in bosnien wird weder so ein staatimstaat prinzip, noch ein prinzip des zentralstaates funktionieren...
damit sich nicht einige ans bein gepisst fühlen, zentralstaat ist auch in homogeneren staaten scheisse, siehe kroatien... rumheulen wegen belgrad während jugoslawienzeit, dann aber nach dem gleichen modell kroatien zentralisieren...
Das Wort "Republik" bezeichnet an sich nur die Regierungsform und definiert nicht den Status eines Territoriums, ich weiß gar nicht warum man auf dem Balkan auf das Wort "Republik" so allergisch reagiert, sei es "Republika Srpska" oder "Republik Kosovo"Die RS ist kein Staat, aber sie wird republikanisch regiert, sie ist eine föderale Einheit des Staates Bosnien und Herzegowina, eine Teilrepublik oder Entität, völlig Wurscht, auch wenn jetzt viele allergisch reagieren werden^^ Das Gegenteil von Republik wäre Monarchie und die RS ist keine Monarchie
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Es gibt verschiedene internationale Konventionen, die das definieren, aber das wird am Ende sowieso von jedem so ausgelegt, wie er Bock hat. Zum Beispiel das Selbstbestimmungsrecht der Völker, für das man sich nach dem 1. Weltkrieg stark gemacht hatte, nur galt dieses Recht für manche Völker mehr, als für andere. Stark benachteiligt wurden die Deutschen und Ungarn, darum lebten nach dem Weltkrieg Millionen von Deutschen und Ungarn außerhalb ihres Landes in Tschechien (Sudetenland), Italien (Südtirol), Jugoslawien (Vojvodina) und Rumänien (Siebenbürgen).
Meiner Meinung nach hat jedes Volk das Recht auf Selbstbestimmung, wenn man aber auf engstem Raum und so zerstreut lebt, wie unsere Völker auf dem Balkan, müssen Kompromisse geschlossen werden. Sowohl die Serben, als auch die Bosniaken und Kroaten haben auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien das Recht auf Selbstbestimmung, schließlich ist das auch ihr Siedlungsgebiet und ein Serbe ist in Bosnien nicht im fremden Land, genauso ist ein Bosniake in Novi Pazar der Gastgeber und nicht Gast. Bevor wir aber anfangen aus jedem Bezirk einen Staat zu machen, bevorzuge ich lieber autonome Kantone, Entitäten, Distrikte was auch immer, in der Schweiz ist das auch möglich. Und je mehr Volk A versucht Volk B ein Recht abzusprechen, umso lauter wird Volk B um sein Recht kämpfen.
Du weisst aber schon das die RS keine Republik ist?
Demzufolge haben sie auch kein Recht auf eine Republik, Entität schon da diese ja mit dem Dayton Vertrag aller 3 Völker und der Nachbarstaaten besiegelt wurde.
Aber abgesehen von den Tatsachen sehe ich für BiH keine Zukunft ausser dem vorgegaukeltem Frieden.
Vetternwirtschaft, Religions"faschismuss", kein gegenseitiges Vertrauen der Völker, gegenseitige Interessen und Zukunftswünsche usw. usf.
Es sind einfach zu viele Streitpunkte die man nie auf einen Nenner bringen wird ausser mit Gewalt oder über die Köpfe der Bevölkerung hinweg was wiederum zu Gewalt führen würde.
Eigentlich wie in Jugoslawien nur um einiges schlimmer da in BiH nicht einmal jedes Volk sein eigenes politisches Revier hat was damals zumindest die Teilrepubliken sicherstellten.
Das schlimme ist, diese "unüberwindbaren" Probleme sind von einigen Parteien bewusst insziniert, von den anderen bewusst gedultet weil man lieber sich selber schadet als dem "Feind" auch nur ein Fussbreit zuzugestehen.
Die einzig annehmbare Lösung m.M.n. wäre eine Kantonisierung mit weitreichender finanzieller wie auch politischer Macht selbiger um dem Argument der nicht glaubhaften Zentralregierung entgegenzuwirken.
Da aber die Serben keinen Handlungsbedarf sehen da sie "ihre" RS haben ist auch diese Ideallösung nur eine Wunschvorstellung.
Wenns hier nur um Diskriminierungsverhinderung und Autonomie geht, warum nennt man es dann "serbische republik" müsste da nicht etwas passendes zum Staate Bosnien und Herzegowina her?
Wieso wird jeglicher Bezug zu BiH verhindert? (Serbische Flaggen, fast 1:1 wie die von Serbien, alle 50m eine etc., oder Umänderung von Stadtnamen wie "Bosanski Novi" in "Novi Grad" etc ?)
Ist ziemlich lächerlich hier die legitimität der RS mit irgendwelchen "guten Absichten" begründen zu wollen, zumal die RS von Kriegsverbrechern und Nationalisten erschaffen wurde. Der Name sagt ja schon alles, primitiv, dumm und nationalistisch.
divide et impera....in bosnien wird weder so ein staatimstaat prinzip, noch ein prinzip des zentralstaates funktionieren...
damit sich nicht einige ans bein gepisst fühlen, zentralstaat ist auch in homogeneren staaten scheisse, siehe kroatien... rumheulen wegen belgrad während jugoslawienzeit, dann aber nach dem gleichen modell kroatien zentralisieren...
das schweizer modell würde gut passen, kantonalisierung, mehr eigenverantwortung... wichtige staatliche apparate verteilen... in der schweiz ist bern die hauptstadt und hat die verwaltung inne, der wirtschafts dreh- und angelpunkt ist zürich, die hohen gerichte in lausanne, usw. usw.... und niemand heult rum, jeder darf sich wichtig und nicht marginalisiert fühlen...
eine rs ist da höchst unproduktiv und auf mittel- und lanfristige zeit bloss wieder ein grund, krieg anzufangen... so lange da die internationale gemeinschaft ein auge drauf hat aus irgendwelchen eigenen gründen, so lange wird vermutlich nichts passieren... es wurde nicht einfach so ein 51%-49% gebilde konstruiert, eine notlösung, mit der man versuchte ein gleichgewicht zu erstellen...
die rs wird früher oder später allen wieder viel kopfschmerzen bereiten... viel zu viel... ich weiss nicht was sich diese freaks bei der ausarbeitung des daytoner vertrags gedacht haben... man hätte viel mehr der militärischel lösung zeit lassen sollen... wenn sie schon 4 jahre untätig zugeschaut haben, dann hätten sie noch zwei drei monate warten können... es hiess ja schon damals, was ihr mit waffengewalt erorbert, dass wird euch gehören... warum genau bei 51-49 schluss war, kann man sich ja vorstellen...
so aber liess man (bewusst?) wieder spielraum für zukünftige kriege...
divide et impera....
Bosnien ist ein paralysierter Staat, der nie eine ernsthafte Konkurrenz zu anderen Staaten in jeglicher Form darstellen wird, sondern nur als Konsummarkt für westliche Produkte agiert, ein Konsumstaat sozusagen
Ich stimme diesbezüglich Komarac weitgehend zu welcher bereits auf deinen Beitrag eingegangen ist. Bezüglich der von Dir angesprochenen Probleme und Zusammenhänge stimme ich dir allerdings auch zu, nur glaube ich nicht das eine Kantonalisierung die Probleme, insbesondere die zwischen den Ethnien aufheben würde. Die FBiH ist in Kantone aufgeteilt und man sieht das es dort nocht schlechter funktioniert als in der RS....keine gute Vorstellung für "Gesamt-BiH".
Ich habe mal ähnliche Überlegungen gehabt, mußte allerdings eineshen das die Bosnier nunmal keine Schweizer sind; man stelle sich vor die Schweizer würden sich gegenseitig das Leben so schwer machen wie die Leute in BiH, dann sehe es dort ähnlich aus, Kantone hin oder her.
Es geht nicht nur um Diskriminerungsverhinderung, sondern auch darum (meiner Ansicht nach) legitime nationale Ansprüche umzusetzen. Die bosnischen Serben sind nun mal Serben, wenn sie die von ihnen dominierte territoriale Einheit danach benennen wollen, dann können sie das auch tun. Das heute neutral benannte Brod, hiess bereits Srpski Brod, Bosanski Brod und davor (zu osmanischen Zeiten) Turski Brod.
Du bist sicher der Meinung das es ein legitimer nationaler Anspruch der Bosniaken war sich von Jugoslawien, auch ohne Einverständniss der Serben, mit Gesamt-BiH abzuspalten.....nun das sehen ich und die absolute Mehrheit der bosnischen Serben eben anders.
Wurden nicht alle Bürger BiHs aufgerufen an dem Referendum teilzunehmen?
BiH hatte in Jugoslawien eine neutralisierende Funktion zwischen Kroatien und Serbien, weche beide im Laufe der Geschichte Anspruch darauf erhebten BiH in das eigene Staatsgebiet zu integrieren.
Nach dem Zusammenbruch YU's brauchte man auch kein "Mini-Jugoslawien" mehr, vor allem dann nicht wenn man es nicht wenigstens danach benennen will. Warum nennt man BIH nicht einfach "Jugoslawische Republik BiH" ?
Gegen "Jugoslovenski Brod" hätten die Serben vermutlich auch nichts auszusetzen. Aber nein man legt wert darauf das es BiH heisst, richtig ? Und warum weil man sich, bzw. die sogenannten "Bosniaken" als rechtmäßige Erben Gesamt-BiHs betrachtet. Nun das seit ihr aber eben nicht allein. Auch wenn die Volksbezeichnung Bosniaken Geschichtsunkundigen dies leicht suggeriert.
DIe Kroaten können von mir aus West-Mostar in "hrvatski Mostar" umbennen, ich hätte nicht dagegen, denn sie und die kroatische Kultur sind genauso integraler historsicher Bestandteil dieser Region.
Und was die von dir angesprochenen Verbrecher betrifft welche die RS erschaffen haben......es gibt in BiH heute rein serbische Gebiete aus den gleichen Gründen warum es rein kroatische und rein bosniakische gibt.
Es reicht im übrigen auch nicht aus, um zu erörtern ob nationale Ansprüche auf ein bestimmtes Gebiet bestehen, nur in die letzten 20 Jahre zu blicken....man muß dazu schon die gesamte historische Entwicklung in Betracht ziehen. BiH hat bei dieser Betrachtung nicht mehr Existenzrecht als Jugoslawien.
Die durch das Referendum auf demokratische Art und Weisse beschlossene Loslösung von Jugoslawien oder besser gesagt Serbien&MN hatte keinem auch nur ein Haar gekrümmt.
Kaum einer hat deswegen sein Haus, sein Land, seine Arbeit verloren.
Die Ausrufung der RS die mit Mord, Vertreibung und Terror an nicht Serben einherging war von Anfang an darauf angelehnt und entfesselte überhaupt erst den folgenden, an Anzahl der Verbrechen aber spürbar schwächeren, Revanchismus.
Das gleiche gilt auch für alle anderen Teilrepubliken Jugoslawiens dessen Existenzberechtigung nur Serben, und das fast 50 Jahre später, in Frage stellten.
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