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ZDF löscht Erdogan-Gedicht von Böhmermann

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Fast 1000 Journalisten 2016 in Türkei entlassen – anderen Einreise verwehrt - Bericht

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Die Situation mit der Pressefreiheit in der Türkei weckt ernsthafte Besorgnis, seit Jahresbeginn wurden in dem Land 894 Journalisten entlassen, wie aus einem Bericht hervorgeht, der im Rahmen des türkisch-britischen Projekts Press For Freedom erstellt wurde.

„Mindestens 160 Journalisten wurden im April in der Türkei entlassen, womit die Zahl der entlassenen Journalisten seit Jahresbeginn auf 894 gestiegen ist. Zwei Zeitungen und eine Nachrichtenagentur wurden ‚gedämpft‘, nachdem sie Kuratoren bekommen hatten wegen angeblich ‚stichhaltiger Beweise‘ ihrer Verbindungen zu Anhängern des in den USA lebenden oppositionellen islamischen Predigers Fethullah Gülen. 104 904 Webseiten sind blockiert“, heißt es in dem Bericht. Dort wird auch auf die in der Türkei zunehmende Gewalt gegenüber Journalisten verwiesen. Allein seit Jahresbeginn sollen 200 Überfälle verübt worden sein. Der syrische Journalist Zahar Alshurgat sei im April im Südosten der Türkei von Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS, Daesh, in Russland verboten) getötet worden.

Laut dem Bericht sind in der Türkei seit diesem Januar 33 türkische Journalisten verhaftet worden, zwölf kamen vor Gericht, gegen weitere zwölf wurde Anklage wegen „Beleidigung des Präsidenten der Türkei“ erhoben. Die Autoren erinnern an die wegen Verrats von Staatsgeheimnissen zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilten Journalisten der oppositionellen Zeitung „Cumhuriyet“ Can Dündar und Erdem Gül, die eine journalistischen Ermittlung über geheime Waffenlieferungen an syrische Dschihadisten seitens türkischer Geheimdienste geführt hatten. Dünar wurde zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt, Gül – zu fünf Jahren Haft. Zuvor war vor dem Gerichtsgebäude in Istanbul ein Mordanschlag auf Dündar verübt worden. Die Polizei hat den Täter gefasst.

„Die Journalisten suchen Nachrichten. Die sich auf Informationssuche befindenden Journalisten als ‚Terroristen‘ oder ‚Spione‘ zu betrachten, zeigt den Zustand der Freiheiten im Land“, heißt es im Bericht. Er kritisiert ebenso die nicht gewährleistete Sicherheit für die Journalisten in den südöstlichen Provinzen der Türkei, wo die Operationen gegen die im Land verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Gange ist.

Ein Gericht in Istanbul hatte Anfang März Kuratoren für die Leitung der Agentur Cihan ernannt. Auf ähnliche Weise wurde eine äußere Verwaltung der Zeitung „Zaman“, die die größte Auflage im Land besitzt, verfügt, wonach sie ihren zuvor regierungskritischen Ton verloren hat. Der Journalistenverband der Türkei verurteilte den Druck der Behörden auf regierungskritische Medien und bezeichnete die Praxis, Kuratoren für sie zu ernennen, als eine neue Methode der Zensur. In der Türkei waren zuvor die privaten Fernsehsender Kanaltürk und Bugün TV, die Zeitungen „Bugün Gazetisi“ und „Millet Gazetisi“ sowie der Rundfunksender Kanaltürk Radyo aus der Media-Holding Koza-Ipek geschlossen worden. In einem offiziellen Schreiben begründen die Kuratoren der Holding die Schließung dieser Media-Aktiva mit deren Unrentabilität.

Auch die russischen Medien sehen sich Schwierigkeiten bei der Tätigkeit in der Türkei gegenüber. Ende April wurde die Webseite der russischen Agentur Sputnik blockiert. Dem Sputnik Türkei-Chefredakteur Tural Kerimow wurde die Akkreditierung und die Aufenthaltsgenehmigung für die Türkei entzogen sowie die Einreise in das Land verwehrt. Die türkischen Behörden haben ebenso dem deutschen ARD-Journalisten Volker Schwenck, dem griechischen BILD-Fotokorrespondenten Giorgos Moutafis und dem für den TV-Sender Al Jazeera und die New York Times arbeitenden US-Reporter David Lepeska die Einreise ins Land verweigert.





 
Gericht verbietet große Teile von Jan Böhmermanns Erdogan-Schmähung
"Sackdoof und feige" ist in Ordnung, vieles andere nicht....
Jan Böhmermann: Gericht verbietet Teile des Erdogan Schmähgedichts - TV | STERN.de

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Zu spät, es ist schon im Bundestag protokolliert worden.



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nun ganz legal auf der Website des Bundestage ​erste kritische Stimmen lassen nicht lange auf sich warten:D

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Jan Böhmermann
‎@janboehm


Ich weiß nicht, was ich als Wähler schlimmer finde: wenn ein MdB Crystal Meth nimmt oder das Schandgedicht öffentlich im Parlament vorträgt!
 
Das lustigste an dieser Karikatur, ist, dass sie 1 zu 1 wahr ist. :lol:

Also, ich wäre dafür, dass die Frau Merkel alle Verhandlungen in der Flüchtlingsfrage mit Erdi abbricht und es stattdessen jedem Land einzeln überlässt wie sie diese lösen, Griechenland inclusive. Deutschland könnte z.B. Die Grenzen dicht machen, wie sieht es bei euch aus?
 
Erdogan gewinnt erste Runde gegen Böhmermann

Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 17.05.16 19:35 Uhr
Der türkische Präsident Erdogan hat vor dem Hamburger Landgericht einen ersten Erfolg gegen Han Böhmermann errungen.


Das Landgericht Hamburg hat auf Antrag des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan eine einstweilige Verfügung gegen den ZDF-Moderator Jan Böhmermann erlassen. Böhmermann (35) darf den größeren Teil seines Gedichts «Schmähkritik» damit nicht wiederholen, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Das Gedicht hatte Böhmermann am 31. März in seiner Sendung «Neo Magazin Royale» vorgetragen.
Bei dem Beschluss geht es um Gedichtspassagen, die Erdogan nach Einschätzung des Gerichts angesichts ihres schmähenden und ehrverletzenden Inhalts nicht hinnehmen müsse (Az.: 324 O 255/16). Im Fall einer Zuwiderhandlung drohen nach Angaben des Gerichts ein Ordnungsgeld von bis zu 250 000 Euro oder eine Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten.

Erdogan gewinnt erste Runde gegen Böhmermann - DWN

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