Hisbollah-Chef ruft zum Sturz der Regierung im Libanon auf
Die Regierung im Libanon soll laut Kassim abgelöst werden, weil sie den Libanon im Irankrieg nicht schützt. Forderungen nach einer Entwaffnung der Hisbollah lehnte er ab.
Hisbollah-Generalsekretär Naim Kassim hat die Menschen im Libanon zum Sturz der Regierung aufgerufen. »Die Menschen haben das Recht, auf die Straße zu gehen und die Regierung zu stürzen«, sagte Kassim in einer im Fernsehen übertragenen Rede: »Wenn diese Regierung nicht in der Lage ist, Souveränität (im Krieg mit Israel) herzustellen, dann sollte sie gehen.« Die Regierung bezeichnete er als »amerikanisch-israelisches Projekt, das die Institutionen des Landes angreift«.
Die in den Verhandlungen zwischen der libanesischen Regierung und Israel aufgekommene Forderung nach der Entwaffnung der Terrororganisation erteilte Kassim eine klare Absage. »Wir werden die Waffen so lange in unseren Händen halten, bis der libanesische Staat in der Lage ist, seine Pflicht zu erfüllen zum Schutz und Erhalt des Libanon, seines Volkes und seiner Ressourcen«, sagte Kassim dem Hisbollah-Sender al-Manar zufolge. Die Hisbollah nimmt nicht an den Verhandlungen teil.
US-Außenminister Marco Rubio kritisierte Kassim deutlich. Die Hisbollah versuche aktiv, den Libanon »zurück ins Chaos und in die Zerstörung« zu ziehen, teilte er mit. Man werde den Gewaltdrohungen der Hisbollah keinen Raum geben. »Die Ära, in der eine Terrorgruppe eine ganze Nation als Geisel hielt, neigt sich dem Ende«, sagte Rubio.
Die Regierung im Libanon soll laut Kassim abgelöst werden, weil sie den Libanon im Irankrieg nicht schützt. Forderungen nach einer Entwaffnung der Hisbollah lehnte er ab.
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