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Spanien News

Polizei geht mit Schlagstöcken gegen Lehrer in Madrid vor
Bei Protesten streikender Lehrer gegen die Bildungspolitik der Regionalregierung von Isabel Diaz Ayuso ist es gestern in Madrid zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen.

Hunderte Demonstrierende blockierten die Zugänge zum Santona-Palast im Zentrum der spanischen Hauptstadt, wo die konservative Regionalpräsidentin an einer Veranstaltung teilnahm. Die Polizei ging gegen die Protestierenden vor, um den Zugang zum Gebäude freizumachen.

Dabei wurden auch friedlich demonstrierende Lehrer und Lehrerinnen mit Schlagstöcken geschlagen und zurückgedrängt, wie im Fernsehsender RTVE zu sehen war.

Diaz Ayuso warf dem sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sanchez und der „antidemokratischen Linken“ vor, eine „Strategie der persönlichen und institutionellen Schikane“ gegen sie zu orchestrieren.

Bei einer weiteren Protestaktion blockierten rund 200 Lehrpersonen mit Schulpulten und Stühlen am Stadtrand die Autobahn. Dadurch kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die Aktion wurde nach etwa einer Stunde beendet.

 
Randale in Barcelona: Rund 100 Festnahmen bei Protesten
In Barcelona sind Berichten zufolge Hunderte Jugendliche und junge Erwachsene zu Protesten zusammengekommen, etliche hätten dabei randaliert.
Die jungen Leute hätten Straßenmobiliar, Fahrräder und Motorräder beschädigt, Geschäfte geplündert und Müllcontainer angezündet, berichteten unter anderem die spanische Tageszeitung El País und der katalanische Fernsehsender Betevé. Die katalanische und die städtische Polizei nahmen demnach rund 100 Demonstrierende fest.

Bei etwa einem Viertel der Festgenommenen habe es sich um Minderjährige gehandelt. Mehr als 220 Beamte waren den Angaben zufolge im Einsatz, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.


 
Krawalle bei Protest gegen rechten Influencer in Spanien
Bei Protesten gegen den Auftritt eines rechtspopulistischen Influencers und Aktivisten ist es in Bilbao im Norden Spaniens gestern zu Unruhen gekommen.

Mindestens 19 Menschen seien festgenommen worden, darunter sieben Minderjährige, teilte die Polizei des Baskenlandes mit. Bei den Krawallen wurden Autos und Müllcontainer angezündet sowie Geschäfte verwüstet und geplündert, wie der TV-Sender RTVE und andere Medien berichteten.

Polizeistation angegriffen
Auslöser war eine Demonstration selbst ernannter Antifaschisten vor der Universität Deusto. Dort sollte der umstrittene Influencer Vito Quiles auftreten. Er sagte die Veranstaltung jedoch kurz vorher aus Sicherheitsgründen ab. Anschließend zogen Hunderte randalierend durch die Stadt. Sie setzten ein Polizeimotorrad und weitere Fahrzeuge und zahlreiche Müllcontainer in Brand. Sie warfen außerdem Steine und Feuerwerkskörper auf Sicherheitskräfte. Auch eine Polizeistation wurde angegriffen.

 
Über 60 Tote bei Zugsunglück bestätigt
Beim Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge sind am Mittwoch in Spanien mehr als 60 Menschen ums Leben gekommen. Die Regionalregierung von Kastilien-La Mancha bestätigte am Nachmittag 64 Tote, Dutzende Menschen wurden teils schwer verletzt in Krankenhäuser eingeliefert.

Die Opferzahl könne weiter steigen, sagte der Präsident der Region Kastilien-La Mancha, Emiliano Garcia-Page, an der Unfallstelle. Mindestens 80 Menschen wurden nach Angaben des Regionalpräsidenten bei dem Unglück verletzt, rund 50 teils Schwerverletzte in Krankenhäuser gebracht.

Laut Angaben der Regionalregierung wurden alle verfügbaren Kräfte im Rahmen des regionalen Notfallplanes zur Unglücksstelle entsandt. Das Innenministerium in Madrid ordnete außerdem den Einsatz der Militärischen Nothilfeeinheit (UME) an. Krankenhäuser riefen zu Blutspenden auf.

 
„Unerklärlicher“ Fehler
Ursachensuche nach Zugsunglück in Spanien
Nach dem Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge in Spanien am Mittwoch mit über 60 Toten läuft die Suche nach der Unglücksursache. Der spanische Verkehrsminister Oscar Puente sprach von einer bisher „unerklärlichen“ Entscheidung der zuständigen Zugsleitstelle, menschliches Versagen ist also nicht ausgeschlossen. Von der zuständigen Behörde, die den Unfall untersucht, hieß es unterdessen, es sei noch „zu früh“ für Hypothesen.

Wie Puente am Nachmittag mitteilte, sei das Unglück wohl auf eine „unerklärliche“ und „falsche“ Entscheidung der Zugsleitstelle in Madrid zurückzuführen. Obwohl das automatische Zugssicherungssystem nach einem Computerausfall noch nicht wieder funktionierte, sei einem der Züge grünes Licht zur Weiterfahrt gegeben worden, sagte Puente.

 
Nach Zugsunglück
Spanischer Verkehrsminister tritt zurück
Nach dem schweren Zugsunglück in Spanien ist Verkehrsminister Oscar Puente zurückgetreten. Er verzichte nicht nur auf das Amt des Verkehrsministers, sondern ziehe sich auch von der Liste der Kandidaten für die am 29. November stattfindende vorgezogene Parlamentswahl zurück, teilte Puente am Dienstag nach einer langen Anhörung vor dem Parlament mit. Nach dem Unglück hatte er wiederholt ausgeschlossen, sein Amt aufzugeben.

Beim Zusammenprall zweier Hochgeschwindigkeitszüge in der zentralspanischen Region Kastilien-La Mancha waren am Mittwoch vergangener Woche 69 Menschen ums Leben gekommen und zahlreiche weitere verletzt worden. Den bisherigen Ermittlungen zufolge hatte ein Mitarbeiter der Zugsleitstelle nach einem Ausfall des automatischen Leitsystems falsche Anweisungen gegeben.

Der Zusammenstoß der Züge war das zweite schwere Bahnunglück in Spanien innerhalb dieses Jahres. Erst im Jänner waren auf derselben Trasse zwischen Madrid und Sevilla 46 Menschen ums Leben gekommen, als ebenfalls zwei Hochgeschwindigkeitszüge kollidierten.

„Eine Frage der politischen Würde“
Puente erklärte nun, ein Verkehrsminister könne „nach zwei Unfällen von solcher Schwere in weniger als einem Jahr nicht im Amt bleiben, so unterschiedlich sie auch sein mögen, ob ich dafür nun eine direkte Verantwortung trage oder nicht“. Das sei „eine Frage der politischen Würde, der Konsequenz und der Empathie gegenüber den Opfern“.

 
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