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Wie religiös ist eure Familie und ihr selbst?

Sind eure Eltern religiös? Und ihr selbst?

  • Meine Eltern sind beide religiös und ich auch.

    Stimmen: 45 40,2%
  • Nur mein Vater ist religiös und ich auch.

    Stimmen: 1 0,9%
  • Nur meine Mutter ist religiös und ich auch.

    Stimmen: 3 2,7%
  • Meine Eltern sind nicht religiös, ich aber schon.

    Stimmen: 6 5,4%
  • Meine Eltern sind beide religiös, ich aber nicht.

    Stimmen: 10 8,9%
  • Nur mein Vater ist religiös, ich bins nicht.

    Stimmen: 1 0,9%
  • Nur meine Mutter ist religiös, ich bins nicht.

    Stimmen: 10 8,9%
  • Meine Eltern sind nicht religiös und ich auch nicht.

    Stimmen: 36 32,1%

  • Umfrageteilnehmer
    112
Nun, ich denke, daß du hier bewußt einen Irrfährte einschlägst, um mich zu ködern. Es gibt einen Kern, der eine führte zur Demokratie, Forschung, Wissenschaft etc., der andere führte zu derer Vernichtung, was du weiter oben nicht leugnetest. Das wird in der Fachwelt ohne wenn und aber anerkannt. Solltest du hier eine Taktik ausleben wollen, so wäre i antalagi sto télos.
Nein, keine Irrfährte. Von den hellenischen Stadtstaaten waren die wenigsten demokratisch, es handelte sich meist um Königreiche oder Oligarchien. Wenn du das nicht ertragen kannst, tut es mir leid. Wir können nicht so tun, als seien die 50 Jahre des Perikles auf die gesamte hellenistische Welt übertragbar. Demokratie selbst war in Athen, dem leuchtenden Beispiel der Klassik, einer Klasse vorbehalten: dem Demos = männlich, Athener, Nichtsklave(!).
Die Wissenschaften und Künste wären niemals entstanden und entwickelt worden, wenn nicht Heloten und Sklaven (oft gefangene Zwangsarbeiter) sich um das Überleben der Gemeinschaften auf den Feldern hätten gekümmert und für Überfluss an Nahrung gesorgt. Das antike Hellas war kein perfekter Ort der Harfenklänge. Das oligarchische Sparta (Auslöser für den Niedergang des demokratischen Athen) hat nichts, aber auch gar nichts zu Demokratie, Forschung und Wissenschaft beigetragen. Viele weitere hellenische Stadtstaaten ebensowenig. Stattdessen war man meist mit Krieg untereinander beschäftigt, wodurch die Römer später leichtes Spiel mit den Griechen hatten.

Aber nun gut, der Rest der Welt war zu jener Zeit weit weniger entwickelt, das stimmt wohl. Und die Errungenschaften des Christentums fallen vor dem Erbe des Hellenismus verschwindend gering aus. Der Unterschied zwischen uns beiden ist wohl, dass ich die hellenische Antike nicht idealisiere. Mag sein, dass das ein Fehler ist, aber das sind die Lehren, die ich aus meiner Bildung ziehe.
 
Nein, keine Irrfährte. [...]

Aber nun gut, der Rest der Welt war zu jener Zeit weit weniger entwickelt, das stimmt wohl. Und die Errungenschaften des Christentums fallen vor dem Erbe des Hellenismus verschwindend gering aus. Der Unterschied zwischen uns beiden ist wohl, dass ich die hellenische Antike nicht idealisiere. Mag sein, dass das ein Fehler ist, aber das sind die Lehren, die ich aus meiner Bildung ziehe.
Ich habe mich nicht geirrt, du bist genauso wie ich bemüht, in den Zeitgeist, in die Zeitmentalität, in die jeweilige Zeitaktualität einzutauchen, was sehr wichtig bei dieser Thematik ist. Mir sind unsere Fehler durchaus bewußt, doch die der anderen aber auch. Und dann stelle ich Analysen im Verhältnis 1:1, und schaffe Bewußtsein, keine Nostalgie, sondern Moderne, so wie sie einst in ihrer Zeit nichts anderes ausser dieser Moderne gab, die dann so sehr bekämpft wurde, bis sie einknickte, bis sie zum einknicken gebracht ward, bis das Aus kam, der Stillstand, über Jahrhunderte.

Wenn also unsere einstigen Priester die Epilepsie als Fehlfunktion des Gehirns kannten, und die christlichen Priester diese Epilepsie andersrum so auslegten, daß der Mensch von Dämonen besessen sei, so forsche ich weiter und weiter, bis ich mir ein Bild gemacht habe.

Dieses existiert nun.
In meinen Threads sind genug Quellen hinterlegt, es werden täglich mehr, laß uns beide dafür sorgen.
 
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