Mit Rankovics Abgang endete auch nur der Terror. Was blieb ist, dass die Minderheit und Serben und Montes noch sehr starken Einfluss hatten. Außerdem wurde die Absetzung von Rankovic als antiserbische Aktion empfunden, was eigentlich schon viel über die Brüderlichkeit und Einheit verrät. Da fühlen sich Teile der jugoslawischen Bevölkerung betrogen, weil das schlimmste Gestapo-Schwein von allen abtreten musste.. Und genauso war es, als man dem Kosovo mehr Autonomie zubilligte. Bis heute finde ich es skandalös, dass aus nicht mehr Solidarität von der Bevölkerung für die Albaner kam, aber so war das eben in Jugoslawien, alles hatte seine Grenzen und keiner wagte sich zu weit vor.
Die Unterdrückung war Fakt und das lässt sich auch nicht leugnen, dazu gibt es zu viele Fakten. Zwar waren auch die Kosovoalbaner keine Engel, aber klar in der schlechteren Position. Diese sozialistische Ideologie hatte ziemlich klare Grenzen.
Und auch das SANU Memorandum bezieht sich auf den Kosovo. Der PointOfNoReturn war letztlich, wie Slobo die antibürokratische Revolution durchführte, inkl. Der Aktionen in der Vojvodina und in Montenegro, wo Demonstranten einen Regierungswechsel provozierten. Slobo baute seine Macht mit Massendemos aus. Es bleibt die Vermutung, gerade wenn man die Ideologischen Zusammenhänge versteht, dass Slobo auch überhaupt kein Interesse an Kroatien als Teil von YU hatte. Letztlich denke ich, dass der Plan war, die serbischen Gebiete abzutrennen und Kroatien dann zu entlassen. Das passt auch zu den strategischen Angriffen auf Zadar /Sibenik und Dubrovnik. Dadurch hätte man Kroatien in der Hand gehabt und Tudjman hätte froh sein können, dass er überhaupt noch ein Stück Land übrig hat.