Schiptar
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Do | 05.07.2007
Zagreb will Geld für Militäreigentum
Kroatien hat Serbien aufgefordert, ihm seinen Anteil am einstigen jugoslawischen Militäreigentum auszuzahlen. Dieser soll nach Meinung kroatischer Militärexperten rund zehn Milliarden Dollar (7,34 Mrd. Euro) betragen.
Der Gesamtwert des Militäreigentums des im Jahre 1991 zerfallenen Staates wird in Zagreb nämlich auf 70 Milliarden Dollar geschätzt.
Belgrad lehnt neue Gespräche ab
Belgrad wies die Forderungen zurück, berichtet die Belgrader Tageszeitung "Blic". Die kroatischen Ersatzforderungen hätten keinen Sinn und seien nicht real, meinte der stellvertretende Leiter der serbischen Behörde für das Staatseigentum, Srboljub Panić.
Er verwies auf den zwischen den früheren jugoslawischen Teilrepubliken geschlossenen Sukzessionsvertrag, weswegen es keine keinen neuen Parallelgespräche geben könne.
Vertrag aus 2001 regelt Aufteilung
Die fünf Nachfolgestaaten des früheren Jugoslawien - die Bundesrepublik Jugoslawien (Serbien und Montenegro), Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Slowenien und Mazedonien - hatten im Juni 2001 in Wien einen Vertrag über die Aufteilung des Vermögens des einstigen gemeinsamen Staates unterzeichnet. Dieser regelt die Aufteilung des beweglichen und unbeweglichen Eigentums, die diplomatischen Vertretungen und die Finanzen Jugoslawiens.
Internationale Klage Bosniens war erfolglos
Die kroatische Forderung wird in Belgrad nun mit einer Schadensersatzklage Zagrebs gegen Serbien vor dem Internationalen Gerichtshof in Verbindung gebracht.
Nach einem Freispruch für Serbien in einer ähnlichen Klage Bosniens im Februar dieses Jahres gibt es Panić zufolge "Anzeichen", dass Kroatien auf seine Klage verzichten möchte.
Man wolle nun die Angelegenheit des Kriegsschadensersatzes auf andere Weise lösen, meinte der serbische Regierungsfunktionär gegenüber der Belgrader Tageszeitung.
Quelle: ORF
Zagreb will Geld für Militäreigentum
Kroatien hat Serbien aufgefordert, ihm seinen Anteil am einstigen jugoslawischen Militäreigentum auszuzahlen. Dieser soll nach Meinung kroatischer Militärexperten rund zehn Milliarden Dollar (7,34 Mrd. Euro) betragen.
Der Gesamtwert des Militäreigentums des im Jahre 1991 zerfallenen Staates wird in Zagreb nämlich auf 70 Milliarden Dollar geschätzt.
Belgrad lehnt neue Gespräche ab
Belgrad wies die Forderungen zurück, berichtet die Belgrader Tageszeitung "Blic". Die kroatischen Ersatzforderungen hätten keinen Sinn und seien nicht real, meinte der stellvertretende Leiter der serbischen Behörde für das Staatseigentum, Srboljub Panić.
Er verwies auf den zwischen den früheren jugoslawischen Teilrepubliken geschlossenen Sukzessionsvertrag, weswegen es keine keinen neuen Parallelgespräche geben könne.
Vertrag aus 2001 regelt Aufteilung
Die fünf Nachfolgestaaten des früheren Jugoslawien - die Bundesrepublik Jugoslawien (Serbien und Montenegro), Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Slowenien und Mazedonien - hatten im Juni 2001 in Wien einen Vertrag über die Aufteilung des Vermögens des einstigen gemeinsamen Staates unterzeichnet. Dieser regelt die Aufteilung des beweglichen und unbeweglichen Eigentums, die diplomatischen Vertretungen und die Finanzen Jugoslawiens.
Internationale Klage Bosniens war erfolglos
Die kroatische Forderung wird in Belgrad nun mit einer Schadensersatzklage Zagrebs gegen Serbien vor dem Internationalen Gerichtshof in Verbindung gebracht.
Nach einem Freispruch für Serbien in einer ähnlichen Klage Bosniens im Februar dieses Jahres gibt es Panić zufolge "Anzeichen", dass Kroatien auf seine Klage verzichten möchte.
Man wolle nun die Angelegenheit des Kriegsschadensersatzes auf andere Weise lösen, meinte der serbische Regierungsfunktionär gegenüber der Belgrader Tageszeitung.
Quelle: ORF
