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Wirtschaft Deutschlands.


Die Auftragsbücher der Industrie sind nach dem fünften Anstieg so prall gefüllt wie noch nie seit Beginn der Statistik 2015.

Trotz Krise in der Automobilbranche muss die Wachstumsprognose von 0,5% auf 1% korrigiert werden.

Die Reallöhne - nominale Lohnsteigerungen minus Inflation - steigen um 0,7%,
 
VW-Sanierungsplan steht
Weitere 50.000 Jobs sollen wegfallen
Völlig überraschend und einen Tag vor der ursprünglich geplanten Aufsichtsratssitzung hat sich der größte europäische Autokonzern Volkswagen Donnerstagabend auf einschneidende Sparmaßnahmen geeinigt. Der Aufsichtsrat stimmte dem Sanierungsplan („Zukunftsplan 2030“) des Konzernvorstands zu. Damit wurde die Streichung von 50.000 weiteren Stellen in den kommenden Jahren angekündigt.

Der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen Group, Oliver Blume, sprach von einem „starken Signal für die Zukunft des Volkswagenkonzerns“. Man übernehme „Verantwortung für unser gesamtes Team, für unsere Partner und für Industriearbeitsplätze weltweit“, fuhr er fort. In den kommenden Jahren werde „eine dreistellige Milliardensumme“ investiert.

Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch sagte, der Aufsichtsrat sei überzeugt davon, dass mit der Umsetzung des Sanierungsplans die dauerhafte Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von Volkswagen gesichert werde. Betriebsratschefin Daniela Cavallo erklärte, der Zukunftsplan sei eine Notwendigkeit, um den Konzern erfolgreich ins nächste Jahrzehnt zu führen.

Vier Werke auf der Kippe
Der „Zukunftsplan 2030“ ist ein Plan für weniger Arbeitsplätze im Konzern: Die „konzernweite Anpassung der Beschäftigtenzahl in Höhe von rund 50.000 abzubauenden Stellen“ kommt zusätzlich zu dem bereits vereinbarten Abbau von 50.000 Stellen. Zudem sollen die Werkskapazitäten in Europa sollen um 500.000 Fahrzeuge jährlich gesenkt werden.

Auch Werksschließungen bringt der Plan wohl mit sich: Der Aufsichtsrat habe zur Kenntnis genommen, dass für die Werke in Neckarsulm, Zwickau, Emden und Hannover ab 2031 bis 2034 keine Folgebelegung gewährleistet werden könne, hieß es. „Für diese Werke werden parallel und ergänzend alternative Verwendungsmöglichkeiten geprüft.“

 
Wenn man keinen Bock mehr auf Büro und KI hat, kann man auch mit 58 noch umlernen

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Deutsche Wirtschaft soll viel stärker wachsen
Statt 0,4 Prozent wird dieses Jahr nun mit einem Plus von 1,2 Prozent gerechnet. Doch der Zuwachs ist nicht nachhaltig.
Endlich gute Nachrichten aus Deutschland: Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) verdreifacht seine Wachstumsprognose für dieses Jahr. Statt 0,4 Prozent wird nun mit einem Plus von 1,2 Prozent gerechnet, wie es in der Herbstprognose der Kölner heißt, die Reuters am Sonntag vorab vorlag.

Hauptgrund dafür sei ein überraschend gutes erstes Halbjahr. Aus Sorge vor Lieferengpässen infolge des Iran-Krieges hatten Unternehmen in den ersten sechs Monaten ihre Lager gefüllt und etwa viele Chemie- und Elektroprodukte aus Deutschland bestellt. Auch stehe der schuldenfinanzierte Sondertopf zur Modernisierung der Infrastruktur erstmals für das ganze Jahr zur Verfügung.

Allerdings: „Im zweiten Halbjahr 2026 lässt die Dynamik wieder nach.“ Sondereffekte beim Export liefen aus und der private Konsum leide unter den hohen Energiepreisen. Die Krise am Bau werde anhalten. Treiber seien vor allem staatliche Investitionen.

 
Biontech schließt mehrere Standorte
Drei deutsche Produktionsstandorte des Pharmaunternehmens Biontech mit zusammen 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden geschlossen.

Das deutsche Unternehmen fand nach eigenen Angaben keine Käufer für seine Werke im hessischen Marburg, im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein und in Tübingen in Baden-Württemberg, hieß es heute.

Biontech wurde in der Pandemie mit seinem Covid-19-Impfstoff weltbekannt. Im Mai kündigte das Unternehmen an, die Produktion des Impfstoffs einzustellen, diese werde komplett an den US-Partner Pfizer übertragen.

 
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