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Serbien: Homosexuelle Premierministerin

Sollte doch eigentlich egal sein ob homosexuell oder nicht, hauptsache sie macht was für den Staat. Aber ich finde es gut, dass ein homosexueller Mensch in unserer Regierung sitzt, freue mich vor allem über homophobe Futzis und ihre Reaktionen und Empörung :D
 
Sollte doch eigentlich egal sein ob homosexuell oder nicht, hauptsache sie macht was für den Staat. Aber ich finde es gut, dass ein homosexueller Mensch in unserer Regierung sitzt, freue mich vor allem über homophobe Futzis und ihre Reaktionen und Empörung :D

In der Regel würde ich dir zustimmen, aber das hier nennt man pinkwashing eines ungerechten Systems. Die neoliberale Austeritätspolitik, die aus den Machtzentren der EU diktiert wird, präsentiert sich als "fortschrittlich", indem sie auch Homosexuelle inkludiert. Für die große Mehrheit der erwerbstätigen (und erwerbslosen) Bevölkerung wird sich dadurch nichts zum Besseren wenden. Mit Toleranz hat das alles nichts zu tun.
 
Das ist schon ein sehr geschickter Schachzug. Kommt bei der EU und der Presse immer gut an, einmal die Nummer mit dem Ruf der Experten in einer Regierung und dann natürlich die Homonummer, um sich einen progressiven Touch zu geben. Dazu ist sie zwar sicher eine kompetente Frau, aber keine Politikerin, nicht in der SNS und hat keine Macht in der Politik. Ein Dacic auf der Position wäre ein gefährlicher Konkurent für Vucic, Brnabic ist es nicht. Ein einfaches Beispiel ist die angestrebte Privatisierung. Die meisten Staatsunternehmen in Serbien werden für die Postenvergabe als Gegenleistung oder Belohnung missbraucht, hier ist die SNS ungefähr so mächtig, wie die kommunistische Partei früher. Wie also geht sie dagegen vor und macht sich unbeliebt? Ihr Macht ist absolut davon abhängig, wie Vucic es zulässt. Sie könnte also eine Marionette erster Klasse sein. Scheitert sie, bleibt Vucic davon unberührt, weil er ja offiziell nur der Repräsentant ist :D Das ganze kann natürlich auch funktionieren und zu einer Verbesserung für das Volk führen, nur glaube ich einfach nicht daran, dass diese Art der Machtpolitik langfristig irgendetwas Gutes hervorbringt, auch wenn man sich das natürlich wünscht. Schade ist eigentlich, wie viele Leute nicht durchschauen (wollen), was dahinter steckt.

Expertenregierungen sind ja schön und gut, aber in den Ministerien sollten die Experten so oder so arbeiten, statt irgendwelcher Günstlinge. Die Ministerposten sollte man eher mit Leuten besetzen, die auch politische Macht und das nötige Gespür dafür haben. Für Brnabic ist das ein Karriereschub, weil sie genügend Kontakte knüpfen kann und sich das gut in der Vita macht.
 
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In der Regel würde ich dir zustimmen, aber das hier nennt man pinkwashing eines ungerechten Systems. Die neoliberale Austeritätspolitik, die aus den Machtzentren der EU diktiert wird, präsentiert sich als "fortschrittlich", indem sie auch Homosexuelle inkludiert. Für die große Mehrheit der erwerbstätigen (und erwerbslosen) Bevölkerung wird sich dadurch nichts zum Besseren wenden. Mit Toleranz hat das alles nichts zu tun.
:haha:

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Gut gemacht, Serbien
 
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