Die USA haben Sanktionen gegen vier Richter des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) verhängt. Diese Richter hatten u.a. Entscheidungen getroffen, die eine Untersuchung oder Festnahme von israelischen Führern (z. B. Premierminister Netanyahu, Verteidigungsminister Gallant) wegen Kriegsverbrechen bzw. Menschenrechtsverletzungen befürworteten.
Am 6. Februar 2025 unterzeichnete Präsident Donald Trump eine Anordnung, die Sanktionen gegen das Internationale Strafgericht (ICC) vorsieht. Ziel sind Einzelpersonen, die an Untersuchungen teilnehmen, die US-Bürger oder Partnerländer wie Israel einbeziehen — etwa durch Ausweisung von Vermögenswerten, Reisebeschränkungen etc
Im Juni 2025 verhängte das US-Außenministerium Sanktionen gegen vier ICC-Richterinnen: Solomy Balungi Bossa (Uganda), Luz del Carmen Ibáñez Carranza (Peru), Reine Alapini-Gansou (Benin) und Beti Hohler (Slowenien). Diese wurden dafür kritisiert, dass sie Entscheidungen getroffen haben, u.a. über Haftbefehle gegen israelische Spitzenpolitiker (Netanyahu, Gallant) oder Untersuchungen zur Beteiligung von US-Personal in Afghanistan.
Der UN-Menschenrechtschef Volker Türk bezeichnete die Maßnahmen als besonders besorgniserregend, da solche Angriffe auf Richter die Rechtsstaatlichkeit und das Vertrauen in internationale Gerechtigkeit beschädigen.
- Laut AP-News und mehreren anderen Medien wurde Khan durch US-Sanktionen der Zugang zu seinem E-Mail-Konto bei Microsoft entzogen. The Washington Post+2PBS+2
- Wegen dieser Maßnahme musste er offenbar auf einen externen E-Mail-Dienst („Proton Mail“) umsteigen. The Washington Post+1
- Zusätzlich sind seine Bankkonten im Vereinigten Königreich eingefroren worden.