Das hat weniger mit dem Lesen als mit dem Verständnis des Gelesenen zu tun. Hättest du es gleich so wie gerade eben formuliert, hätte ich es verstanden.
Nun, ich tue das bedingt. Ich bin mir dessen bewusst, dass es nicht ganz vergleichbar ist, aber so abwegig ist der Vergleich nicht. Ich habe mich jahrelang mit Ethnologie befasst. Es ist auch nur eine Wissenschaft, auch wenn die ethnische Zugehörigkeit nicht ganz so klar definiert ist wie die Geschlechtszugehörigkeit. Aber sie kann rein wissenschaftlich definiert werden.
1. Nicht alles, was der Mensch tut, fühlt oder denkt hat Sinn.
2. Man sieht es nicht nur als Mutterstatt, es IST der Mutterstaat der eigenen Nation.
Nehmen wir folgenden Fall an. BiH hat man nun aufgeteilt und die West-Herzegowina hätte sich an Kroatien angeschlossen. Was sind dann die Menschen da in ethnischem Sinn? Katholische Bosnier? Katholische Herzegowiner? Das gilt jetzt aufgrund deiner endgültigen Stellungnahme eigentlich nich mal dir, sondern den Mitlesern, denn es gibt ja doch viele, welche den BiH-Kroaten ihre kroatische Identität absprechen.---
Schön! So deutlich hast du es bislang nicht formuliert. Du müsstest Verständnis dafür haben, dass man dich aufgrund der bisherigen Äusserungen auch anders verstehen konnte.
Ich hege auch eine Zuneigung zum Staat BiH, und nicht einmal eine heimliche. Deshalb werde ich BiH-Kroaten und -Serben aber nicht als katholische oder orthodoxe Bosnier bezeichnen. Deren ethnische Zugehörigkeit ist nicht das Problem BiHs, sondern deren Instrumentalisierung.
Du kannst mich nun überheblich nennen, aber es gibt genau zwei Bereiche, über die ich nicht bzw. nur sehr eingeschränkt mit Laien diskutieren werde: Ethnologie und Geschichte.