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US-News

USA lockern Spritsparvorgaben für Autos deutlich
Die US-Regierung will die Spritsparvorgaben für Autos und Lastwagen bis 2031 deutlich lockern und macht damit eine wichtige Klimaschutzinitiative der Vorgängerregierung rückgängig. Das US-Verkehrsministerium werde die neuen Regeln morgen endgültig festlegen, teilten Regierungsvertreter mit.

Präsident Donald Trump sagte, er habe die neuen Vorgaben genehmigt, die den Preis für Neufahrzeuge senken würden. Verkehrsminister Sean Duffy sprach von einem „großen Sieg für die amerikanischen Autoarbeiter“.

 
Demokraten bereiten Untersuchungswelle gegen Trump vor - selbst ein neues Amtsenthebungsverfahren bleibt möglich
Sollten die Demokraten im November das Repräsentantenhaus zurückerobern, wollen sie Trumps Regierung mit Vorladungen, Anhörungen und umfangreichen Untersuchungen unter Druck setzen. Im Blick stehen Geschäfte der Trump-Familie, ICE-Einsätze, der Umgang mit Jeffrey Epstein, der Iran-Krieg und Trumps private Großprojekte wie der neue Ballsaal am Weißen Haus. Hakeem Jeffries schließt weder ein weiteres Amtsenthebungsverfahren gegen Trump noch Verfahren gegen Kabinettsmitglieder aus.
Besonders Verteidigungsminister Pete Hegseth steht bereits wegen seiner Führung des Pentagons und des Iran-Krieges unter Druck. Jamie Raskin spricht von gewaltigen Korruptionsfragen, Robert Garcia hat 5 Untersuchungsschwerpunkte vorbereitet. Die Botschaft der Demokraten ist klar: Gewinnen sie die Mehrheit, soll der Kongress seine Kontrollmacht wieder voll gegen das Weiße Haus einsetzen.
 
Ein Rennpferd namens Hitler, getarnt als Klimt
Am letzten Montag gewann auf der Rennbahn Horseshoe Indianapolis ein 2-jähriger Hengst sein erstes Rennen. Auf dem Programmzettel stand Austrian Painter, österreichischer Maler, ein Name nach Wien und Staffelei. Im Internet trägt er seit Langem eine zweite Bedeutung, und die führt weit weg von der Kunst.

Der Ausdruck spielt auf Hitlers gescheiterte Laufbahn vor der Leinwand an. Online dient er dazu, über ihn zu reden, ohne den Namen zu tippen, meist um die Filter der Moderation zu umgehen. Algosprache heißt der Trick. Aus demselben Fundus stammen unalive für das Töten und pew pew für die Schusswaffe. Zwei Tage nach dem Sieg bestätigte Shannon Luce, Kommunikationsverantwortliche des Jockey Club, das offizielle Vollblutregister untersuche den Namen. Eine förmliche Beschwerde sei eingegangen.

 
Zwei FBI-Terrorfahnder stellen Rechtsfragen – kurz darauf werden sie degradiert
Zwei erfahrene FBI-Führungskräfte aus der Terrorismusbekämpfung sind in Washington von ihren Funktionen abgezogen und herabgestuft worden. Michael Burgwald leitete den Bereich Terrorismusabwehr im Washingtoner FBI-Büro, Courtland Rae war sein Stellvertreter. Beide wurden ins Hauptquartier zurückversetzt. Der Anlass, über den nun mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen berichten, liegt ausgerechnet in einer Untersuchung zu belästigenden Telefonanrufen gegen Katie Miller, die Ehefrau von Stephen Miller, dem stellvertretenden Stabschef des Weißen Hauses. Katie Miller arbeitet selbst als konservative Podcasterin.

Burgwald und Rae besitzen jahrzehntelange Erfahrung in der nationalen Sicherheit. Burgwald absolvierte West Point und erhielt 2016 eine Auszeichnung für seine Arbeit in einem Terrorismusverfahren. Rae arbeitete am Fall des Anschlags auf den Boston-Marathon. Beide waren außerdem an den Ermittlungen zum Angriff auf das Kapitol vom 6. Januar 2021 beteiligt. Gerade diese beiden Männer sollen nun aus ihren Führungspositionen entfernt worden sein, nachdem sie Zweifel daran äußerten, ob der angeforderte Auftrag überhaupt in den Bereich der Terrorismusabwehr gehöre. Nach Angaben mehrerer früherer und aktueller FBI-Angehöriger war die Bitte ungewöhnlich. Der Washingtoner Bereich für Terrorismusbekämpfung sollte eine Gefährdungsbewertung zu einer Person erstellen, die Katie Miller telefonisch belästigt haben soll. Ein früherer FBI-Mitarbeiter, der über den Vorgang informiert worden sei, habe erklärt, belästigende Anrufe lägen nicht einmal in der Nähe eines Terrorismusfalls, solange nicht tatsächlich ein Terrorist am Telefon sitze. Innerhalb der Behörde sei der Auftrag entsprechend auf Ablehnung gestoßen.

 
Trump streicht 810 Millionen Dollar am Kongress vorbei – 5 Tage vor Ablauf der Frist
Donald Trump will 810 Millionen Dollar bereits bewilligter Bundesmittel streichen. Der Kongress hatte das Geld beschlossen, doch die Regierung legte den Antrag erst am Freitag vor, 5 Tage vor dem Ende des Haushaltsjahres am 30. September. Genau diese Uhr entscheidet über den Vorgang. Das Gesetz sieht für solche Streichungsanträge eigentlich 45 Tage parlamentarischer Beratung vor. Diese Zeit existiert hier praktisch nicht mehr. Läuft das Haushaltsjahr ab, bevor das Geld ausgegeben werden kann, ist es weg. Die Regierung beruft sich auf das Haushaltskontrollgesetz von 1974. Dieses Gesetz entstand nach Richard Nixons Versuchen, vom Kongress bewilligte Ausgaben eigenmächtig zurückzuhalten. Es sollte genau diese Freiheit des Präsidenten begrenzen. Nun benutzt das Weiße Haus dieselbe Regelung für einen Vorgang, den selbst die überparteiliche Kontrollbehörde des Kongresses für rechtswidrig hält. Nach ihrer Auffassung darf ein Präsident die gesetzlich festgelegte Verfügbarkeit von Geldern nicht durch geschicktes Warten verkürzen. Sonst könnte die Exekutive faktisch ändern, was der Kongress beschlossen hat.

Die größten Einschnitte treffen Programme für Flüchtlinge und unbegleitete Minderjährige. 567 Millionen Dollar sollen dort entfallen. Weitere Kürzungen betreffen gemeinnützige Hilfen für Migranten, darunter psychologische und soziale Betreuung. Knapp 25 Millionen Dollar für besondere Bildungsprogramme für Kinder aus Migrantenfamilien stehen ebenfalls auf der Liste. Hinzu kommen Mittel für Wohnberatung, 15 Millionen Dollar für eine Stelle des Justizministeriums zur Verringerung rassistischer Spannungen sowie 10 Millionen Dollar für eine Behörde, die Unternehmer aus Minderheiten unterstützt. Die Regierung nennt diese Ausgaben verschwenderisch und schädlich und begründet einen Teil der Kürzungen ausdrücklich damit, keine Steuergelder mehr für Nichtbürger einsetzen zu wollen.

Widerspruch kommt inzwischen aus beiden Parteien. Die republikanische Vorsitzende des Haushaltsausschusses im Senat, Susan Collins, nennt das Vorgehen rechtswidrig und wirft der Haushaltsbehörde vor, Mittel monatelang zurückgehalten zu haben, um sie kurz vor Fristende verfallen zu lassen. Die Demokratin Patty Murray spricht von Diebstahl am amerikanischen Volk und erinnert daran, dass viele dieser Ausgaben mit Stimmen beider Parteien beschlossen und anschließend Gesetz wurden.

Trump hat diese Methode bereits 2025 eingesetzt. Damals sollten 4,9 Milliarden Dollar an Auslandshilfe verschwinden, darunter 3,2 Milliarden Dollar für die amerikanische Entwicklungsbehörde. Der Supreme Court erlaubte seinerzeit vorläufig, Milliarden zurückzuhalten, entschied jedoch nicht grundsätzlich, ob solche Streichungen in letzter Minute rechtmäßig sind. Genau dieser Streit ist deshalb wieder offen. Der Kongress beschließt Geld. Der Präsident wartet. Dann läuft die Uhr ab. Und aus einer Haushaltsentscheidung des Parlaments wird eine Entscheidung darüber, ob dessen Beschluss überhaupt noch etwas zählt.
 
Trump teilt Angriffe auf Salazar – 9 Tage nachdem sie seinen Abschiebekurs öffentlich kritisiert hat
Donald Trump hat am Samstag mehr als ein Dutzend Beiträge weiterverbreitet, in denen die republikanische Abgeordnete María Elvira Salazar aus Florida angegriffen wird. Einer forderte Trump auf, seine Unterstützung für sie zurückzuziehen, ein anderer verlangte einen „neuen Republikaner“ für ihren Sitz. Salazar steht im November zur Wiederwahl. Vor 9 Tagen hatte sie einen Werbespot veröffentlicht, in dem sie Trumps Einwanderungspolitik ungewöhnlich offen kritisierte. Die Maßnahmen seien „zu weit gegangen“, viele seiner hispanischen Wähler fühlten sich „verraten“. Einen Tag später sagte Trump im Oval Office, Salazar sei bei der Grenze „ein wenig weich geworden“. Er verstehe ihre Haltung allerdings. Kurz darauf telefonierten beide miteinander. Salazar bezeichnete das Gespräch anschließend als hervorragend, Trump sei höflich und aufgeschlossen gewesen. Sie habe ihn erneut aufgefordert, seinen Kurs bei der Einwanderung zu überdenken.

Nun verbreitet der Präsident öffentlich Beiträge gegen eine Abgeordnete der eigenen Partei, die ihn in weiten Teilen unterstützt. Der frühere republikanische Kongressabgeordnete Carlos Curbelo aus Südflorida reagierte deutlich. Trump verlange absolute Loyalität von einer Politikerin, die ihn stark unterstützt habe und gerade um ihren Sitz kämpfe. Salazar stehe nach seiner Einschätzung in rund 90 Prozent der Fragen an Trumps Seite. Trotzdem scheine der Präsident eher in Kauf zu nehmen, dass die Demokraten den Wahlkreis gewinnen könnten, als eine Abweichung zu akzeptieren.

Der Streit fällt in eine Phase, in der sich weitere Republikaner vor den Zwischenwahlen vorsichtig von Trump entfernen. Salazars Wahlkreis wird inzwischen enger eingeschätzt als zuvor. Auch Byron Donalds, republikanischer Kandidat für das Gouverneursamt in Florida, hatte Trumps Unterstützung auf seiner Wahlkampfseite zuletzt weniger auffällig platziert. Trump reagierte darauf ebenfalls öffentlich und erklärte am Samstag, bereits Wahlkampfveranstaltungen für Donalds geplant zu haben. Bei Salazar reicht der Konflikt tiefer: Sie widersprach ihm ausgerechnet bei der Einwanderungspolitik, einem seiner wichtigsten politischen Themen. neun Tage später liefert Trump seinen eigenen Anhängern die Kritik an ihr frei Haus.
 
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