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US-News

Unsere Recherche zeigt: Ein Mann, der alles hatte – und plötzlich zur Waffe griff: Der Fall Cole Allen und sein Manifest
Cole Tomas Allen war für die Behörden unsichtbar. Kein Eintrag, kein Hinweis, keine Vorwarnung. Selbst im weit verzweigten Apparat der Terrorabwehr tauchte sein Name nie auf. Und doch steht dieser 31-Jährige plötzlich im Zentrum eines Angriffs auf eines der sensibelsten politischen Ereignisse der Vereinigten Staaten. Der Versuch, in das White House Correspondents’ Dinner im Washington Hilton einzudringen, hat nicht nur Fragen zur Sicherheit aufgeworfen, sondern auch zu einem Mann, der bis zu diesem Moment als vollkommen unauffällig galt.

Was danach sichtbar wurde, ist kein Bild eines klassischen Außenseiters. Allen studierte am California Institute of Technology, einer der renommiertesten technischen Hochschulen der Welt, und machte dort 2017 seinen Abschluss in Maschinenbau. Er ging anschließend zu IJK Controls LLC in Südkalifornien, wo er nicht nur an hochpräziser Hardware arbeitete, sondern bestehende Systeme konkret umbaute. Zwei-Achsen-Gimbals wurden von ihm neu konstruiert, Bauteile in SolidWorks überarbeitet, durch interne und externe Designprüfungen gebracht und anschließend in Fertigung gegeben, abgestimmt mit Zulieferern, innerhalb enger Toleranzen und Budgets.

Parallel dazu entwickelte er die Software, die diese Systeme überhaupt nutzbar macht. Android-basierte Benutzeroberflächen für komplexe Vier-Achsen-Systeme wurden von ihm neu aufgebaut, erweitert, dokumentiert und von alten Fehlern bereinigt. Gleichzeitig betreute er webbasierte Oberflächen für Laser-Kommunikationssysteme, programmiert mit Javascript, HTML, CSS, Python und Flask, stabilisierte bestehende Anwendungen und setzte offene Anforderungen um, bis sie im laufenden Betrieb funktionierten.

 
Die kranken Staaten von Amerika
Die Amerikaner leben kürzer, sind inaktiver und ernähren sich schlechter als die Europäer. Dabei geben sie mehr Geld für ihre Gesundheit aus als jedes andere Land. Mit umstrittenen Vorgaben will Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Junior die USA nun wieder gesünder machen.

Mit etwas Glück wirft einem die Rezeptionistin ein schnelles „How are you?“ entgegen, ehe jeder Arztbesuch in den USA in der alles entscheidenden Frage gipfelt: „Welche Versicherung haben Sie?“. An Auswahl mangelt es dabei nicht, mehr als 900 private Anbieter tummeln sich am Markt, neben den staatlich finanzierten Programmen Medicare für die Älteren und Medicaid für die Bedürftigen. Es ist ein System, das eine riesige Auswahl bietet, aber gleichzeitig äußerst komplex und kaum zu durchschauen ist. Vor allem aber ist es teuer, sehr teuer – und es funktioniert trotzdem nicht so, wie es sollte.

Trotzig könnte man anmerken, dass das US-Gesundheitssystem in einem tief gespaltenen Land zumindest in einem Punkt für Einigkeit zwischen den politischen Lagern sorgt. So gut wie niemand, egal welcher Partei oder welcher Herkunft, würde der Aussage widersprechen, dass die Versorgung in den Vereinigten Staaten katastrophal ist. Das lässt sich am Besten anhand von zwei Datensätzen zusammenfassen. Die US-Amerikaner geben mehr für ihre Gesundheit aus als jedes andere Land der Welt. Trotzdem leben sie deutlich kürzer als die Einwohner in jedem anderen entwickelten Land der Welt.

 
Ein König im Weißen Haus
Charles auf heikler Mission bei Trump
Am Montag beginnt ein mehrtägiger Besuch des britischen Königs Charles III. bei US-Präsident Donald Trump. Das erzeugt nicht nur Schlagzeilen für die Regenbogenpresse, es ist auch aus diplomatischer Sicht eine heikle Visite. Nach den diversen transatlantischen Verwerfungen der jüngsten Zeit und der Verwicklung des Königshauses in den Epstein-Skandal lautet Charles’ Mission hauptsächlich, das zerschlagene Porzellan zu kitten.

„Sehr erleichtert“ äußerte sich Charles am Sonntag darüber, dass Trump bei dem Schussvorfall im Washington tags zuvor unverletzt blieb. Der Besuch hätte wohl gekippt werden können, doch hielt man daran fest. Bis Donnerstag sollen Charles und Königin Camilla zum Staatsbesuch in den USA weilen, die Sicherheitsmaßnahmen dürften sich noch einmal erhöht haben.

Die königliche Visite fällt in die Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der US-Unabhängigkeit. In Washington stehen zunächst Treffen mit Trump und First Lady Melania auf dem Programm, am Dienstag ein Staatsbankett im Weißen Haus. Charles soll zudem der zweite britische Monarch sein, der vor dem US-Kongress spricht – nach seiner Mutter Queen Elizabeth II. 1991.

Auch in New York werden Charles und Camilla erwartet, dort sollen sie die Gedenkstätte des 11. September besuchen. Die Metropole wird heuer den 25. Jahrestag der Anschläge begehen. Die letzte Station wird Virginia sein, wo die Royals unter anderem einen Nationalpark besuchen, bevor sie weiter nach Bermuda reisen. Ein Treffen mit Charles’ jüngerem Sohn Harry, der in den USA lebt, ist nicht vorgesehen.

 
Sekunden entscheiden – Warum der Angriff im Hilton nicht eskalierte
Cole Allen rennt, durchbricht eine Kontrolle, kommt weiter als gedacht und wird doch gestoppt, bevor er den Saal erreicht. Genau das ist der Punkt, auf den sich jetzt alles konzentriert. Donald Trump sitzt mit Hunderten Gästen im Ballsaal, als draußen Sekunden entscheiden. Der Angreifer schafft es nur wenige Meter in den gesicherten Bereich, dann greifen bewaffnete Kräfte ein und beenden die Situation, bevor sie kippt. Im Nachhinein wirkt vieles knapp. Der Täter hatte Waffen im Hotel, offenbar schon am Vortag eingecheckt, ohne aufzufallen. Für ihn ein Beweis, dass er Lücken gesehen hat. Für die Sicherheitskräfte zählt etwas anderes. Mehrere Ebenen greifen ineinander, sichtbar und unsichtbar, von der ersten Kontrolle bis zu Teams im Saal, die im Ernstfall sofort reagieren.

Die entscheidende Linie verläuft nicht am Eingang des Gebäudes, sondern davor, dahinter und mittendrin gleichzeitig. Metalldetektoren markieren nur den Anfang. Dahinter stehen Beamte, die jeden stoppen, der dort nichts zu suchen hat. Im Saal selbst sind Kräfte positioniert, teils offen, teils getarnt, bereit für den Moment, der jetzt eingetreten ist. Als die Schüsse fallen, entsteht Chaos, aber kein Kontrollverlust. Der Vizepräsident JD Vance wird zuerst aus dem Gefahrenbereich gebracht, der Präsident wenige Sekunden später. Gemäß Sicherheitsprotokoll so vorgesehen, aufgrund der Plätze, nicht um Verschwörungstheorien zu schüren. Zehn Sekunden, die sich im Raum wie eine Ewigkeit anfühlen, in der Realität aber genau das Zeitfenster sind, in dem Entscheidungen fallen müssen.

Kritik kommt trotzdem sofort. Warum kam der Mann so weit, warum wurde der Radius nicht größer gezogen, warum findet die erste Konfrontation im Gebäude statt. Die Antwort aus dem Sicherheitsapparat fällt nüchtern aus. Ein größerer Radius kann Kräfte binden, die im entscheidenden Moment an anderer Stelle fehlen. Es geht nicht um mehr Fläche, sondern um schnellere Reaktion. Das Hotel selbst bleibt ein Problem. Offen zugänglich, ständig Bewegung, Hunderte Zimmer, unzählige Wege. Genau diese Mischung macht die Absicherung komplex, besonders bei einem Termin, bei dem große Teile der politischen Führung gleichzeitig an einem Ort sind.
 
US-Militär tötet wieder mutmaßliche Drogenschmuggler auf See
Das US-Militär hat erneut ein mutmaßliches Drogenschmugglerboot im östlichen Pazifik angegriffen. Dabei wurden drei Männer getötet.

Sie seien nach Erkenntnissen der Geheimdienste auf einer bekannten Drogenhandelsroute unterwegs gewesen und hätten sich am Schmuggeln von Drogen beteiligt, erklärte das für die Region zuständige US-Regionalkommando Southcom heute in einer Mitteilung auf der Plattform X. Ob die Angaben stimmen, ist nicht bekannt.

 
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