Die Unfähigkeit in Person, so wie sein Chef. Dümmer geht immer
Trump-Vertrauter bei der Fed stellt sich gegen Wirtschaftsexperten
Boston · Zölle führen zu höheren Preisen für heimische Verbraucher. Darüber sind sich Wirtschaftsexperten einig. Der von Trump ernannte Fed-Gouverneur Miran behauptet, die Kosten für dessen Zollpolitik würden Ausländer tragen. Fed-Daten sprechen dagegen.
Stephen Miran, Mitglied im siebenköpfigen Gouverneursrat der US-Notenbank Federal Reserve, hat die umstrittene Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump gegen Kritik verteidigt. Trump hatte Miran, der zuvor als sein Wirtschaftsberater fungierte, im September 2025 auf einen Sitz im siebenköpfigen Gouverneursrat der Fed berufen, nachdem die von Ex-Präsident Joe Biden ernannte Vorgängerin Adriana Kugler überraschend zurückgetreten war. Die Fed-Gouverneure stimmen über Zinspolitik und bankenaufsichtsrechtliche Maßnahmen ab.
Bei einem Auftritt an der Universität in Boston am Montag widersprach Miran der unter Ökonomen vorherrschenden Lehrmeinung, wonach Zölle durch höhere Preise letztlich von den heimischen Verbrauchern bezahlt werden. Die Strafzölle hätten sich als weniger schädlich für die Konjunktur erwiesen als von vielen befürchtet, sagte Miran. Entgegen der weitverbreiteten Ansicht trügen nicht die US-Bürger die Hauptlast der Abgaben, sondern ausländische Akteure. „Ich denke, die Welt hat sich in einer Reihe von Fragen in meine Richtung bewegt“, sagte Miran mit Blick auf die Warnungen zu Beginn von Trumps zweiter Amtszeit vor einem Jahr. Die Auswirkungen auf die Wirtschaft seien „ziemlich gedämpft“ geblieben.
Die US-Notenbank, die Trump mehrheitlich nicht nach dem Mund redet, hatte dagegen festgestellt, dass der Anstieg der Inflation über den Zielwert von zwei Prozent in diesem Jahr zu einem nennenswerten Teil auf den Zolldruck zurückzuführen sei. Miran schob die Verantwortung für Konjunkturdaten, die seine Sicht nicht stützten, aus „statistische Verzerrungen“. Was in den Daten wie eine Zahlung durch eine US-Einheit aussehe, sei oft lediglich die US-Tochtergesellschaft eines ausländischen Konzerns, behauptete Miran. US-Unternehmen hatten andere Töne angeschlagen. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sagte Amazon-Chef Andy Jassy, Trumps Zollpolitik lasse die Verbraucherpreise in den USA langsam steigen.
rp-online.de
Trump-Vertrauter bei der Fed stellt sich gegen Wirtschaftsexperten
Boston · Zölle führen zu höheren Preisen für heimische Verbraucher. Darüber sind sich Wirtschaftsexperten einig. Der von Trump ernannte Fed-Gouverneur Miran behauptet, die Kosten für dessen Zollpolitik würden Ausländer tragen. Fed-Daten sprechen dagegen.
Stephen Miran, Mitglied im siebenköpfigen Gouverneursrat der US-Notenbank Federal Reserve, hat die umstrittene Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump gegen Kritik verteidigt. Trump hatte Miran, der zuvor als sein Wirtschaftsberater fungierte, im September 2025 auf einen Sitz im siebenköpfigen Gouverneursrat der Fed berufen, nachdem die von Ex-Präsident Joe Biden ernannte Vorgängerin Adriana Kugler überraschend zurückgetreten war. Die Fed-Gouverneure stimmen über Zinspolitik und bankenaufsichtsrechtliche Maßnahmen ab.
Bei einem Auftritt an der Universität in Boston am Montag widersprach Miran der unter Ökonomen vorherrschenden Lehrmeinung, wonach Zölle durch höhere Preise letztlich von den heimischen Verbrauchern bezahlt werden. Die Strafzölle hätten sich als weniger schädlich für die Konjunktur erwiesen als von vielen befürchtet, sagte Miran. Entgegen der weitverbreiteten Ansicht trügen nicht die US-Bürger die Hauptlast der Abgaben, sondern ausländische Akteure. „Ich denke, die Welt hat sich in einer Reihe von Fragen in meine Richtung bewegt“, sagte Miran mit Blick auf die Warnungen zu Beginn von Trumps zweiter Amtszeit vor einem Jahr. Die Auswirkungen auf die Wirtschaft seien „ziemlich gedämpft“ geblieben.
Die US-Notenbank, die Trump mehrheitlich nicht nach dem Mund redet, hatte dagegen festgestellt, dass der Anstieg der Inflation über den Zielwert von zwei Prozent in diesem Jahr zu einem nennenswerten Teil auf den Zolldruck zurückzuführen sei. Miran schob die Verantwortung für Konjunkturdaten, die seine Sicht nicht stützten, aus „statistische Verzerrungen“. Was in den Daten wie eine Zahlung durch eine US-Einheit aussehe, sei oft lediglich die US-Tochtergesellschaft eines ausländischen Konzerns, behauptete Miran. US-Unternehmen hatten andere Töne angeschlagen. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sagte Amazon-Chef Andy Jassy, Trumps Zollpolitik lasse die Verbraucherpreise in den USA langsam steigen.
Zollpolitik der USA: Trump-Vertrauter bei der Fed stellt sich gegen Wirtschaftsexperten
Zölle führen zu höheren Preisen für heimische Verbraucher. Darüber sind sich Wirtschaftsexperten einig. Der von Trump ernannte Fed-Gouverneur Miran behauptet, die Kosten für dessen Zollpolitik würden Ausländer tragen. Fed-Daten sprechen dagegen.