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Saudi-Arabien News

Erste Amtshandlung im Vorsitz: Saudi-Arabien lässt UN-Frauenrechtskommission verhüllen

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Diese Nachricht sorgte für Wirbel: Saudi-Arabien übernimmt für ein Jahr den Vorsitz der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen. Als erste Amtshandlung ließ das Land, das bei den Frauenrechten laut WEF auf Platz 132 von 146 steht, den Sitz des Gremiums mit Stoff verhüllen.

"Es kann ja nicht sein, dass das Gebäude, in dem die UN-Frauenrechtskommission ansässig ist, unverhüllt am Straßenrand steht wie so ein Flittchen", erklärte Abdulaziz Alwasil, der die Frauenrechtskommission für Saudi-Arabien nun für ein Jahr leiten wird. "Das geziemt sich einfach nicht für eine gottesfürchtige Frauenrechtskommission."

Für die Verhüllung ließ Saudi-Arabien ein riesiges Stück Stoff in Form eines Niqabs anfertigen, wie ihn auf der arabischen Halbinsel die meisten Frauen tragen müssen. Anschließend wurde der Stoff dem Hochhaus mithilfe eines Helikopters übergeworfen.

Lediglich im 27. und 28. Stockwerk können dank eines Sehschlitzes noch die Fenster genutzt werden, um züchtig mit gesenktem Blick aus dem Gebäude zu schauen.

Unklar ist, ob die UN-Frauenrechtskommission unter dem Vorsitz Saudi-Arabiens im kommenden Jahr Fortschritte bei der Gleichberechtigung erzielen wird. Denn zunächst muss sie die UN-Männerrechtskommission um Erlaubnis bitten, ob sie überhaupt arbeiten darf.


 

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Erste Amtshandlung im Vorsitz: Saudi-Arabien lässt UN-Frauenrechtskommission verhüllen

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Diese Nachricht sorgte für Wirbel: Saudi-Arabien übernimmt für ein Jahr den Vorsitz der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen. Als erste Amtshandlung ließ das Land, das bei den Frauenrechten laut WEF auf Platz 132 von 146 steht, den Sitz des Gremiums mit Stoff verhüllen.

"Es kann ja nicht sein, dass das Gebäude, in dem die UN-Frauenrechtskommission ansässig ist, unverhüllt am Straßenrand steht wie so ein Flittchen", erklärte Abdulaziz Alwasil, der die Frauenrechtskommission für Saudi-Arabien nun für ein Jahr leiten wird. "Das geziemt sich einfach nicht für eine gottesfürchtige Frauenrechtskommission."

Für die Verhüllung ließ Saudi-Arabien ein riesiges Stück Stoff in Form eines Niqabs anfertigen, wie ihn auf der arabischen Halbinsel die meisten Frauen tragen müssen. Anschließend wurde der Stoff dem Hochhaus mithilfe eines Helikopters übergeworfen.

Lediglich im 27. und 28. Stockwerk können dank eines Sehschlitzes noch die Fenster genutzt werden, um züchtig mit gesenktem Blick aus dem Gebäude zu schauen.

Unklar ist, ob die UN-Frauenrechtskommission unter dem Vorsitz Saudi-Arabiens im kommenden Jahr Fortschritte bei der Gleichberechtigung erzielen wird. Denn zunächst muss sie die UN-Männerrechtskommission um Erlaubnis bitten, ob sie überhaupt arbeiten darf.




Und ich bin übrigens dafür, das dieses komische Gebäude keinen Führerschein machen darf und sich wohlmöglich dann noch frei in der Landschaft bewegt......also wenn schon denn schon und nicht in halber Arbeit stecken bleiben, sonst muß ich dafür sorgen, dass der unfähige Chef ausgetauscht wird
 
Die Revolution beginnt in der Wüste
Saudi-Arabien: Wenn Sie das hören, woran denken Sie dann? Ich tippe mal: bärtige Islamisten, vollverschleierte Frauen, Todesstrafe, Ölreichtum, Mekka und Medina, ganz viel Wüste und dazwischen ein paar kitschige Wolkenkratzer. Vielleicht erinnern Sie sich auch noch an den Journalisten Jamal Khashoggi, den der Kronprinz Mohammed bin Salman zersägen und in Säure auflösen ließ.

Und wissen Sie was? Sie haben recht! All das gab und gibt es in diesem düsteren Königreich. Saudi-Arabien ist einerseits eine mittelalterlich anmutende Diktatur, in der wenige Superreiche sich am Erdölreichtum laben, Männer die Frauen unterdrücken, Regimekritiker eingekerkert, ausgepeitscht oder ermordet werden und überhaupt vieles zum Schlechten bestellt ist. Daran ändert auch nichts, dass die Scheichs in jüngster Zeit versuchen, ihr Image mit astronomischen Gehältern für alternde Fußballer, geschmierten Weltmeisterschaften und überambitionierten Bauprojekten aufzubessern. In der internationalen Politik galt deshalb lange die einfache Regel: Nimm das Öl der Saudis und gib ihnen dafür ein paar Waffen, ansonsten halt dich fern von diesen Hinterwäldlern.

Doch die Dinge entwickeln sich, seit fünf Jahren sogar rasant, deshalb sollte man heute genauer hinschauen. Wenn Sie das getan und ganz genau hingeschaut haben, werden Sie bemerkt haben, dass ich oben "einerseits" geschrieben habe – ein Wort, das zwingend ein zweites nach sich zieht.

 
Mega-Bauprojekt soll schon 21.000 Tote gefordert haben
Saudi-Arabien baut auf einer Fläche so groß wie Belgien Wolkenkratzer in die Wüste. Das Projekt kostet enorm viele Menschenleben.

Einem aktuellen Bericht zufolge sind bei den Bauarbeiten im Zuge des futuristischen Projekts "Saudi Vision 2030" bereits 21.000 Arbeiter aus Nepal, Bangladesch und Indien ums Leben gekommen. Diese Zahl nennt eine Dokumentation des britischen Fernsehsenders ITV – und sie passt zu bereits zuvor erhobenen Daten. Wie der "Guardian" im Frühjahr berichtet hatte, zählte die Regierung von Bangladesch 1.502 Arbeiter, die allein im Jahr 2022 in Saudi-Arabien den Tod fanden.

 
Mega-Bauprojekt neben Großer Moschee in Mekka geplant
Geplant sind 50.000 Wohneinheiten, 16.000 Hotelzimmer und 900.000 Gebetsplätze sowie neue Einkaufsbezirke, Restaurants, Kultur- und Freizeitangebote

Riad/Mekka – In Saudi-Arabien soll neben der für Muslime heiligsten Stätte in Mekka ein riesiges Bauprojekt entstehen und Infrastruktur schaffen für Wohnen, Tourismus, Geschäfte und Kultur. "King Salman Gate" heißt das Projekt, das der Kronprinz und faktische Herrscher Mohammed bin Salman am Mittwoch ankündigte. Es soll eine Fläche von rund zwölf Quadratkilometern umfassen, was etwa der Dimension eines der größten Flughäfen weltweit, Heathrow in London, entspricht.

Geplant sind 50.000 Wohneinheiten, 16.000 Hotelzimmer und 900.000 Gebetsplätze in Innen- und Außenbereichen. In unmittelbare Nähe liegt die Große Moschee von Mekka mit der würfelförmigen Kaaba im Innenhof – die heiligste Stätte für Muslime. Dazu kommen neue Einkaufsbezirke, Restaurants, Kultur- und Freizeitangebote und Transportmittel mit direkter Verbindung in die Moschee. Erstmals sollen Muslime aus Ländern weltweit auch die Möglichkeit haben, Wohnimmobilien zu kaufen. Bisher ist das nur in seltenen Fällen erlaubt.

Unabhängiger vom Öl
Mekka war noch vor gut 100 Jahren eine überschaubare Stadt mit recht einfachen, meist einstöckigen Bauten. Nach Entdeckung des Öls in Saudi-Arabien im Jahr 1938 begannen Modernisierungen in mehreren Wellen, um für die wachsende Zahl an Pilgerinnen und Pilgern Platz zu schaffen. Auch die Große Moschee wurde mehrfach erweitert. Ziel ist, bis 2030 jedes Jahr 30 Millionen Pilger in Mekka zu empfangen.

 
Saudi-Arabien richtete 2025 mindestens 340 Menschen hin
Saudi-Arabien hat einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP zufolge im Jahr 2025 bisher 340 Menschen hingerichtet. Drei Menschen, die wegen des Mordes an einem Mann aus dem Sudan verurteilt worden waren, wurden heute hingerichtet, wie das saudi-arabische Innenministerium mitteilte. Die Golfmonarchie überschritt damit die bisher höchste Zahl von 338 Hinrichtungen in einem Jahr von 2024.

Beobachter erklären den starken Anstieg in der Zahl der Hinrichtungen mit dem im Jahr 2023 begonnenen „Krieg gegen Drogen“ in dem Königreich. Viele der damals Festgenommenen wurden in diesem Jahr hingerichtet. Bisher vollstreckten die Behörden in Saudi-Arabien in diesem Jahr 232 Todesstrafen wegen Drogendelikten.

Wichtiger Markt für Droge Captagon
Saudi-Arabien ist einer der wichtigsten Märkte für die Aufputschdroge Captagon. Unter dem inzwischen gestürzten syrischen Machthaber Baschar al-Assad hatte sich Syrien der UNO zufolge zum Hauptproduzenten von Captagon im Nahen Osten entwickelt.

 
Saudi-Arabien kündigt „Militäroperation“ im Jemen an
Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hat eine „Militäroperation“ im Jemen angekündigt. Zivilistinnen und Zivilisten seien aufgerufen worden, den Hafen von Mukalla in der Provinz Hadramaut sofort zu verlassen, meldete heute die staatliche Nachrichtenagentur SPA. Dies diene zu ihrem Schutz, während die „Militäroperation“ ausgeführt werde.

Die Militärkoalition hatte Separatisten im Jemen gedroht, dass sie die jemenitische Regierung in jeder militärischen Konfrontation unterstützen werde.

Luftangriffe in der Vorwoche
Am Freitag waren bei Luftangriffen Stellungen der Separatisten im Jemen angegriffen worden, die Saudi-Arabien zugeschrieben wurden. Nach den Angriffen rief die Regierung im Jemen die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition auf, ihre Streitkräfte in der Provinz Hadramaut zu unterstützen.

 
Saudi-Arabien kündigt „Militäroperation“ im Jemen an
Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hat eine „Militäroperation“ im Jemen angekündigt. Zivilistinnen und Zivilisten seien aufgerufen worden, den Hafen von Mukalla in der Provinz Hadramaut sofort zu verlassen, meldete heute die staatliche Nachrichtenagentur SPA. Dies diene zu ihrem Schutz, während die „Militäroperation“ ausgeführt werde.

Die Militärkoalition hatte Separatisten im Jemen gedroht, dass sie die jemenitische Regierung in jeder militärischen Konfrontation unterstützen werde.

Luftangriffe in der Vorwoche
Am Freitag waren bei Luftangriffen Stellungen der Separatisten im Jemen angegriffen worden, die Saudi-Arabien zugeschrieben wurden. Nach den Angriffen rief die Regierung im Jemen die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition auf, ihre Streitkräfte in der Provinz Hadramaut zu unterstützen.

Ein weiterer Stellvertreterkrieg. Da kämpfen jetzt neben Saudi Arabien und Iran auch noch die Vereinigten Arabischen Emirate mit. Diese Rebellen werden von ihnen unterstützt.

Saudi Arabien und die VAE haben eigentlich lange eine gemeinsame Politik gemacht. Zum Beispiel, als man gleichzeitig die Beziehungen zu Qatar abbrach. Damals galt Qatar als Unterstützer von Terrorgruppen. Der Scheich von Dubai meinte damals in einem Interview, man würde nicht wie Qatar international Politik machen wollen. Da hat man seine Meinung offenbar geändert. Inzwischen nehmen die VAE in mehreren Stellvertreterkriegen Stellung gegen Saudi Arabien ein.

Ob es auch was damit zu tun hat, dass Saudi Arabien Dubai und Abu Dhabi als innovative Wirtschaftsstandorte massiv Konkurrenz machen will? Dubai hat schon lange kein Öl mehr, die leben nur noch davon, dass das Ausland dort investiert, Urlaub macht und Handel betreibt.
 
Saudi-Arabien meldet Wiederherstellung von wichtiger Pipeline
Saudi-Arabien hat die volle Förderkapazität seiner Ost-West-Pipeline wiederhergestellt. Diese liege nun wieder bei rund sieben Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag, teilte das Energieministerium in Riad gestern mit.

Die während des Krieges der USA und Israels gegen den Iran angegriffenen Energieanlagen und die Pipeline hätten ihre Betriebskapazität wiedererlangt. Wer die Angriffe ausgeführt hat, ließ Saudi-Arabien offen.

Das saudi-arabische Militär hat jedoch in den vergangenen Wochen zahlreiche iranische Raketen und Drohnen abgefangen. Die Angriffe hatten auch den Betrieb wichtiger Öl-, Gas-, Raffinerie-, Petrochemie- und Stromanlagen in Riad, der Ostprovinz und der Industriestadt Janbu gestört. Auch andere Golfstaaten wurden mehrfach Ziel von Luftangriffen aus dem Iran.

 
Saudi-Arabien: Sieben Hinrichtungen an einem Tag
An einem einzigen Tag sind in Saudi-Arabien sieben Menschen hingerichtet worden. Der staatlichen Nachrichtenagentur SPA zufolge handelt es sich bei den gestern in der Region Riad hingerichteten Menschen um fünf Staatsangehörige Saudi-Arabiens und zwei Jordanier.

Sie seien wegen Drogendelikten zum Tode verurteilt worden, sie hatten Amphetaminpillen in das Königreich geschmuggelt. Seit Anfang des Jahres haben in Riad bereits 38 Hinrichtungen im Zusammenhang mit Drogenvergehen stattgefunden.

356 Menschen im Jahr 2025 hingerichtet
Das entspricht laut einer AFP-Zählung auf der Grundlage offizieller Daten dem Großteil der insgesamt 61 vollstreckten Hinrichtungen. 33 der Hingerichteten waren laut AFP ausländische Staatsangehörige, womit Ausländer den Großteil der in diesem Jahr Hingerichteten ausmachten.

 
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