Neues syrisches Regime erbt "Tonnen von Nuklearmaterial"
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) besuchte eine ihr bisher unbekannte Anlage bei Damaskus, wo Uranmetall gefunden wurde. Es bleibt in Syrien
"Etliche Tonnen nukleares Material" hätten die Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in einer ihr bisher unbekannten Anlage bei Damaskus gesichtet: Das sagte Generaldirektor Rafael Grossi am Dienstag bei einer Pressekonferenz mit dem syrischen Außenminister Asaad al-Shaibani in Damaskus. Mit der Aussage, es handle sich bei dem Material um "Natururan", wurde Grossi spezifischer.
Der Fund unterstützt, was man bisher über Syriens altes Atomprogramm – das ziemlich sicher auch als Fundament für ein Atomwaffenprogramm gedacht war – wusste. Die jetzige syrische Führung hat das Material sozusagen geerbt. Es ist ein Stück Geschichte des Assad-Regimes, das bis in die Zeit vor dem im Dezember 2024 gestürzten Bashar al-Assad zurückreicht. Er folgte 2000 seinem Vaters Hafez al-Assad nach.
Das Ganze flog vor 19 Jahren auf: Im September 2007 überraschte Israel mit einem Angriff auf ein Gebäude im ostsyrischen Deir Ez-Zor, von dem es bald hieß, es sei ein unfertiger Atomreaktor gewesen. Israel hielt sich bedeckt und bestätigte erst 2018 den Angriff. Da warf die IAEA Syrien längst offiziell einen Verstoß gegen die Regeln unter dem NTP (Non-Proliferation Treaty, Atom-Nichtverbreitungsvertrag) vor.
Mit der Hilfe Nordkoreas war Syrien in den frühen 2000er Jahren dabei, in Al-Kibar einen gasgekühlten, graphitmoderierten Atomreaktor zu errichten, vom gleichen Typ wie jener in Nyŏngbyŏn bei Pjöngjang. Der Brennstoff für diese Art von Reaktor wird aus Natururan-Metall hergestellt. Die abgebrannten Brennstoffelemente eignen sich zur Plutoniumseparation. Und Plutonium ist, neben angereichertem Uran, ein Weg zur Atombombe.
www.derstandard.at
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) besuchte eine ihr bisher unbekannte Anlage bei Damaskus, wo Uranmetall gefunden wurde. Es bleibt in Syrien
"Etliche Tonnen nukleares Material" hätten die Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in einer ihr bisher unbekannten Anlage bei Damaskus gesichtet: Das sagte Generaldirektor Rafael Grossi am Dienstag bei einer Pressekonferenz mit dem syrischen Außenminister Asaad al-Shaibani in Damaskus. Mit der Aussage, es handle sich bei dem Material um "Natururan", wurde Grossi spezifischer.
Der Fund unterstützt, was man bisher über Syriens altes Atomprogramm – das ziemlich sicher auch als Fundament für ein Atomwaffenprogramm gedacht war – wusste. Die jetzige syrische Führung hat das Material sozusagen geerbt. Es ist ein Stück Geschichte des Assad-Regimes, das bis in die Zeit vor dem im Dezember 2024 gestürzten Bashar al-Assad zurückreicht. Er folgte 2000 seinem Vaters Hafez al-Assad nach.
Das Ganze flog vor 19 Jahren auf: Im September 2007 überraschte Israel mit einem Angriff auf ein Gebäude im ostsyrischen Deir Ez-Zor, von dem es bald hieß, es sei ein unfertiger Atomreaktor gewesen. Israel hielt sich bedeckt und bestätigte erst 2018 den Angriff. Da warf die IAEA Syrien längst offiziell einen Verstoß gegen die Regeln unter dem NTP (Non-Proliferation Treaty, Atom-Nichtverbreitungsvertrag) vor.
Mit der Hilfe Nordkoreas war Syrien in den frühen 2000er Jahren dabei, in Al-Kibar einen gasgekühlten, graphitmoderierten Atomreaktor zu errichten, vom gleichen Typ wie jener in Nyŏngbyŏn bei Pjöngjang. Der Brennstoff für diese Art von Reaktor wird aus Natururan-Metall hergestellt. Die abgebrannten Brennstoffelemente eignen sich zur Plutoniumseparation. Und Plutonium ist, neben angereichertem Uran, ein Weg zur Atombombe.
Neues syrisches Regime erbt "Tonnen von Nuklearmaterial"
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) besuchte eine ihr bisher unbekannte Anlage bei Damaskus, wo Uranmetall gefunden wurde. Es bleibt in Syrien