@Afroasiatis
Deine linke Ader zeigt sich mal wieder. Statt ideologischer Trotzigkeit, könnten wir evtl. auch
objektive Fakten betrachten. Das angebliche Mischmasch aus denen die Griechen bestanden
haben sollen - wir sind ja alle gleich -, welche durch religiöse Zugehörigkeit ein nationales
Gefühl entwickelt haben - die griechische Sprache fiel dann wohl vom Himmel - ist eine
pikante Halbwahrheit, die dir gut in den Kram zu passen scheint.
Griechen bilden - trotz historischer Vermischungen mit anderen Völkern - durchaus eine
relativ geschlossene Population. Das kann dir auch jeder Anthropologe - von denen du traditionell
natürlich nicht viel hältst, da sie ja die Menschen unterteilen und nur Ungleichheit sähen -
bestätigen.
Ethnische Zugehörigkeit ist die fundamentalste aller Unterscheidungen bei Menschen, selbst wenn
wir uns stetig vermischen, da immer neue Populationen entstanden und entstehen. Sprachen
und Kulturen hatten alle ihren Ausgangspunkt in der relativen Isolation diverser Populationen,
ganz gleich wie sich sich seit dem entwickelt haben. Den Griechen dieses Erbe abzustreiten und
uns als Misch Masch zu bezeichnen ist eigentlich nur idealistisches Gerede.
Als Misch Masch bezeichnen uns anti-Hellenen, die uns diskreditieren wollen.
Ich sollte hier nicht weiter darüber schreiben, sondern in einem separaten Thread, aber mit so einem Post kann ich mich nicht halten

. Ideologisch verblendet sieht nicht diese, die wie ich die Griechen als Kulturnation sehen (Misch-Masch, in deinen Wörtern), sondern diese, die es als Rassen-Nation sehen, und sich Mühe geben, die genetische Kontinuität mit antiken Griechen zu beweisen. Diese Leute haben nichts mit der griechischen Tradition zu tun, mit denen sie gebrochen haben. Dagegen haben sie das germanische Konzept der genetischen Nation (das vor allem von Hitler propagiert wurde) als ihre Ideologie übernommen.
Die objektive Fakten sind: die Arvaniten, die Vlachen, die Karamanlides, die türkophone Pontier, die Slawischspachigen hat es alle gebeben. Kein Anthropologe wird mich davon überreden können, dass es sie nicht gab. Und so hart es für euch zu akzeptieren ist,
sie sind 100% griechisch. Wie Pangalos auch einmal gesagt hatte, arvanitisch zu sein, heißt griechisch zu sein. Genau so griechisch wie du und ich. Ethnische Zugehörigkeit ist sicher nicht die wichtigste aller Unterscheidungen bei Menschen. Gerade Nationen wie die Griechen, die Türken, die Araber, die Franzosen oder die Israelis sind der beste Beweis dafür.
Die griechische Sprache (in unterschiedlichen Dialekten), wird im Ostmittelraum kontinuierlich gesprochen und hatte einen gehobenen Status seit 3000 Jahren: in den hellenistischen Zeiten, in den römischen Zeiten, in den byzantinischen Zeiten und auch in den osmanischen Zeiten. Was hast du dazu zu sagen? Du willst mich ernsthaft davon überzeugen, dass die griechische Sprache nichts Besonderes ist, dass sie genau den selben historischen Gewicht wie albanisch und bulgarisch hat, und dass die hellenische Kultur wertlos ist?
Die Anti-Hellenen sind nicht diese, die uns als Kulturnation bezeichnen (nach deinem Verständnis: Misch-Masch, das ist schon bezeichnend

), sondern diese, die den Wert der griechischen Kultur ablehnen, und uns als eine bedeutungslose reinrassige Mini-Nation darstellen wollen.
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Was mich an solchen Diskussionen stört ist das man gerne ethnische Minderheiten wie die Karamanliden als Beispiel zählt aber gerne vergisst das der größte teil des heutigen Griechenlands mehrheitlich griechisch sprachig war.
Nur mehrheitlich.