Warum finanzierte die EU das Arafat Mord System
Und Joschka Fischer ist sowieso immer dabei, wenn es gilt kriminelle Systeme aufzubauen.
siehe sein Geschwätz über den Kosovo, Georgien, Ukraine, Arafat-Palästina usw..
Arafats Cousin Mussa von Militanten getötet
¸¸Er ließ Menschen ermorden"
Attentäter nennen Bestechlichkeit als weiteres Tatmotiv
Von Tomas Avenarius
Kairo - Mit dem Mord an einem Berater von Präsident Machmud Abbas wachsen im Gaza-Streifen die Anzeichen für einen Konflikt zwischen den Palästinensern. Mussa Arafat, ein Cousin des verstorbenen Palästinenserführers Jassir Arafat, wurde am Mittwoch in seinem Haus in Gaza-Stadt von einer Gruppe Bewaffneter überfallen, auf die Straße gezerrt und erschossen. Er war unter Jassir Arafat Sicherheitschef in den Palästinenser-Gebieten. Mussa Arafat war verhasst wegen seines brutalen Vorgehens gegen die Islamisten, aber auch gegen alle innerparteilichen Gegner Jassir Arafats. Zugleich galt Mussa Arafat als korrupt. Das Volks-Widerstands-Komitee, eine militante Splittergruppe aus Anhängern der regierenden Fatah und der Islamisten, bezichtigte sich des Attentats: ¸¸Wir haben Gottes Willen vollzogen, weil Arafat Menschen hat ermorden lassen und weil er eine dicke Korruptions-Akte hatte."
Bewaffnete hatten das Haus von Generalmajor Mussa Arafat am frühen Morgen überfallen und sich ein 30-minütiges Feuergefecht mit seinen Leibwächtern geliefert. Dabei wurde aus Gewehren und Panzerfäusten geschossen. Anschließend zerrten die Militanten den 64-Jährigen auf die Straße und erschossen ihn. Seinen Sohn Manhal entführten sie. Mussa Arafat hatte in den vergangenen Jahren mehrere Attentatsversuche überlebt.
Mussa Arafat war unter seinem Verwandten Jassir Arafat einer der mächtigen Sicherheitschefs in Gaza. Weil er mit größter Brutalität gegen die Hamas-Islamisten und gegen die Fatah-internen Gegner des damaligen Palästinenser-Präsidenten vorgegangen war, hatte er viele Feinde. Zugleich war er als zutiefst korrupt bekannt. Palästinensischen Quellen zufolge setzte er seine Polizisten ein, um Geschäftsleute zu erpressen oder von einfachen Bürgern Geld für staatliche Dienste zu verlangen. Machmud Abbas, Jassir Arafats Nachfolger im Präsidentenamt, hatte Mussa Arafat im April des Amtes enthoben. Mangels eigener Hausmacht musste er ihm aber einen Beraterposten zugestehen. Nach dem Mord erklärte Abbas, er werde nicht ruhen, bis die Mörder gefasst seien und der entführte Arafat-Sohn wieder frei sei.
Beginn eines offenen Konflikts
Unklar ist das Motiv für den Mord. Es könnte sich um den Beginn eines offenen Konflikts handeln zwischen der alten Garde der Palästinenserführung und einer zunehmend militanten Jugend in der Fatah, der von Jassir Arafat gegründeten Palästinenserpartei. Die jüngere Fatah-Generation kritisiert die alles erdrückende Korruption der Palästinenserführer. Dabei hat die Fatah-Jugend die Islamisten von Hamas und ¸¸Islamischer Dschihad" auf ihrer Seite. Die Islamisten kämpfen ebenfalls gegen die allumfassende Korruption. Dies würde die Täterschaft des Volks-Widerstands-Komitees erklären. Palästinensische Quellen wollen aber nicht ausschließen, dass der Mord mit Billigung der Fatah-Führung geschehen ist. Im Januar wählen die Palästinenser ein neues Parlament. Der Kampf gegen Korruption spielt eine zentrale Rolle. Die Hamas-Islamisten, die als nicht korrumpierbar gelten, können deshalb mit einem hohen Stimmenanteil rechnen. Die Fatah und Palästinenser-Präsident Abbas hingegen konnten der Korruption in den eigenen Reihen bisher nicht Herr werden. (Seite 4)
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Nr.207, Donnerstag, den 08. September 2005 , Seite 8