„Landraub“ durch Israel in Westjordanland
Auf heftige Kritik stößt eine Entscheidung der israelischen Regierung vom Sonntag, die es jüdisch-israelischen Siedlern und Siedlerinnen ermöglichen soll, Grund und Boden im von Israel besetzten Westjordanland zu kaufen. Das Westjordanland ist seit dem Teilungsplan der UNO von 1947 gemeinsam mit dem Gazastreifen als zentraler Teil für einen künftigen Palästinenserstaat vorgesehen.
Die israelische Regierung billigte – eine Woche nach dem Sicherheitskabinett – nach Medienberichten vom Sonntag in der wöchentlichen Regierungssitzung den höchst umstrittenen Vorschlag. Der Schritt droht weitreichende Folgen für die palästinensische Bevölkerung im Westjordanland zu haben. Die Palästinensische Autonomiebehörde (Palestinian National Authority, PNA) sprach von einer „De-facto-Annexion“.
Die israelische Organisation Peace Now teilte als Reaktion auf die neue Entscheidung mit: „Die Regierung hat einen riesigen Landraub im Westjordanland genehmigt – auf dem Weg zu einer De-facto-Annexion, völlig entgegen dem Willen des Volkes und im Widerspruch zum israelischen Interesse.“
Peace Now warnt vor Folgen für Israel
Die Organisation kritisierte ferner: „Das ist eine radikale und verantwortungslose Regierung, die das Völkerrecht, das solche Regelungen verbietet, ignoriert, auf die Kritik befreundeter Staaten pfeift und uns in eine Katastrophe zerrt.“
Betroffen ist das „C-Gebiet“, es umfasst rund 60 Prozent der Fläche des Westjordanlands. Es befindet sich seit den Oslo-Abkommen zur Gänze – sowohl Verwaltung als auch Sicherheit – unter israelischer Kontrolle.
PNA: „Dramatische Eskalation“
Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, sprach von einer „dramatischen Eskalation und einer eklatanten Verletzung des Völkerrechts“, die auf eine „faktische Annexion“ hinauslaufe. Abbas forderte die internationale Gemeinschaft, insbesondere den UNO-Sicherheitsrat, auf, umgehend zu intervenieren.
Auf heftige Kritik stößt eine Entscheidung der israelischen Regierung vom Sonntag, die es jüdisch-israelischen Siedlern und Siedlerinnen ermöglichen soll, Grund und Boden im von Israel besetzten Westjordanland zu kaufen. Das Westjordanland ist seit dem Teilungsplan der UNO von 1947 gemeinsam mit...
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