Historiker: Neuer Hass vor Sudetendeutschem Tag
Es hätte ein großes Fest der Versöhnung werden sollen: Doch 81 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wird vor dem Sudetendeutschen Tag in Brno in Tschechien neuer Hass geschürt, wie der Historiker Niklas Perzi konstatiert.
Der 70. Sudetendeutsche Tag, das alljährliche Pfingsttreffen der Nachkommen der 1945/46 aus der damaligen Tschechoslowakei vertriebenen Deutschen, findet am Sonntag erstmals in Tschechien statt. Die Einladung dazu erfolgte von der tschechischen Bürgerinitiative „Meeting Brno“. Erwartet wird auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder.
Die Vorbereitungen zum Sudetendeutschen Tag, „der schon lange keine Massenveranstaltung mit martialischen Aufmärschen und Reden mehr ist, liefen lange Zeit ohne große Beachtung der tschechischen Öffentlichkeit vor sich hin“, schrieb Niklas Perzi, Historiker und Mitherausgeber des österreichisch-tschechischen Geschichtsbuchs „Nachbarn“, in einem "Presse“-Gastkommentar.
Nationale Querfront
Zunächst protestierte laut Perzi nur eine „nationale Querfront aus Altkommunisten, dem ‚Grenzschützerverband‘ und den Nationalen Sozialisten (die ehemalige Beneš-Partei)“ dagegen. Fahrt nahm der Protest erst auf, als sich die am rechten Rand angesiedelte Regierungspartei Freiheit und Direkte Demokratie (SPD) des Tschecho-Japaners Tomio Okamura der Sache annahm.
Okamuras Partei erwirkte eine rechtlich unverbindliche Parlamentsresolution, die das Sudeten-Treffen ablehnte. Der tschechische Premier Andrej Babiš bezeichnete die Entscheidung, den Sudetendeutschen Tag in Brno (Brünn) zu veranstalten, als „keine glückliche Angelegenheit“.
Flut von KI-Bildern
In der letzten Aprilwoche fluteten KI-generierte Bilder von Massen an „Heil“ schreienden Deutschen mit ihrem „Führer“, Volksgruppen-Sprecher Bernd Posselt, die sozialen Medien und wurden millionenfach angeklickt, berichtete Perzi.
science.orf.at
Es hätte ein großes Fest der Versöhnung werden sollen: Doch 81 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wird vor dem Sudetendeutschen Tag in Brno in Tschechien neuer Hass geschürt, wie der Historiker Niklas Perzi konstatiert.
Der 70. Sudetendeutsche Tag, das alljährliche Pfingsttreffen der Nachkommen der 1945/46 aus der damaligen Tschechoslowakei vertriebenen Deutschen, findet am Sonntag erstmals in Tschechien statt. Die Einladung dazu erfolgte von der tschechischen Bürgerinitiative „Meeting Brno“. Erwartet wird auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder.
Die Vorbereitungen zum Sudetendeutschen Tag, „der schon lange keine Massenveranstaltung mit martialischen Aufmärschen und Reden mehr ist, liefen lange Zeit ohne große Beachtung der tschechischen Öffentlichkeit vor sich hin“, schrieb Niklas Perzi, Historiker und Mitherausgeber des österreichisch-tschechischen Geschichtsbuchs „Nachbarn“, in einem "Presse“-Gastkommentar.
Nationale Querfront
Zunächst protestierte laut Perzi nur eine „nationale Querfront aus Altkommunisten, dem ‚Grenzschützerverband‘ und den Nationalen Sozialisten (die ehemalige Beneš-Partei)“ dagegen. Fahrt nahm der Protest erst auf, als sich die am rechten Rand angesiedelte Regierungspartei Freiheit und Direkte Demokratie (SPD) des Tschecho-Japaners Tomio Okamura der Sache annahm.
Okamuras Partei erwirkte eine rechtlich unverbindliche Parlamentsresolution, die das Sudeten-Treffen ablehnte. Der tschechische Premier Andrej Babiš bezeichnete die Entscheidung, den Sudetendeutschen Tag in Brno (Brünn) zu veranstalten, als „keine glückliche Angelegenheit“.
Flut von KI-Bildern
In der letzten Aprilwoche fluteten KI-generierte Bilder von Massen an „Heil“ schreienden Deutschen mit ihrem „Führer“, Volksgruppen-Sprecher Bernd Posselt, die sozialen Medien und wurden millionenfach angeklickt, berichtete Perzi.
Historiker: Neuer Hass vor Sudetendeutschem Tag
Es hätte ein großes Fest der Versöhnung werden sollen: Doch 81 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wird vor dem Sudetendeutschen Tag in Brno in Tschechien neuer Hass geschürt, wie der Historiker Niklas Perzi konstatiert.