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Saudi-Arabien News

Mehr als 70 Verletzte bei Huthi-Angriffen in Saudi-Arabien
Bei Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz sind in Saudi-Arabien nach dortigen Angaben 73 Menschen verletzt worden. Unter den Opfern seien auch Frauen und Kinder, teilte der Sprecher des saudisch angeführten Militärbündnisses heute mit, das im Jemen gegen die Huthis kämpft.

Die Angriffe hätten in Chamis Muschait, Nadschran und weiteren Städten im Süden des Königreichs zivile und wirtschaftliche Ziele getroffen. Wann die Angriffe stattfanden, teilte der Sprecher des Bündnisses nicht mit.

Er sprach von einer „gefährlichen Eskalation“. Man werde „alle notwendigen Schritte“ unternehmen, um die Bedrohung aus dem Jemen auszuschalten. Die Huthis äußerten sich zunächst nicht zu den Angriffen.

 
Verletzte nach Huthi-Angriff auf Saudi-Arabien
Bei neuen Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz in Saudi-Arabien sind nach Angaben einer von Riad angeführten Militärkoalition mehr als ein Dutzend Menschen verletzt worden.

Die Miliz habe Angriffe auf zivile Ziele in den Städten Chamis Muschait, Abha und Taif mit mehreren ballistischen Raketen und Drohnen ausgeführt, teilte die Militärkoalition heute im Onlinedienst X mit. Dadurch hätten 13 Zivilisten leichte bis mittelschwere Verletzungen erlitten. Außerdem seien Gebäude und Fahrzeuge beschädigt worden.

Offensive am Roten Meer
Die Huthi-Miliz hatte in den vergangenen Tagen eine große Offensive gestartet und bei Kämpfen gegen die jemenitischen Regierungstruppen die gesamte Küste am Roten Meer erobert. Nach Angaben der jemenitischen Regierung kontrolliert die Miliz nun die für den Welthandel wichtige Meerenge Bab al-Mandab, die den Golf von Aden mit dem Roten Meer verbindet.

 
Saudi-Arabien wirft Huthis Angriff auf Mekka vor
Die für Musliminnen und Muslime heilige Stadt Mekka ist nach Angaben aus Saudi-Arabien Ziel eines Angriffs der jemenitischen Huthi-Miliz geworden. Die saudi-arabische Luftabwehr habe die feindliche Drohne vor ihrem Eindringen in die heiligste Stadt des Islam abgewehrt. Das teilte die von Riad angeführte Militärkoalition heute mit.

Die Drohne sei den Angaben zufolge zerstört worden, „bevor sie in den gesperrten Luftraum der heiligen Stadt eindrang“, sagte der Sprecher der Militärkoalition, Turki al-Maliki. Sie war der Erklärung zufolge „von der terroristischen Huthi-Miliz gestartet“ und „südlich der Stadt Mekka“ abgefangen worden.

„Rote Linie“
Die gegen die Huthis kämpfende Koalition kündigte nach dem Angriff Vergeltungsmaßnahmen an. Die Sicherheit der heiligen Stätten und der Pilger sei eine „rote Linie“. Der Kampfverband der Koalition werde „nicht zögern, die notwendigen und abschreckenden Maßnahmen“ zu ergreifen.

 
Insider: Zwei Pumpen von saudischer Pipeline beschädigt
Bei dem Drohnenangriff auf die wichtige Ost-West-Pipeline in Saudi-Arabien in der vergangenen Woche sind Berichten zufolge zwei Pumpstationen beschädigt worden. Wann die Reparatur abgeschlossen werden könne, sei unklar, so drei Insider aus der Öl- und Sicherheitsbranche gestern.

Die vom Staatskonzern Saudi Aramco betriebene 1.200 Kilometer lange Pipeline verfügt über insgesamt elf Pumpstationen und zwei Druckentlastungsstationen. Sie verläuft quer über die Arabische Halbinsel und dient als Hauptroute für Öl aus dem Nahen Osten, da die Straße von Hormus wegen des Iran-Krieges weitgehend gesperrt ist.

Der Angriff, der saudi-arabischen Angaben zufolge aus dem Irak erfolgte, hatte das Land am Freitag zu einer vorübergehenden Stilllegung der Pipeline gezwungen. Die Regierung in Riad machte bisher keine genauen Angaben zum Ausmaß der Schäden oder zur Dauer der Reparatur.

 
Lieferstopp beim Öl: Saudi-Arabien stoppt Schiffe nach Europa
Wegen der gesprengten Pipeline in Saudi-Arabien beendet das Land vorerst die Öl-Versorgung nach Europa. Eine US-gestützte Umleitung über die Straße von Hormus-Straße birgt Gefahren

Nach der Sperre der Straße von Hormus wurde ein Teil des vormals verschifften Öls auf Pipelines verlagert. Der Angriff auf die saudi-arabische Ost-West-Pipeline zeigt, dass auch diese Lieferkette gesprengt werden kann. Nun stellt der saudische Hafen Yanbu Lieferungen nach Europa ein. Seit Februar sind die weltweiten Reserven um etwa eine Milliarde Fässer gefallen, schätzt Paul Gooden, Chef der Rohstoff-Abteilung bei Investmentmanager Ninety One. Müssen wir uns auf einen kalten Winter einstellen?

Schleppende Reparatur
Die Aufbauarbeiten an der saudischen Ost-West-Pipeline entscheiden über die Intensität des zu erwartenden Preissprungs. Vor dem Angriff konnte sie bis zu vier Millionen Fässer pro Tag fördern, die jetzt großteils fehlen. Ein Teil soll nun mit US-Schutz über die Straße von Hormus verschifft werden.

 
USA verkaufen F-35-Kampfjets an Saudi-Arabien
Die Zustimmung für den Verkauf der Tarnkappenjets im Kongress steht noch aus. Zuvor hatte schon Deutschland F-35-Jets von den USA gekauft.
Nach Deutschland könnte auch Saudi-Arabien F-35-Kampfjets aus den USA erhalten. Das Außenministerium in Washington billigte am Donnerstag den möglichen Verkauf von 48 F-35-Tarnkappenjets sowie von Triebwerken und weiterem Zubehör an den Golfstaat. Das Geschäft hat demnach einen Wert von 24,3 Milliarden Dollar (rund 22 Milliarden Euro). Der Rüstungsdeal erfordert noch die Zustimmung des US-Kongresses.

Israel hatte die USA vor dem Verkauf gewarnt und argumentiert, das Geschäft mit Saudi-Arabien könne das Kräftegleichgewicht in der Region stören. Israel ist bisher das einzige Land im Nahen Osten, das über F-35-Kampfflugzeuge aus US-Produktion verfügt.

US-Präsident Donald Trump setzte sich über die Warnungen hinweg. Er empfing den saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman bereits im vergangenen November im Weißen Haus und stellte ihm die hochmodernen Kampfjets in Aussicht.

 
Behörden in Saudi-Arabien rufen Luftalarm aus - Explosionen zu hören
Nach Blitzoffensive hatte Huthi-Miliz vergangene Woche die Kontrolle über große Teile der jemenitischen Küste an der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab übernommen.
Die Behörden in Saudi-Arabien haben für die Hauptstadt Riad Luftalarm ausgerufen. „Das Gebiet ist einer feindlichen Luftbedrohung ausgesetzt“, wurde den Bewohnern Riads am Samstag mitgeteilt. In der saudi-arabischen Hauptstadt waren daraufhin zwei Explosionen zu hören. Die Huthis hatten im Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und seither Ziele in dem Königreich und Schiffe im Roten Meer angegriffen.

Nach einer Blitzoffensive übernahm die Miliz vergangene Woche die Kontrolle über große Teile der jemenitischen Küste an der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab. Nach Angaben des Schifffahrtsmonitors Kpler sind die saudi-arabischen Exporte durch die Meerenge Bab al-Mandab deshalb zuletzt stark zurückgegangen. Zwar durchquerten seit 11. September fünf Schiffe mit Ladung aus Saudi-Arabien die Meerenge, das entspricht aber nur einem Drittel der üblichen Zahl. Gleichzeitig nahmen die gegenseitigen Angriffe der verfeindeten Parteien zu.

 
Macron will Truppen zum Schutz von Ölhafen in Saudi-Arabien
Frankreich will Soldaten und Militärgerät entsenden, um den saudi-arabischen Ölhafen Janbu gegen Angriffe der Huthi-Miliz zu schützen. Frankreich habe sich mit Saudi-Arabien darauf verständigt, Radaranlagen und Verteidigungssysteme nach Janbu zu schicken, „nicht um uns an irgendeinem Konflikt zu beteiligen, sondern um diesen Ort zu schützen“, sagte Präsident Emmanuel Macron gestern im französischen Fernsehen.

In Janbu endet die wichtige Ost-West-Ölpipeline, über die Rohöl von den Förderstätten am Persischen Golf fließt. Mit ihrer Hilfe kann die von Teheran seit Beginn des Iran-Krieges de facto gesperrte Straße von Hormus umgangen werden.

Es gehe darum, auf eine Entspannung an den Ölmärkten hinzuarbeiten, sagte Macron weiter. „Wir werden die Entwicklung beobachten und bei Bedarf handeln“, sagte er auf die Frage nach der Entsendung von Kampfflugzeugen. Sollte sich die Lage entspannen, würde sich das „zwei Tage später an den Preisen an den Zapfsäulen zeigen“.

 
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