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„Schwerster Angriff seit dem Holocaust“

  • Ersteller Ersteller Gelöschtes Mitglied 11200
  • Erstellt am Erstellt am
Das überrascht mich jetzt so gar nicht. :lol:

Mich würde nur interessieren, ob das genau so gelaufen wäre, wenn die Juden keine Beschneidung gefordert hätte und die nicht annähernd so starke muslimische Lobby den Kampf hätte führen müssen...

Fragen über Fragen ...
Jetzt tut die muslimische Lobby sicher leid :lol: und höre auf, ständig an beschnittene Schwänze zu denken, nachher brennt es sich dir noch ins Gedächtnis ein
 
Verstümmeln also ... und wenn Millionen Männer wegen Vorhautverengung entsprechend behandelt werden ist es plötzlich keine Verstümmelung mehr

Wenn diese Männer eine Vorhautverengung haben und sich dazu entscheiden, diese entfernen zu lassen, dann ist es eine Verstümmelung mit ihrem persönlichen Einverständnis und noch dazu eine Begründete. Ob ein Zungenpiercing, Mandelentfernung.. alles sind Verstümmelungen des Körpers, aber solange nicht deine Eltern darüber entscheiden und es dir aufzwingen oder es nicht medizinisch notwendig ist, es absolut in Ordnung.
 
Irgendwann wird die Mehrheit der Menschen schon zur Vernunft kommen und eine Beschneidung bei Kindern ohne medizinische Indikation verbieten. Leider ist das Urteil seiner Zeit weit voraus, da noch zu viele, insbesondere Politiker, nicht reif genug sind rationale Entscheidungen zu treffen. Deswegen werden bis zu einem solchen Gesetz noch sicher einige Jahre wenn nicht Jahrzehnte vergehen.
 
Eigentlich ist es mir ja egal wer sein Kind beschneiden lässt oder nicht.

Juristisch ist der Fall allerdings für mich recht klar. Es handelt sich um einen unnötigen Eingriff in die körperliche Integrität, die eben in Deutschland gesetzlich geschützt ist. Dagegen steht die Religionsfreiheit, die auch geschützt ist, aber eben im Vergleich mit der körperlichen Unversehrtheit weniger bedeutet. Und dabei ist es völlig egal, ob die Beschneidung weh tut oder harmlos ist, es ist ein Eingriff.

So einfach ist das.
 
Eigentlich ist es mir ja egal wer sein Kind beschneiden lässt oder nicht.

Juristisch ist der Fall allerdings für mich recht klar. Es handelt sich um einen unnötigen Eingriff in die körperliche Integrität, die eben in Deutschland gesetzlich geschützt ist. Dagegen steht die Religionsfreiheit, die auch geschützt ist, aber eben im Vergleich mit der körperlichen Unversehrtheit weniger bedeutet. Und dabei ist es völlig egal, ob die Beschneidung weh tut oder harmlos ist, es ist ein Eingriff.

So einfach ist das.

So einfach ist es garnicht. Die körperliche Unversehrtheit des Kindes spielt in Deutschland keine Rolle, wenn eine vermutete psychische Beeinträchtigung des Kindes dadurch abgewandt wird- haben wir lang und breit in dem anderen Thread diskutiert. Wenn die Eltern als Kinder wegen ihren Ohren gehänselt wurden, redet ihnen niemand rein, wenn sie einem glücklichen Kindergartenkind am Knorper rumschnibbeln lassen, weil sie in der Schule Hänseleien befürchten.
Bei Juden hängt mit der Beschneidung die Namensgebung des Kindes und der Eintritt in den Bund mit Gott zusammen- frag mal, was für Menschen mit einem spirituellen Selbstverständnis dramatischer ist- Abstriche bei der ästhetischen Attraktivität des Kindes (Ohren) oder Abkehr vom religiösen Selbstverständnis?
Die Objektivität des Urteils ist vorgeschoben, denn was begründet ist und was nicht, hängt hier vom Selbstverständnis ab.
Man könnte bei kindern, deren Eltern eine OP des Ohrenknorpels anstreben, auch die Eltern in Psychotherapie schicken, und darauf aufmerksam machen, dass wir in einer völlig gestörten Gesellschaft leben, die gesunde Sinnesorgane nach dem Winkel, in dem sie abstehen beurteilen, aber die Unantastbarkeit eines Häutchens am Penis zur Staatsfrage macht.
 
Der Mann drückt das ganze zwar drastisch aus, aus seiner Sicht hat er völlig recht - mit einem solchen Gesetz würde von den Juden verlangt, ihre Religion so zu ändern, dass es den Deutschen passt. Mich wundert, dass das Gericht da nicht vorher drüber nachgedacht hat, und wenn es drüber nachgedacht hat umso schlimmer. Und in Deutschland wäre das tatsächlich der schlimmste Angriff von staatlicher Seite gegen das Judentum seit dem Holocaust, dass heit nicht, dass dieser Angriff das gleiche Ausmaß hat, wie der Holocaust, aber er zwingt Juden zu einer radikalen Änderung ihrer religiösen Praktiken, zu einer Abkehr von ihrem Selbstverständnis oder zur Heimlichkeit.
 
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