Flüchtlingsstrom nach Europa auf Rekordhoch
Gudrun Springer8. September 2015, 19:39
In Budapest war spürbar, dass Flüchtenden die Zeit knapp wird: In Angst vor dem Winter und Abwehr der Politik kam es auf dem Bahnhof öfters zu Gedränge
Wien/Athen/Brüssel/Budapest – Der Zustrom von Flüchtlingen nach Europa reißt nicht ab. Allein in Mazedonien kam nach Uno-Angaben am Montag eine Rekordzahl von 7.000 Menschen vor allem aus Syrien an.
30.000 Flüchtlinge befänden sich inzwischen auf den griechischen Inseln, davon allein 20.000 auf Lesbos, hieß es am Dienstag vom Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR).
Der für Einwanderung zuständige griechische Minister Giannis Mousalas warnte davor, dass Lesbos mit seinen 85.000 Einwohnern vor einer "Explosion" stehe. Dienstagnacht kam es erneut zu Ausschreitungen.
Auch in Österreich ist der Durchzug von Flüchtlingen ungebrochen. 7.000 waren es von Montag bis Dienstagfrüh.
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker präsentiert am Mittwoch seinen Plan für die Verteilung von 160.000 Schutzsuchenden auf alle EU-Staaten.
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Die Unsicherheit darüber, was als Nächstes entschieden wird, wie es weitergeht, drängt die Menschen auf der Flucht derzeit besonders. Jene, die noch das Mittelmeer von der EU trennt, fürchten zudem die zunehmend rauer werdende See. 30.000 Flüchtlinge sollen sich laut UN-Flüchtlingshilfswerk derzeit auf den griechischen Inseln befinden.
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Flüchtlingsstrom nach Europa auf Rekordhoch - Ziel Europa - derStandard.at ? Panorama
Newsblog zu Flüchtlingen
UNHCR: Mehrheit der Flüchtlinge haben Recht auf Asyl
20:35 UhrVon
Hans Monath,
Ingo Salmen,
Christian Tretbar,
Melanie Berger und
Ulrich Zawatka-Gerlach
Laut UN sind die Mehrheit der Flüchtlinge in Ungarn keine Wirtschaftsmigranten. Dänemark schickt Flüchtlinge zurück nach Deutschland. Salafisten suchen Kontakt zu Flüchtlingen. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Mehrheit der Flüchtlinge keine Wirtschaftsmigranten: Die meisten der über Serbien und Ungarn in die Europäische Union (EU) kommenden Menschen sind nach Einschätzung der Vereinten Nationen (UN) Flüchtlinge und haben damit ein Recht auf Asyl. Seit Januar sind mehr als 150.000 Menschen nach Ungarn gekommen, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Dienstag mit. Die meisten kämen aus
Syrien, Afghanistan und Irak. Der UNHCR-Koordinator Vincent Cochetel sagte, rund 85 Prozent der Ankommenden seien Flüchtlinge und keine Wirtschaftsmigranten. Er rechne damit, dass in den kommenden Monaten noch mehr kämen. In Syrien
spitzt sich die Lage derweil weiter zu.
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Wien zählt 3000 Flüchtlinge am Dienstag: An den beiden Wiener Großbahnhöfen sind nach Polizeiangaben am Dienstag rund 3000 Flüchtlinge aus Ungarn angekommen. Ein Großteil davon sei mit Zügen nach Deutschland weitergefahren, sagt ein Sprecher der Polizei Wien.
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Salafisten suchen Kontakt zu Flüchtlingen: Extremistische Salafisten versuchen nach Erkenntnis des NRW-Verfassungsschutzes, Kontakt zu muslimischen Flüchtlingen zu bekommen. Es gebe zunehmend Hinweise auf solche Versuche islamistischer Extremisten, sagte ein Sprecher des NRW-Verfassungsschutzes am Dienstag. Vordergründig gehe es dabei um Angebote vermeintlicher Hilfsorganisationen, tatsächlich jedoch sollten Flüchtlinge mit dem salafistischen Milieu in Deutschland in Berührung gebracht und eine Integration verhindert werden. Die Sicherheitsbehörden gingen allen Hinweisen auf salafistische Aktivitäten nach. „Wir werden die Mitarbeiter in den Flüchtlingsunterkünften über Hintergründe und Methoden dieser Annäherungsversuche informieren und sensibilisieren“, sagte der Sprecher. Salafismus ist die am stärksten wachsende extremistische Bestrebung in Deutschland. Der Verfassungsschutz beobachtet derzeit etwa 2100 Anhänger in NRW
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