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Staat und Religion

BenKafka

Corvus albus
Wie schon mehrfach erwähnt ist
die kathollische Kirche in Malta Staatsdoktrin und hat eine
Mobilisierungskraft von der andre Organisationen nicht einmal träumen.

Aber wie sieht es in anderen europäischen Ländern aus?
Hier eine Auswahl:

England:
"Supreme Governor of the Church of England". Auch mit diesem Titel
darf sich Queen Elisabeth II. schmücken, denn England hat zwar keine geschriebene Verfassung, dafür aber eine protestantische Staatskirche, geführt vom König bzw. Königin.
Dies gilt seit der Thronbesteigung der ersten Elisabeth 1558.
Davor hatte Maria Tudor versucht, die unter ihrem Vater Heinrich VIII.
erfolgte Loslösung vom Vatikan mit aller Gewalt ("Bloody Mary) zu revidieren.
Ihren politischen Einfluss hat die Kirche seit dem 18.Jhd. sukzessive verloren. 2008 wurde das Blasphemiegesetz aufgehoben, das Gotteslästerung unter Strafe gestellt hatte.

USA:
Offiziell hat der Staat relogiös neutral zu sein und darf keine Religionsgemeinschaft bevorzugen, was in der Regel auch streng ausgelegt wird.
Umstritten ist daher der tägliche Fahneneid der Schüler, in dem es heißt
"One Nation under God". Ähnliches gilt für den Spruch:
"In God We Trust" auf den Dollarscheinen.
Inoffiziell ist der Protestantismus und der dementsprechende Arbeitsethos die Staatsreligion.

Frankreich:
Frankreich hat 1905 in seiner Verfassung den Laizismus und damit eine scharfe Trennung von Staat und Kirche eingeführt.
Dies war der Endpunkt einer Entwicklung, die im Lande der "allerchristilichsten Könige" it der Revolution 1789 eingesetzt hat.
Die Revolution hat nachhaltige Spuren hinterlassen, der Laizismus ist fest im Bewusstsein vieler Franzosen verankert.
Dies erklärt auch den Protest, den Präsident Sarkozy 2007 auslöste,
als er sagte "Frankreichs Wurzeln sind essenziell christlich"

Türkei:
Atatürk verankerte den Laizismus als eine der Säulen seiner kemalistischen Ideologie, die de facto eine Art Religionsersatz darstellt.
Der Laizismus wurde 1924 in der Verfassung verankert.
Tatsächlich handelt es sich aber um eine Kontrolle der Religion durch den
Staat. Dies verdeutlicht das "Amt für religlöse Angelegenheiten" der Regierung. Es ist für die Bestellung und Besoldung der Imane zuständig und hat bis vor Kurzem auch die Freitagspredigen vorgegeben.

Orthodoxe Welt:
Die christiliche Orthodoxie zeichnet sich traditionell durch eine große Nähe zur weltlichen Macht aus. Der Gipfelpunkt waren die
"Fürstbischöfe" von Montenegro, bis ins 19. Jhd. geistliche und weltliche Herrscher. In der Sowjetunion und ihren europäischen Satellitenstaaten wurde die Religion gnadenlos unterdrückt. In den letzten beiden Jahrzehnten erobern sich die orthodoxen Kirchen langsam Macht und Einfluss wieder zurück. Dies gelingt weitaus leichter, wenn es eine gemeinsame nationalistische Basis mit der weltlichen Herrschaft gibt, wie in Putins Russland.
 

Kuna

ᶘ ᵒᴥᵒᶅ
Ich finde Staat und Religion müssen getrennt werden!
 

KS.Rosu

Real Madrid cf!!!
Staat und Religion muss man trennen!!!
Man darf nicht die Politik zur Religion Und die Religion zur Politik!
 
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