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Sammelthread: Israel/Nahost-Konflikt

  • Ersteller Ersteller jugo-jebe-dugo
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Gewalt bei Flaggenmarsch in Jerusalem
Zehntausende nationalistische Israelis sind gestern unter großem Polizeischutz mit israelischen Flaggen durch die Altstadt von Jerusalem gezogen. Israels Polizei teilte mit, sie habe mehrere Personen, die am umstrittenen Flaggenmarsch teilnahmen, wegen „vereinzelter Auseinandersetzungen und Gewalttaten“ festgenommen.

Der Marsch verläuft jedes Jahr auch durch muslimische Viertel, was Palästinenserinnen und Palästinenser als extreme Provokation sehen. Sie fordern den arabisch geprägten Ostteil Jerusalems als künftige Hauptstadt eines eigenen Staates. Der Marsch findet jährlich am Jerusalem-Tag statt. Dabei wird die israelische Eroberung Ostjerusalems während des Sechstagekrieges 1967 gefeiert.

 
Israel und Hisbollah greifen einander weiter an
Israels Armee geht eigenen Angaben zufolge trotz der noch geltenden mit dem Libanon vereinbarten Waffenruhe im Krieg mit der Hisbollah weiter gegen die vom Iran unterstützte Miliz im Südlibanon vor. In den vergangenen 24 Stunden habe das Militär mehr als 20 Mitglieder der Schiitenorganisation im Süden des Nachbarlandes getötet, teilte die Armee gestern mit. Zudem habe man Dutzende Ziele der Miliz angegriffen, darunter Waffenlager und Kommandozentralen.

Die Hisbollah feuerte am Abend israelischen Militärangaben zufolge Sprengkörper auf Nordisrael ab, von denen einige abgefangen worden und andere auf offenes Gelände gestürzt seien. In mehreren Gegenden wurde Raketenalarm ausgelöst. Die Hisbollah feuerte laut Israels Armee zudem im Laufe des Tages unter anderem Raketen in Richtung israelischer Soldaten.

 
Netanjahu: Israel kontrolliert 60 Prozent des Gazastreifens
Mehr als sieben Monate nach Inkrafttreten der Waffenruhe im Gazastreifen kontrolliert Israel nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu rund 60 Prozent des Palästinensergebiets. Nach dem Ende des Krieges sei Israels Armee entgegen den Forderungen einiger „nicht abgezogen“. „Heute kontrollieren wir 60 Prozent“, sagte Netanjahu und fügte hinzu: „Morgen werden wir sehen.“

Die maßgeblich von den USA vermittelte Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas ist seit Oktober 2025 in Kraft. Beide Seiten werfen einander immer wieder Verstöße vor.

Netanjahus Äußerungen deuten nun erstmals offiziell darauf hin, dass die Armee ihre Präsenz im Gazastreifen ausweitet. In den vergangenen Wochen hatten Medien bereits berichtet, dass die Streitkräfte vorgerückt seien.

Abbas: Palästinenser müssen selbst entscheiden
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas betonte unterdessen anlässlich des „Nakba-Tags“ das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser. Das palästinensische Volk dürfe „nicht ignoriert werden, ebenso wenig wie sein Recht auf Selbstbestimmung, Unabhängigkeit, Rückkehr und Souveränität“, hieß es in einer Rede von Abbas, die bei einer Gedenkveranstaltung der UNO verlesen wurde. Es sei ein Irrglaube, „dass Frieden und Sicherheit ohne Achtung der Rechte der Palästinenser (…) erreicht werden können“.

 
Waffenruhe laut USA erneut verlängert
Die brüchige, aber geltende Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon soll erneut um 45 Tage verlängert werden. Das gab das US-Außenministerium am Freitag bekannt, nachdem es in Washington Verhandlungen gegeben hatte. Israel attackiert im Libanon Ziele der proiranischen Hisbollah-Miliz. Die libanesische Regierung selbst ist keine aktive Konfliktpartei.

Über die Verlängerung informierte am Freitag der Sprecher des US-Außenministeriums, Tommy Pigott, auf der Plattform X. Pigott kündigte ferner eine weitere Gesprächsrunde zwischen Vertretern beider Seiten unter der Vermittlung des Ministeriums am 2. und 3. Juni an. Zuvor solle am 29. Mai noch im Pentagon ein militärischer Dialog zwischen Delegationen beider Länder stattfinden.

Die Verlängerung der Waffenruhe wurde am Freitag nach einer dritten Gesprächsrunde zwischen israelischen und libanesischen Regierungsvertretern in Washington bekanntgegeben. Eine bisherige Frist wäre am Sonntag abgelaufen.

Hisbollah nicht an Verhandlungen beteiligt
Die Verhandlungen in Washington hatten in den vergangenen Tagen libanesische und israelische Unterhändler geführt. Eine Stellungnahme der Hisbollah, die bei den Verhandlungen nicht mit am Tisch sitzt, lag am Freitag nicht vor. Schon bei einer vorangegangenen Verlängerung der Waffenpause hatte jedoch ein Hisbollah-Vertreter die Einigung wegen anhaltender Angriffe Israels als bedeutungslos bezeichnet. Der aktuell vereinbarten Waffenruhe hat die Hisbollah nie selbst zugestimmt.

 
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