A
Almila
Guest
Laizismus 
In der Theorie geht alles, aber praktisch sehe ich da schon enorme Schwierigkeiten.
Eine Religion, wo das Volk die religiösen Führer wählt, verliert in meinen Augen ziemlich an Sinn, denn in letzter Konsequenz würde das bedeuten, daß Gottes Wille von der Mehrheit der Menschen definiert wird. Das muß inhaltlich nicht unbedingt schlechter sein, aber es verliert irgendwo das Göttliche, das eigentlich Religiöse, dabei.
Und ich stelle es mir auch ziemlich würdelos vor, wenn mit der Abschaffung oder Verschärfung religiöser Dogmen Wahlkampf gemacht würde.
Außerdem ist es sicherlich kaum förderlich, wenn jeder Staat, entsprechend seinem demokratisch gewählten religiösen Führer, andere Glaubensgrundsätze und Richtlinien erließe, das würde die Glaubensgemeinschaften spalten.
Am sinnvollsten ist es meiner Ansicht nach, wenn man sich selbst Gottes Wort zur Hand nimmt und für sich selbst mit reinem Herzen die richtigen Schlüsse daraus zieht.
So ist es mehr oder weniger im rabbinischen Judentum. Eine jüdische Demokratie.In der Theorie geht alles, aber praktisch sehe ich da schon enorme Schwierigkeiten.
Eine Religion, wo das Volk die religiösen Führer wählt, verliert in meinen Augen ziemlich an Sinn, denn in letzter Konsequenz würde das bedeuten, daß Gottes Wille von der Mehrheit der Menschen definiert wird. Das muß inhaltlich nicht unbedingt schlechter sein, aber es verliert irgendwo das Göttliche, das eigentlich Religiöse, dabei.
Und ich stelle es mir auch ziemlich würdelos vor, wenn mit der Abschaffung oder Verschärfung religiöser Dogmen Wahlkampf gemacht würde.
Außerdem ist es sicherlich kaum förderlich, wenn jeder Staat, entsprechend seinem demokratisch gewählten religiösen Führer, andere Glaubensgrundsätze und Richtlinien erließe, das würde die Glaubensgemeinschaften spalten.
Am sinnvollsten ist es meiner Ansicht nach, wenn man sich selbst Gottes Wort zur Hand nimmt und für sich selbst mit reinem Herzen die richtigen Schlüsse daraus zieht.
Ist schwierig zu erklären, ohne konkretes Beispiel. Nehmen wir an, ein theokratischer Staat X wäre durch seine Verfassung an die christliche Religion gebunden. Die drei größten Parteien wären die Orthodoxe Volkspartei OVP, die Katholische Gottesfront KGF und die Evangelisch-Reformierten Christen ERC. Dazu gäbe es noch eine Reihe kleinerer Parteien aus Mennoniten, Mormonen, Zeugen Jehovas, Episkopalen und anderen. Es stehen Wahlen an. Die KGF kann eigentlich gar nicht viel einbringen, weil sie von Rom ferngesteuert wird. Innerhalb der OVP kämpfen griechisch-orthodoxe und russisch-orthodoxe um die Vorherrschaft. Die ERC haben auf ihrem letzten Parteitag eine neue Vorsitzende gewählt, die sich strikt gegen Kindertaufen ausspricht. Eine relativ neue und unbekannte Partei wirbt mit Absolution bei nur 80 % Buße und drei neuen gesetzlichen Feiertagen. Dann kommt das Wahlergebnis. 33 % KGF, 28 % ERC, 14 % OVP usw. Mit den Katholiken will niemand koalieren, weil alle anderen das Papsttum aus Prinzip ablehnen und als Blasphemie empfinden. ERC und OVP liegen ideologisch zu weit auseinander und können sich schon nicht auf ein gemeinsames Datum für das Weihnachtsfest einigen, von anderen Sachfragen ganz zu schweigen. Es gelingt den ERC jedoch, eine Sechs-Parteien-Koalition zu schmieden, die auf 51 % der Sitze kommt. Dabei muß natürlich jede Glaubensrichtung Federn lassen und Dingen zustimmen, die sie ihrer Überzeugung nach eigentlich für falsch hält- und sie muß ihren Mitgliedern und Wählern vermitteln, warum es trotzdem richtig ist, bei dieser Koalition mitzumachen. Religiöse Inhalte werden also Verhandlungsmasse. Bis zur nächsten Wahl, wo sich dann vielleicht OVP und KGF irgendwie zusammenraufen und ganz andere Postulate für allein seligmachend erklären.wenn man staat und religion zusammentut wieso sollte es da das göttliche verlieren versteh ich nicht. und wenn die menschen die dort leben das so wollen und damit klarkommen, dann versteh ich nicht wieso das ein problem sein sollte.
das mit der spaltung naja, in frankreich gibts auch andre gesetze als in deutschland, ist trotzdem kein weltuntergang.
In sehr bescheidenem Rahmen. Auch der Papst wird ja gewählt. Dennoch werden die Grundpfeiler der Religion nicht zur Disposition gestellt.So ist es mehr oder weniger im rabbinischen Judentum. Eine jüdische Demokratie.
Äh, bescheiden? Ich spreche auch nicht vom Papst, sondern von Halakha & Co.In sehr bescheidenem Rahmen. Auch der Papst wird ja gewählt. Dennoch werden die Grundpfeiler der Religion nicht zur Disposition gestellt.
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