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Präimplantationsdiagnostik

L

Lirushyaa

Guest
Es gibt kaum eine andere irdische Sache, die mich so sehr fasziniert wie die Medizin. Deswegen befasse ich mich auch oft mit medizinischen Themen, und man stellt fest, dass aufgrund der weit entwickelten Technologie und der neu gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnissen, den Menschen neue Sphären des Tuns geöffnet sind. Wobei sich für mich hier die Frage aufwirft, ob der Mensch überhaupt bereit ist, eine solche neue Dimension der Verantwortung zu übernehmen. Darf der Mensch gewisse neutechnische Verfahren anwenden, nur aus dem Grund, weil er über das benötigte Wissen verfügt?

Ein gutes Beispiel hierfür ist die Präimplantationsdiagnostik, kurz PID:

Nach einer künstlichen Befruchtung wird der Embryo auf krankhaft veränderte Gene getestet. Es werden nur diejenigen Embryonen in die Gebärmutter eingesetzt, die voraussichtlich keine der Krankheiten, auf die geprüft wurde, bekommen. Die übrigen werden vernichtet. Die PID ist in Deutschland verboten, in anderen Ländern wird dieses Verfahren durchaus legitimiert, eine kurze Übersicht über jene findet ihr auf folgender Homepage: PID im internationalen Vergleich | GeN

Ich würde gerne eure Meinung darüber lesen, wer sich eine solche "Qualitätskontrolle menschlichen Lebens" durchaus vorstellen könnte oder wer aufgrund ethischen Aspekten sich dagegen sträuben würde. Auf die jeweiligen Begründungen bin ich jetzt schon gespannt^^
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde gerne eure Meinung darüber lesen, wer sich eine solche "Qualitätskontrolle menschlichens Lebens" durchaus vorstellen könnte oder wer aufgrund ethischen Aspekten sich dagegen sträuben würde.
Find ich eine super sache.
Einfach weil man einige erkrankungen und behinderungen schon im Fruehstadium diagnostizieren kann.

"Qualitaetskontrolle menschlichen lebens" ist natuerlich ein unangenehmer begriff.
Ich finde es gut da es die Entscheidungsfreiheit der Eltern vergroessert.
Ein Kind mit einer starken behinderung das ein leben lang ein Pflegefall bleibt ist eine starke belastung.
Dabei kann das gesammte Leben den Bach runter gehn auch wenn man dieses Kind liebt.
Wenn moeglich dann sollte es den Eltern gestattet sein moeglichst ein gesundes Kind zu zeugen.
 
Ich bin mit einem genetischen Defekt geboren worden, und bin froh zu lebem und dass meine Eltern nicht die Möglichkeit einer solchen visionären Diagnostikmethode hatten, weil ich dann wohl nun nicht hier wäre!

Wenn ihr den Film Gattaca kennt, dann versteht ihr wohl auch die dystopische Ausmalerei einer solchen Präimplantationsdiagnostik.
 
Ich bin mit einem genetischen Defekt geboren worden, und bin froh zu lebem und dass meine Eltern nicht die Möglichkeit einer solchen visionären Diagnostikmethode hatten, weil ich dann wohl nun nicht hier wäre!
Das ist ein ausgezeichnetes Argument gegen die Preimplantationsdiagnostik.

Ich wuerde gerne wissen wie es bei dir ist.
Haben deine Frau und du oder wuerden deine Frau und du darueber nachdenken zu Diagnostizieren bei einem Schwangerschaftsfall?
Ich frage das bewusst vor dem hintergrund das du schreibst das du selbst mit einem Genetischen Defekt geboren wurdest.
 
Das ist ein ausgezeichnetes Argument gegen die Preimplantationsdiagnostik.

Ich wuerde gerne wissen wie es bei dir ist.
Haben deine Frau und du oder wuerden deine Frau und du darueber nachdenken zu Diagnostizieren bei einem Schwangerschaftsfall?
Ich frage das bewusst vor dem hintergrund das du schreibst das du selbst mit einem Genetischen Defekt geboren wurdest.


Ich hab zwar noch keine Frau, aber heute schließe ich kategorisch aus Kinder zu kriegen, das sage ich jetzt als junger unerfahrener 21-jähriger, der nicht wirklich viel Plan vom Leben hat. Falls sich meine Meinung dazu im Laufe des Lebens ändern sollte was das Kinderkriegen angeht, weil ich das Bedürfnis danach entwickeln sollte, würde ich glaube ich verzichten es zu wissen. Erstens weil es mir nie wirklich an was mangelte, außer dass ich körperlich (aufgrund der Krankheit) eingeschränkt bin. Zweitens weil es immernoch die 50% Chance gebe dass die Krankheit nicht ausgebildet wird (autosomal dominant) und sie sich beim weiblichen Geschlecht zusätzlich kaum ausbildet!

Ich sehe vielmehr die Gefahr in solchen Methoden, wie hilfreich sie z.Z. auch sind und Vorbeugungseigenschaft haben, dass sich das in Zukunft so pervers entwickelt durch die Technologie, dass es dann heißt " Wie, unser Kind wird rote Haare haben??? Nein wir wollen ein anderes!" oder "Es wird kurzsichtig werden? Oh mein Gott, Bitte nicht!". Also dass bereits Kleinigkeiten genutzt werden um sich so ein perfektes Designer-Baby zu formen, etwas krank meiner Meinung nach!
 
Solange es nicht pervertiert wird, in Bezug auf äußere Merkmale usw. sondern nur auf Krankheiten finde ich es in Ordnung. Denke ich.
So sehr habe ich mich damit bisher nicht auseinandergesetzt.
 
Find ich eine super sache.
Einfach weil man einige erkrankungen und behinderungen schon im Fruehstadium diagnostizieren kann.

"Qualitaetskontrolle menschlichen lebens" ist natuerlich ein unangenehmer begriff.
Ich finde es gut da es die Entscheidungsfreiheit der Eltern vergroessert.
Ein Kind mit einer starken behinderung das ein leben lang ein Pflegefall bleibt ist eine starke belastung.
Dabei kann das gesammte Leben den Bach runter gehn auch wenn man dieses Kind liebt.
Wenn moeglich dann sollte es den Eltern gestattet sein moeglichst ein gesundes Kind zu zeugen.

Wir wissen alle das sowas nur allzu gerne aus dem Ruder läuft.
Sofern keine Gesetze klipp und klar stellen wann der eingriff gemacht werden darf und wann nicht.Sehe ich hier die gefahr,wie sie schon in Gattaaca geschieldert wurde.
 
Ich hab zwar noch keine Frau, aber heute schließe ich kategorisch aus Kinder zu kriegen, das sage ich jetzt als junger unerfahrener 21-jähriger, der nicht wirklich viel Plan vom Leben hat. Falls sich meine Meinung dazu im Laufe des Lebens ändern sollte was das Kinderkriegen angeht, weil ich das Bedürfnis danach entwickeln sollte, würde ich glaube ich verzichten es zu wissen. Erstens weil es mir nie wirklich an was mangelte, außer dass ich körperlich (aufgrund der Krankheit) eingeschränkt bin. Zweitens weil es immernoch die 50% Chance gebe dass die Krankheit nicht ausgebildet wird (autosomal dominant) und sie sich beim weiblichen Geschlecht zusätzlich kaum ausbildet!

Ich sehe vielmehr die Gefahr in solchen Methoden, wie hilfreich sie z.Z. auch sind und Vorbeugungseigenschaft haben, dass sich das in Zukunft so pervers entwickelt durch die Technologie, dass es dann heißt " Wie, unser Kind wird rote Haare haben??? Nein wir wollen ein anderes!" oder "Es wird kurzsichtig werden? Oh mein Gott, Bitte nicht!". Also dass bereits Kleinigkeiten genutzt werden um sich so ein perfektes Designer-Baby zu formen, etwas krank meiner Meinung nach!

genau das würde passieren und aus diesem grund bin ich dagegen. obwohl es wirklich eine gute sache wäre um genetische krankheiten von vornherein auszuschliessen.
 
Find ich eine super sache.
Einfach weil man einige erkrankungen und behinderungen schon im Fruehstadium diagnostizieren kann.

"Qualitaetskontrolle menschlichen lebens" ist natuerlich ein unangenehmer begriff.
Ich finde es gut da es die Entscheidungsfreiheit der Eltern vergroessert.
Ein Kind mit einer starken behinderung das ein leben lang ein Pflegefall bleibt ist eine starke belastung.
Dabei kann das gesammte Leben den Bach runter gehn auch wenn man dieses Kind liebt.
Wenn moeglich dann sollte es den Eltern gestattet sein moeglichst ein gesundes Kind zu zeugen.

Ansatzweise verstehe ich deinen Gedankengang, nur findest du nicht, dass der Mensch an sich, gar nicht die Macht dazu haben sollte, darüber zu entscheiden, welches Leben lebenswert ist und welches nicht? Ich meine, zu sagen, man lässt alle Embryos, die eine Anomalie aufweisen, abtöten, wäre für mich persönlich nicht machbar. Egal ob psychisch oder physisch behindert, ein Mensch hat darüber nicht zu entscheiden, ob das Leben eines Behinderten weniger wert ist als das eines gesunden Menschens. Der Aspekt, dass es eine Belastung für die Eltern wäre, okay, nur denke ich mir, dass sich jedes Paar, dass sich dazu entschließt, Kinder zu kriegen, sich solcher Dinge im vornherein bewusst sein sollte. Wer sowas nicht packt, soll auch keine Kinder auf die Welt setzen.
 
Nun darüber scheiden sich die Geister hier! Es gibt jedoch eine Untersuchnung die man ab der 13. SSW machen kann und dort wird der Embryio auf mögliche genetische Defekte untersucht! Sollte mit dem Embriyo etwas nicht stimmen, haben die Eltern die Möglichkeit aufgrund dessen die SSW zu unterbrechen! Weiterhin hat man die Möglichkeit eine Fruchtwasseruntersuch ab der 16.SSW durchzuführen, sollten dort ebenfalls "Auffälligkeiten" vorkommen, darf diese SSW unterbrochen werden!

Wo also ist die Logik, die PID zu verbieten, wenn man zu einem späteren Zeitpunkt noch immer die Möglichkeit hat, die SSW aufgrund irgendwelcher "Auffälligkeiten" die SSW zu unterbrechen, und der Gesetgeben segnet dies ab! Die Logik beisst sich!

Ich persönlich, finde ein Verbot der PID sinnlos! Man hat die Möglichkeit die SSW zu einem späteren Zeitpunkt die SSW zu unterbrechen, daß jedoch finde ich noch viel grausamer!

Respekt vor jenen Eltern, die trotz einem negativen Befund, sich dazu entschliessen ein geistig oder körperlich behindertes Kind zu bekommen! Respekt vor all diesem Mut und der Kraft!
 
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