Der Nobel zum Mitnehmen!
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Donald Trump nimmt einen Nobelpreis entgegen, den ihm niemand verliehen hat, und tut so, als sei damit etwas entschieden. Überreicht wird keine Auszeichnung, sondern ein Stück Symbolik, schwer gerahmt, goldfarben, groß genug für die Kamera. Er hält das Objekt fest, lächelt und schreibt sich Bedeutung zu, ohne dass es dafür einen Rahmen gibt außer dem aus Holz. Nicht vom Komitee, nicht von einer Institution, sondern aus privater Hand, ohne Auftrag, ohne Verfahren.
Dass die Überreichende selbst Friedensnobelpreisträgerin ist, macht es nicht besser, sondern schlimmer. Wer weiß, was dieser Preis bedeutet, weiß auch, dass er kein Geschenkartikel ist. Hier wird kein Zeichen gesetzt, hier wird Bedeutung verschoben. Aus politischem Anspruch wird Anbiederung, aus Anerkennung ein Souvenir. Trump nimmt es dankend an, weil es glänzt. Sie gibt es weiter, obwohl sie es nicht weitergeben kann. Am Ende bleibt ein Foto, das alles zeigt, was falsch läuft. Nicht groß, nicht würdevoll, sondern einfach daneben. Wir hatten erst überlegt, überhaupt darüber zu berichten, weil es einfach nur peinlich ist.