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Sammelthread: Israel/Nahost-Konflikt

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Siedler im Westjordanland griffen Journalisten an
Israelische Siedler haben im Westjordanland Journalisten der Nachrichtenagentur AFP angegriffen, als diese über einen Zusammenstoß zwischen israelischen Aktivisten und Siedlern berichten wollten, wie heute bekanntwurde.

Das dreiköpfige AFP-Team hielt sich in der Ortschaft Dschannatah nahe Bethlehem auf, wo linksgerichtete Aktivisten von Siedlern angegriffenen Palästinensern einen Solidaritätsbesuch abstatteten.

Es kam zu einer Auseinandersetzung zwischen Siedlern und Aktivisten, woraufhin die israelische Armee die Journalisten anwies, das „militärische Sperrgebiet“ zu verlassen. In diesem Moment rasten zwei mit weiteren Siedlern besetzte Autos heran.

Verletzte und beschädigte Fahrzeuge
Die Siedler, viele von ihnen Kinder, warfen Steine auf die Aktivisten und Medienvertreter. Ein AFP-Journalist konnte einem Stein ausweichen, wurde daraufhin jedoch von einem Kind mit einem Stock am Kinn getroffen, woraufhin er blutete.

 
Israel räumt UNO-Gelände in Ostjerusalem
Israel hat offiziellen Angaben zufolge mit der Räumung eines Geländes des UNO-Palästinenserhilfswerks (UNRWA) in Ostjerusalem begonnen. Dieses wurde bisher als Ausbildungszentrum genutzt.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe die Räumung angewiesen, hieß es in der Mitteilung von heute weiter. Der rechtsextreme Polizeiminister Itamar Ben-Gvir veröffentlichte ein Foto des Ausbildungszentrums, auf dem eine über dem Gebäude gehisste israelische Flagge zu sehen ist.

Israel will auf dem Gelände laut offiziellen Angaben eine Schule für Burschen einrichten, in der nach israelischem Lehrplan unterrichtet werden soll. In den nächsten Jahren sollen weitere Schulen, eine Moschee sowie Sport- und Gesundheitseinrichtungen für die Bewohner der arabisch geprägten Gegend entstehen. Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums sprach von „Renovierungsarbeiten“. UNRWA besitze keine Eigentumsrechte, hieß es weiter.

Berichte über Konfrontationen
Die Palästinensische Autonomiebehörde, die Teile des Westjordanlands verwaltet, sprach angesichts der Räumung des Geländes von „einem schwerwiegenden Verstoß gegen das Völkerrecht“. Laut palästinensischen Medienberichten kam es im Zuge der Räumung des Geländes zu Konfrontationen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften.

 
Auch der ist nicht ganz sauber
Netanjahu will Siedlungen im Westjordanland ausbauen
Ungeachtet wachsender internationaler Kritik hat Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu einen weiteren Ausbau israelischer Siedlungen im besetzten Westjordanland angekündigt.

„Wir können die Zahlen nicht ignorieren: 104 Ortschaften, die wir gemeinsam gegründet und legalisiert haben, und 160 Farmen – und es werden noch mehr kommen“, sagte Netanjahu gestern Abend in Jerusalem bei einer Veranstaltung für israelische Siedler in dem Palästinensergebiet.

Die Siedler bereiteten „den Boden für eine sehr große Einwanderungswelle“, sagte Netanjahu weiter: „Ihr verwirklicht die Vision des Landes Israel, und das ist unser Land.“

Die israelische Regierung hat in den vergangenen Jahren den Bau und die Erweiterung von Siedlungen im Westjordanland stark vorangetrieben. Siedlungen dort sind laut dem Völkerrecht illegal.

 
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