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Warriors - Einsatz in Bosnien

  • Ersteller Ersteller Šaban
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Š

Šaban

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Kurz nach dem Ausbruch des Bosnienkriegs 1992 werden Soldaten der UNPROFOR in Bosnien-Herzegovina stationiert. Der Film schildert die Erlebnisse der Besatzung eines Warrior-Schützenpanzers eines britischen Blauhelm-Bataillons im Raum Vitez 1992/93. Die Soldaten werden mit den Folgen des ethnischen Konflikts unmittelbar konfrontiert. Ihr auf Selbstverteidigung beschränktes Einsatzmandat zwingt sie auch angesichts schwerster Kriegsverbrechen weitgehend zur Untätigkeit. Die teilweise traumatischen Erlebnisse verfolgen die Soldaten auch nach ihrer Rückkehr.
Die dargestellten Personen und Ereignisse sind fiktiv, haben aber einen realen Hintergrund in den ethnischen Säuberungen im Lašva-Tal im Jahr 1993. Diese waren Gegenstand mehrerer Kriegsverbrecherprozesse vor dem Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien. Regisseur Peter Kosminsky führte in Vorbereitung der Dreharbeiten zahlreiche Interviews mit an dem realen Einsatz beteiligten Soldaten.



Hier zu sehen


MEGAVIDEO - I'm watching it
 
Zu schade, dass dieser Spielfilm mittlerweile nur noch schwer erhältlich ist. Er hätte es verdient, viel stärkere Beachtung in der Öffentlichkeit zu finden. Vermutlich ist er zu wenig massenkompatibel und zu unangenehm in seiner Aussage, als dass er für eine Oscar-Nominierung in Frage gekommen wäre. Denn die hätte ohne Zweifel ihre Berechtigung gehabt.

Der Film porträtiert einige junge britische Berufssoldaten, die unerwartet aus ihrem Alltagsleben gerissen und im Rahmen einer UN-Blauhelm-Mission ins kriegsgebeutelte Bosnien des Jahres 1992 entsendet werden. Dort erleben sie hautnah mit, wie paradox es ist, "Friedenstruppen" in einem unerbittlichen und grausamen Bürgerkrieg einzusetzen. Sie stehen zwischen allen Fronten, werden Zeugen von "ethnischen Säuberungen" und sehen, wie wehrlose Zivilisten - darunter kleine Kinder - von gewissenlosen Milizen massakriert werden. Das substanzlose UN-Mandat jedoch verbietet ihnen jede Form militärischen Eingreifens. Den Soldaten sind die Hände gebunden, sie sind zum Zuschauen verdammt.

Der Schlussteil widmet sich dem zivilen Leben der Soldaten nach Ende des sechsmonatigen Einsatzes. Eindrucksvoll wird deutlich, wie stark die meisten von ihnen unter den traumatischen Erlebnissen zu leiden haben. Ihr Leben hat sich für immer gewandelt. Sie werden aufgezehrt von Schuldgefühlen gegenüber den Kriegsopfern, die sie tatenlos ins Verderben laufen lassen mussten.

Der Film ist geradezu erschreckend realistisch. Er wurde gedreht auf der Grundlage von Erzählungen echter Soldaten, die für die UN in Bosnien gedient haben. Wenngleich die handelnden Personen erfunden sind, so spielt die Geschichte vor dem Hintergrund tatsächlicher Begebenheiten. So ist beispielsweise das unfassbare Massaker von Ahmici vom April 1993 dargestellt.

Der Zuschauer wird angeregt, über einige Fragen nachzudenken. Wie betreibt ein zusammenwachsendes Europa Krisenmanagement in einem Krieg vor der eigenen Haustür? Kann man Frieden in einer Region "erhalten", in der es ihn gar nicht gibt? Darf man jungen Menschen den Auftrag erteilen, Augenzeuge von Kriegsverbrechen zu werden und ihnen gleichzeitig auferlegen, nichts dagegen zu tun? Die Antworten muss sich ein jeder selbst geben.

"Warriors" schockiert und sensibilisiert zugleich und kommt dabei ohne Effekthascherei aus. Er gehört fraglos zu den besten je gedrehten Kriegsfilmen und ist uneingeschränkt empfehlenswert.

http://www.youtube.com/watch?v=OjKcqAiMAS0

Teil 1, auf Englisch, bei Kino.to kann man ihn auf Deutsch sehen.

YouTube - Warriors - part 01
 
Hab den Film auf CD, top gemacht. Ich hab wirklich gedacht das seien Orginalaufnahmen aus dem Krieg.
 
Irgendwie hab ich den verdacht dass man in diesem Film versucht die unfähigkeit der UN während des Bosnienkrieges zu relativieren
 
Irgendwie hab ich den verdacht dass man in diesem Film versucht die unfähigkeit der UN während des Bosnienkrieges zu relativieren

Und zwar in dem man die Soldaten als gute Leute hinstellt die am liebsten handeln würden aber nicht Können weil irgendwo ein fehler im System steckt.

Man geht auf die Psyhoschiene und was diese Soldaten durchmachen mussten.
 
Und zwar in dem man die Soldaten als gute Leute hinstellt die am liebsten handeln würden aber nicht Können weil irgendwo ein fehler im System steckt.

Man geht auf die Psyhoschiene und was diese Soldaten durchmachen mussten.
dabei haben diese UN soldaten entweder nichts gemacht oder einfach rumgeblödelt.
Wenn man sich vorher über solche Leute informiert hätte würde man schon wissen dass solche filme übertrieben sind. Solche Szenen wie mit diesem UN Soldat als er den Kroaten fertig macht sind wahrscheinlich auch erlogen, man hatte sich ja selber in die Hosen geschissen.

Ps. hier mal was tolles von den "guten" UN Soldaten
Fotografije ?etni?kih zdravica s UNPROFOR-ovcima kompromitiraju misiju UN-a - Vijesti.net
 
Šaban;1914003 schrieb:
Solche Szenen wie mit diesem UN Soldat als er den Kroaten fertig macht sind wahrscheinlich auch erlogen, man hatte sich ja selber in die Hosen geschissen.
richtig, von wegen, der andere ist bis an die Zähne bewaffnet aber der UN-Soldat fordert ihn auf seinen Willi rauszuholen für einen Schwanzvergleich, ziemlich unglaubwürdig, aber der Film brauchte auch mal einen kleinen Sieg auf UN-Seite. Letzendlich besteht er hauptsächlich aus lauter kleinen Niederlagen für die UN, und damit trifft er es wieder gut.
 
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