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US-News

„Absolut beschissen“: Stimmung im Weißen Haus auf Tiefpunkt
Nach der Zwischenwahl-Niederlage gerät US-Präsident Trump parteiintern unter Druck. Republikaner fordern einen Kurswechsel und mehr Disziplin.
Nach der schweren Niederlage der Republikaner bei den US-Zwischenwahlen ist Präsident Donald Trump am Mittwoch unter Druck aus den eigenen Reihen geraten. Republikanische Verbündete und Strategen forderten ihn auf, seinen Kurs zu ändern, nachdem die Demokraten die Kontrolle über den Kongress errungen hatten und von ihm unterstützte Kandidaten bei wichtigen Wahlen verloren hatten. Auch Vizepräsident JD Vance ging offen auf Distanz zu Trump.

Die Spitzenvertreter der Republikaner verlangten einen personellen Umbau im Weißen Haus, mehr Disziplin und ein Ende von umstrittenen politischen Maßnahmen wie dem Iran-Krieg und den Zöllen.

DeSantis spricht von politischem Meteoriteneinschlag
Der scheidende Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, bezeichnete die Wahlniederlage als nahezu existenzbedrohend. Bei einem Auftritt am Mittwoch sprach er von einem politischen Meteoriteneinschlag. „Das war eine Zurückweisung der Republikaner in Washington“, betonte er. Das Wahlergebnis könnte die Partei nachhaltig schwächen. Es könne viele Jahre dauern, bis die Partei wieder sowohl das Weiße Haus als auch beide Kammern im Parlament kontrolliere. So sei es unwahrscheinlich, dass die Republikaner bei der Wahl 2028 die Mehrheit im Senat zurückerobern. Auch im Repräsentantenhaus sei das unwahrscheinlich.

 
DeSantis widerspricht Trump bei Deutung von Niederlage
Nach der verheerenden Niederlage der Republikaner bei den Midterms hat Floridas scheidender Gouverneur Ron DeSantis von nahezu existenzbedrohenden Folgen für seine Partei gesprochen.

Die Niederlage komme einem politischen Meteoriteneinschlag gleich. „Das war eine Zurückweisung der Republikaner in Washington“, sagte er bei einem Auftritt in Florida. Die Demokraten seien lediglich die Nutznießer gewesen.

Damit setzte sich der Republikaner von US-Präsident Donald Trump ab, der für die Wahlniederlage unter anderem die republikanischen Kandidaten verantwortlich gemacht hatte.

DeSantis: Partei noch Jahre geschwächt
Der Gouverneur warnte, die Niederlage könne die Partei noch über Jahre hinweg schwächen. Selbst bei der nächsten Präsidentschaftswahl 2028, bei der auch das Parlament neu gewählt wird, rechne er nicht damit, dass die Republikaner die Mehrheit im Senat zurückerobern könnten.

 
US-Midterms: Was der blaue Tsunami für Wirtschaft und Börse bedeutet
Die Zwischenwahlen haben in den USA zu einem politischen Patt geführt. Grundlegende Kurswechsel werden unwahrscheinlicher, die Finanzmärkte wissen erhöhte Planungssicherheit zu schätzen

Klarer hätte der Ausgang der US-Zwischenwahlen kaum ausfallen können. Aber was bedeutet die Absage der Bevölkerung an die Politik der regierenden Republikaner unter Präsident Donald Trump für die Wirtschaft und die Börse? Schließlich wurde der Sieg des 80-Jährigen bei den Präsidentschaftswahlen vor zwei Jahren noch von vielen Finanzakteuren der Wall Street begrüßt, man erwartete sich hohes Wachstum und wenig Regulierung. Allerdings hat vor allem die hohe Inflation den Republikanern einen Strich durch die wirtschaftspolitische Rechnung gemacht, auch der vermehrte Bau von Rechenzentren sorgte bei vielen für Unmut. Wie werden die Finanzmärkte diesmal auf den demokratischen Wahlsieg reagieren?

Wenn US-Präsidenten die Zwischenwahlen verlieren und – wie diesmal Trump – beide Kongresskammern an die Opposition verlieren, gelten sie als "lame duck", also lahme Ente. Er kann nicht mehr durchregieren wie zuvor, als die Republikaner in beiden Kammern die Mehrheit hatten. Mit dem Verlust dieser Mehrheiten werden Trumps Machtbefugnisse in Finanzfragen, aber auch bei der Besetzung wichtiger Ämter deutlich eingeschränkt. Oder anders ausgedrückt: Durch die gegenseitigen Blockademöglichkeiten wird es weniger wahrscheinlich, dass weitreichende wirtschaftliche Kurswechsel oder personelle Neubesetzungen umgesetzt werden. Kurzum, die Planungssicherheit für die US-Unternehmen nimmt dadurch zu.

 
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