Erinnerung ist unser Widerstand – wenn eine Behörde das Gesetz bricht, kehrt die alte Dunkelheit zurück
Es gibt Vorgänge, bei denen man einen Moment innehalten muss, um zu begreifen, was gerade tatsächlich geschieht. In New York haben Bundesagenten der Einwanderungsbehörde ICE in der vergangenen Woche drei Männer festgenommen. Nicht auf der Straße, nicht an der Grenze, sondern in den Fluren jener Gerichte, an denen sie erschienen waren, weil das Gesetz genau das von ihnen verlangte. Am Donnerstag wurde ein Mann aus Ecuador im Gebäude 26 Federal Plaza festgenommen, ein weiterer aus der Dominikanischen Republik am 290 Broadway. Am Montag folgte ein dritter Mann, ursprünglich aus Guatemala, ebenfalls am 290 Broadway. Alle drei Männer erschienen zu jenen Anhörungen, zu denen sie geladen worden waren. Sie taten das, was der Rechtsstaat von ihnen verlangte. Und genau dort, im Gericht, wurden sie ergriffen.
Das Ungeheuerliche an diesem Vorgang ist nicht allein die Verhaftung selbst. Das Ungeheuerliche ist, dass ICE mit diesen Festnahmen offenbar gegen die klare Anordnung eines Bundesrichters verstößt. Am 18. Mai hatte Richter Kevin Castel entschieden, dass Festnahmen an Einwanderungsgerichten in Manhattan bis auf eine kleine Zahl klar umrissener Ausnahmen unzulässig sind. Die Behörde muss zur Politik aus dem Jahr 2021 zurückkehren, die Festnahmen in Gerichtsgebäuden nur mit vorheriger Genehmigung erlaubte, und auch nur in eng definierten Fällen wie einer unmittelbaren Bedrohung der nationalen Sicherheit oder der öffentlichen Ordnung, verbunden mit einer direkten Verfolgung eines Verdächtigen, oder dann, wenn die Festnahme an keinem anderen Ort möglich wäre. Am 23. Juni erging eine ähnliche Anordnung eines Bundesgerichts in Kalifornien, die landesweit gilt. Zwei richterliche Entscheidungen also, die jeder Behörde eines Rechtsstaates die Grenze zeigen, in der sie zu handeln hat.
kaizen-blog.org
Es gibt Vorgänge, bei denen man einen Moment innehalten muss, um zu begreifen, was gerade tatsächlich geschieht. In New York haben Bundesagenten der Einwanderungsbehörde ICE in der vergangenen Woche drei Männer festgenommen. Nicht auf der Straße, nicht an der Grenze, sondern in den Fluren jener Gerichte, an denen sie erschienen waren, weil das Gesetz genau das von ihnen verlangte. Am Donnerstag wurde ein Mann aus Ecuador im Gebäude 26 Federal Plaza festgenommen, ein weiterer aus der Dominikanischen Republik am 290 Broadway. Am Montag folgte ein dritter Mann, ursprünglich aus Guatemala, ebenfalls am 290 Broadway. Alle drei Männer erschienen zu jenen Anhörungen, zu denen sie geladen worden waren. Sie taten das, was der Rechtsstaat von ihnen verlangte. Und genau dort, im Gericht, wurden sie ergriffen.
Das Ungeheuerliche an diesem Vorgang ist nicht allein die Verhaftung selbst. Das Ungeheuerliche ist, dass ICE mit diesen Festnahmen offenbar gegen die klare Anordnung eines Bundesrichters verstößt. Am 18. Mai hatte Richter Kevin Castel entschieden, dass Festnahmen an Einwanderungsgerichten in Manhattan bis auf eine kleine Zahl klar umrissener Ausnahmen unzulässig sind. Die Behörde muss zur Politik aus dem Jahr 2021 zurückkehren, die Festnahmen in Gerichtsgebäuden nur mit vorheriger Genehmigung erlaubte, und auch nur in eng definierten Fällen wie einer unmittelbaren Bedrohung der nationalen Sicherheit oder der öffentlichen Ordnung, verbunden mit einer direkten Verfolgung eines Verdächtigen, oder dann, wenn die Festnahme an keinem anderen Ort möglich wäre. Am 23. Juni erging eine ähnliche Anordnung eines Bundesgerichts in Kalifornien, die landesweit gilt. Zwei richterliche Entscheidungen also, die jeder Behörde eines Rechtsstaates die Grenze zeigen, in der sie zu handeln hat.
Erinnerung ist unser Widerstand - wenn eine Behörde das Gesetz bricht, kehrt die alte Dunkelheit zurück
Es gibt Vorgänge, bei denen man einen Moment innehalten muss, um zu begreifen, was gerade tatsächlich geschieht. In New York haben Bundesagenten der Einwanderungsbehörde ICE in der vergangenen Woche drei Männer festgenommen. Nicht auf der Straße, nicht an der Grenze, sondern in den Fluren jener...