen Moslems gebannt hin. Dabei ist in islamischen Ländern Pornografie strengstens verboten. Anbieter israelischer Porno-Seiten im Internet registrieren aber wachsendes Interesse bei Surfern in Ländern wie Saudi- Arabien, Tunesien, Jordanien und Ägypten. Obwohl Gesetz und Religion dort das untersagen. Das scheint eine zunehmende Schar von Männern nicht daran zu hindern, sich den Netz- Verlockungen hinzugeben. Einige Seiten werden schon in arabischer Sprache angeboten. Zum Knüller mauserte sich der Streifen "Code: Tiefe Untersuchung", berichtet "ynetnews". Eine Porno-Parodie auf den Fall des zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilten israelischen Atom-Spions Mordechai Vanunu entwickelte sich zu einem besonderen Hit bei arabischen Zuschauern. Im Film werden Männer-Fantasien über erotische Verhöre durch dominante Agentinnen befriedigt. Die Porno-Voyeure müssen sich aber Mühe geben, ihren Verstand anstrengen, um an die schlüpfrigen Bildchen zu kommen. In ihren Ländern gilt es Sperren und Filter der Internet-Provider zu überwinden. Dass das arabische Interesse an der Feind-Pornografie vielleicht auch ein klein wenig friedensstiftend wirken könnte, glauben die israelischen Porno-Betreiber aber nicht. Der Betreiber einer Internetseite: "Das ist ein reines Geschäft. Frieden wird es nicht bringen. Aber zumindest ziehen wir unseren Feinden etwas Geld aus der Tasche."