"Daddy" Donald Trump ist wütend: Kommen jetzt Sanktionen gegen Nato-Mitglieder?
Kaum jemand hat den Kriegsherrn im Weißen Haus bisher so gebauchpinselt wie Nato-Chef Mark Rutte. Trotzdem könnte Trump seinen Iran-Frust nun an der Allianz auslassen
Nach einem Tag voller Kritik – an der brüchigen Waffenruhe, der anhaltenden Blockade der Straße von Hormus, seiner extremen Rhetorik zur Auslöschung von 92 Millionen Iranern – griff Donald Trump zum Mobiltelefon. Gerade hatte er mit Nato-Chef Mark Rutte im Weißen Haus geschimpft, weil die Verbündeten sich auf seinen Befehl hin nicht am Iran-Krieg beteiligt hatten. Nun sollte die ganze Welt wissen, wie wütend der US-Oberbefehlshaber ist.
„Die Nato war nicht da, als wir sie brauchten, und sie wird auch nicht da sein, falls wir sie wieder brauchen sollten. Denkt an Grönland, dieses riesige, schlecht verwaltete Stück Eis!!!", schrieb der 79-Jährige in Versalien und spielte darauf an, dass die Europäer auch seinen Avancen auf die dänische Insel widerstanden hatten.
Laut Wall Street Journal könnte es nicht nur bei Tiraden bleiben: Die Zeitung berichtet von einer geplanten Bestrafung von Nato-Mitgliedern, gegen die Trump besonderen Groll hegt.
US-Truppen könnten demnach aus unliebsamen Ländern wie Spanien abgezogen und anderswo stationiert werden. Auch gegen Deutschland hegt das Weiße Haus Frust, nachdem etwa Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) den Feldzug am Golf kritisiert hatten. Nato-Generalsekretär Mark Rutte versuchte bei seinem Besuch in Washington derweil, Trumps schlimmste Drohung abzuwenden: den Nato-Austritt der USA.
Trump "eindeutig enttäuscht"
Im CNN-Interview räumte Rutte ein, Trump sei „eindeutig enttäuscht" gewesen , habe aber auch zugehört. "Die große Mehrheit der europäischen Nationen" habe den Iran-Krieg schließlich mit Überflugsrechten und Stützpunkten unterstützt.
Trotz Trumps Eskalation blieb Rutte seiner Strategie treu: zustimmen, loben, Kritik herunterspielen. Ja, der Krieg sei richtig gewesen. Ja, einige Nato-Mitglieder hätten sich falsch verhalten. Und Trumps Drohung, die gesamte iranische "Zivilisation" auszulöschen? "Ich möchte, dass Sie wissen: Ich unterstütze den Präsidenten."
www.derstandard.at
Kaum jemand hat den Kriegsherrn im Weißen Haus bisher so gebauchpinselt wie Nato-Chef Mark Rutte. Trotzdem könnte Trump seinen Iran-Frust nun an der Allianz auslassen
Nach einem Tag voller Kritik – an der brüchigen Waffenruhe, der anhaltenden Blockade der Straße von Hormus, seiner extremen Rhetorik zur Auslöschung von 92 Millionen Iranern – griff Donald Trump zum Mobiltelefon. Gerade hatte er mit Nato-Chef Mark Rutte im Weißen Haus geschimpft, weil die Verbündeten sich auf seinen Befehl hin nicht am Iran-Krieg beteiligt hatten. Nun sollte die ganze Welt wissen, wie wütend der US-Oberbefehlshaber ist.
„Die Nato war nicht da, als wir sie brauchten, und sie wird auch nicht da sein, falls wir sie wieder brauchen sollten. Denkt an Grönland, dieses riesige, schlecht verwaltete Stück Eis!!!", schrieb der 79-Jährige in Versalien und spielte darauf an, dass die Europäer auch seinen Avancen auf die dänische Insel widerstanden hatten.
Laut Wall Street Journal könnte es nicht nur bei Tiraden bleiben: Die Zeitung berichtet von einer geplanten Bestrafung von Nato-Mitgliedern, gegen die Trump besonderen Groll hegt.
US-Truppen könnten demnach aus unliebsamen Ländern wie Spanien abgezogen und anderswo stationiert werden. Auch gegen Deutschland hegt das Weiße Haus Frust, nachdem etwa Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) den Feldzug am Golf kritisiert hatten. Nato-Generalsekretär Mark Rutte versuchte bei seinem Besuch in Washington derweil, Trumps schlimmste Drohung abzuwenden: den Nato-Austritt der USA.
Trump "eindeutig enttäuscht"
Im CNN-Interview räumte Rutte ein, Trump sei „eindeutig enttäuscht" gewesen , habe aber auch zugehört. "Die große Mehrheit der europäischen Nationen" habe den Iran-Krieg schließlich mit Überflugsrechten und Stützpunkten unterstützt.
Trotz Trumps Eskalation blieb Rutte seiner Strategie treu: zustimmen, loben, Kritik herunterspielen. Ja, der Krieg sei richtig gewesen. Ja, einige Nato-Mitglieder hätten sich falsch verhalten. Und Trumps Drohung, die gesamte iranische "Zivilisation" auszulöschen? "Ich möchte, dass Sie wissen: Ich unterstütze den Präsidenten."
"Daddy" Donald Trump ist wütend: Kommen jetzt Sanktionen gegen Nato-Mitglieder?
Kaum jemand hat den Kriegsherrn im Weißen Haus bisher so gebauchpinselt wie Nato-Chef Mark Rutte. Trotzdem könnte Trump seinen Iran-Frust nun an der Allianz auslassen