Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Warum fällt es Völkern / Religionen so schwer, eigene Verbrechen zuzugeben? Sollten sie diese überhaupt zugeben?

Habe im Laufe meines Lebens gemerkt, dass Menschen in der Regel die Verbrechen der eigenen Gruppe (Volk / Religion / Partei) ungern zugeben wollen.
Und wenn, dann werden diese kleingeredet. Oder man schiebt die Schuld auf den anderen, der ja angefangen habe. Oder alles wurde in wirklichkeit inszeniert. Oder man versucht die Verbrechen zu relativieren durch die Verbrechen der anderen.
Aber so richtig zugeben will es niemand.
Und im Prinzip sind die Deutschen das wohl einzige Volk der Welt, dass wirklich, ohne Wenn und Aber, zu seinen eigenen Verbrechen steht.

Woran liegt das?

Hat man Angst davor, dass man Reparationszahlungen leisten muss?
Hat man Angst davor, dass man seine Interessen nicht mehr durchsetzen kann, weil man für immer als Verbrecher gebranntmarkt wird im Sinne von "Ihr seid Verbrecher, ihr habt nichts mehr zu melden und macht ab jetzt was wir euch sagen".
Hat man Angst, dass einem die Verbrechen bei jedem Anlass immer unter die Nase gerieben werden und man somit garnicht mehr argumentieren kann und immer verliert?
Hat man Angst vor Rache und Revanchismus in ferner Zukunft im Sinne von "Irgendwann zahlen wir es euch Heim"?

Sollte man die eigenen Verbrechen überhaupt verarbeiten? Machen die Deutschen einen Fehler und schiessen sich selbst ins Abseits?
Oder ist es sinnvoll sich mit den eigenen Verbrechen zu befassen und sich aufrichtig zu entschuldigen?

Würde auch gerne wissen, wie ihr persönlich mit Verbrechen eures Volkes oder Religionsmitglieder umgeht.

Komplexes Thema. Würde mich aber trotzdem freuen, wenn der ein oder andere seinen Senf dazu gibt.
 

Ivo2

Administrator
Teammitglied
Land
Croatia
Es sind zu viele Fragen auf einmal, ich fürchte da wird kaum jemand wirklich darauf antworten


Hat man Angst davor, dass man Reparationszahlungen leisten muss?
Ich glaube die Zeit der Reparationszahlungen sind vorbei

Hat man Angst davor, dass man seine Interessen nicht mehr durchsetzen kann, weil man für immer als Verbrecher gebranntmarkt wird im Sinne von "Ihr seid Verbrecher, ihr habt nichts mehr zu melden und macht ab jetzt was wir euch sagen".

Ich persönlich habe keine Angst als Verbrecher gebrandmarkt zu werden, weil es einfach Unsinn ist.

Hat man Angst, dass einem die Verbrechen bei jedem Anlass immer unter die Nase gerieben werden und man somit garnicht mehr argumentieren kann und immer verliert?

Angst eher nicht, aber kann schon ziemlich nervend sein und manche wissen nicht wenn sie zu weit gehen.

Hat man Angst vor Rache und Revanchismus in ferner Zukunft im Sinne von "Irgendwann zahlen wir es euch Heim"?
Nein

Sollte man die eigenen Verbrechen überhaupt verarbeiten? Machen die Deutschen einen Fehler und schiessen sich selbst ins Abseits?

Natürlich sollte man die eigenen Verbrechen aufarbeiten. Leider ist es so, dass jeder auf den anderen mit den Finger zeigt.

Oder ist es sinnvoll sich mit den eigenen Verbrechen zu befassen und sich aufrichtig zu entschuldigen?

Ich würde da kein Problem sehen, warum auch?

Würde auch gerne wissen, wie ihr persönlich mit Verbrechen eures Volkes oder Religionsmitglieder umgeht.

Ich habe viele Male die Verbrechen im NDH-Staat angeprangert, aber auch die Kriegsverbrechen in den 90er Jahren. Religionsmitglieder ist jetzt ein ziemlich grobgefasster Begriff, damit kann ich nichts anfangen. Würde auch einen katholischen Taschendieb, einen orthodoxen Betrüger oder... beinhalten.
 

Paokaras

Ultra-Poster
Hat viel mit Territorialen Ansprüchen zu tun meiner Meinung nach. Nehmen wir das Beispiel Balkan.

Jedes Volk behauptet seit der Zeit der Dinosaurier dort beheimatet zu sein und natürlich haben die bösen Nachbarn ihnen das Land im Laufe der Geschichte geklaut. Also rechtfertig man so die ,,Säuberung,, dieser Gebiete ,da die Menschen dort sowieso Verräter oder Landräuber sind.

Außerdem sind Vielvölker Staaten dazu verurteil im Laufe ihrer Geschichte zu scheitern, außer die ,, Hauptkulturgruppe,, Assimiliert den größten Teil der Bevölkerung. Menschen finden halt immer einen Grund andere Menschen zu Diskriminieren die nicht gleich sind in ihren Augen.


Die Deutschen haben sich abgefunden mit dem Verlust ihrer Gebiete nach dem 2 Weltkrieg und heutzutage wollen nur noch sehr wenige zb Ostpreußen zurück haben. Außerdem brauchen die Deutschen keine Feinbilder mehr so wie die Balkanesen. Darum konnten sie ihre Geschichte aufarbeiten und die Fehler zugeben.

Dasselbe gilt auch für viele andere Nationen in Europa
 

Turan

Frischling

Das Massaker an den Türken in Mora wird hier von Griechiechen Historikern anerkannt dennoch wird es weiten Teilen verleugnet.
 

Paokaras

Ultra-Poster
Das Massaker an den Türken in Mora wird hier von Griechiechen Historikern anerkannt dennoch wird es weiten Teilen verleugnet.


Zeig mir mal bitte wo Türkische Historiker das Massaker von Chios anerkennen!!


The troops were ordered to kill all infants under three years old, all males 12 years and older, and all females 40 and older, except those willing to convert to Islam

is estimated that 2,000 people remained on the island after 21,000 managed to flee, 52,000 were enslaved and 52,000 massacred


Wenigsten reden Griechische Historiker über die Massaker in Tripoli und verurteilen diese, bei den Türken bin ich mich sicher findet man sowas nicht
 
Oben