Russland entwickelt Unterwasser-Drohnen für Sondereinsätze - MEHR
Russland entwickelt Unterwasser-Drohnen für Sondereinsätze
12:18 31/08/2012
MOSKAU, 31. August (RIA Novosti)
In Russland laufen zurzeit Arbeiten zur Entwicklung von Unterwasser-Drohnen, die Sonderaufgaben erfüllen sollen.
Dies teilte am Freitag Anatolij Schlemow, Verwaltungschef der russischen Schiffbauholding, im Interview mit RIA Novosti mit.
„Bereits 1989 wurde beschlossen, dass es zweckmäßig ist, diese Aufgaben Roboter durchführen zu lassen. Das sind ebenfalls Drohnen, nur in einem anderen Medium - unter Wasser. Den gleichen Weg geht auch die US-Marine“, sagte Schlemow.
Nach seinen Worten ist es eine „sehr aussichtsreiche Richtung“. Eben deswegen, wie er betonte, hatte die russische Kriegsmarine auf den Erwerb von Klein-U-Booten vom Typ „Piranha“ zu Sondereinsätzen, einschließlich von Diversions- und Antidiversionseinsätzen, verzichtet.
„Die Mini-U-Boote ‚Piranha’ werden für die Ausfuhr angeboten“, präzisierte Schlemow.
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Erstes Atom-U-Boot der Borej-Klasse für Nordflotte, zweites für Pazifikflotte - MEHR

„Alexander Newski“
© RIA Novosti. Sergej Mamontov
12:32 31/08/2012
MOSKAU, 31. August (RIA Novosti).
Die „Juri Dolgoruki“, das erste Schiff der Baureihe der Atom-U-Boote des
Projekts 955 Borej, wird den Dienst in der russischen Nordflotte und das
zweite Atom-U-Boot „Alexander Newski“ in der Pazifikflotte versehen.
Das teilte Anatoli Schlemow, Leiter des Departements für den staatlichen Verteidigungsauftrag bei der Vereinigten Schiffbaukorporation, in einem Interview für RIA Novosti mit.
Die strategischen Atom-U-Boote des Projekts 955 sollen nach 2020 die Grundlage der maritimen strategischen Kernwaffenkräfte Russlands bilden. Sie werden die heutigen Atom-U-Boote (Projekt 667, Code: Delfin und Kalmar nach der Nato-Klassifikation: Delta-4 und Delta-3) ablösen.
Das Atom-U-Boot „Juri Dolgoruki“ (Projekt 955, Code: Borej) hat folgende Daten:
Wasserverdrängung: 14700/24000 Tonnen;
Abmessungen: 170x13,5x9 Meter;
Maximale Tauchtiefe: 450 Meter;
Geschwindigkeit: 15/29 Knoten;
Besatzung: 107 Mann, darunter 55 Offiziere. Alle U-Boote des Projekts 955 Borej werden mit Bulawa-Raketen bestückt.
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Antwort auf US-System Aegis: Russland entwickelt eigene seegestützte Raketenabwehr

US-amerikanischen elektronischen Warn- und Feuerleitsystem auf Kriegsschiffen Aegis
© AFP/ HO/US NAVY (Released)
11:08 31/08/2012
MOSKAU, 31. August (RIA Novosti).
Russland arbeitet an einem eigenen seegestützten Raketenabwehrsystem, das dem US-amerikanischen elektronischen Warn- und Feuerleitsystem auf
Kriegsschiffen Aegis ähneln soll, teilt Anatoli Schlemow, Leiter des Departements für den staatlichen Verteidigungsauftrag bei der Vereinigten Schiffbaukorporation mit.
Seinen Worten nach werden die Analoga der Aegis-Systeme unter anderem in Betrieben, die dem
Luftverteidigungskonzern Almas-Antej angehören, entwickelt.
Das Aegis-System sichert die gleichzeitige Verfolgung und Vernichtung von Zielen zu Lande, in und unter Wasser sowie in der Luft.
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Russland baut neuartige Raketenabwehr-Schiffe
11:56 23/06/2012
SANKT PETERSBURG, 23. Juni (RIA Novosti).
Die russische Marine gibt Zerstörer mit Raketenabwehr-Waffen in Auftrag. Ein erstes Schiff der neuen Baureihe soll 2016 auf Kiel gelegt werden, wie der Chef der russischen Schiffbauholding USC, Roman Trozenko, mitteilte.
Insgesamt sechs Zerstörer sollen gebaut werden, sagte Trozenko am Freitag in Sankt Petersburg. Das aus dem Konstruktionsbüro Sewernoje stammende Konzept der neuen Schiffsklasse solle in den Sankt Petersburger Werften Sewernaja Werf und Baltijski Sawod umgesetzt werden. Die neuen Schiffe würden zukünftig den Kern der russischen Raketenabwehr- und Weltraumverteidigung im Weltmeer bilden, sagte Trozenko.
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Meinungen
Flottenmanöver als Spiegelbild der großen Politik

Flottenmanöver als Spiegelbild der großen Politik
© Photo Pressedienst des Militärbezirks West für Nordflotte
17:01 30/08/2012
Ilja Kramnik für RIA Novosti
Am Samstag ist das gemeinsame Seemanöver der russischen Marine mit der Nato unter dem Codenamen „
Northern Eagle 2012“ zu Ende gegangen.
Die dreitägigen Übungen von Kriegs- und Hilfseinsätzen fanden im Europäischen Nordmeer und in der Barentssee statt.
Die Übung selbst war interessant, aber sie bestätigte einen Trend:
Russland und die Nato veranstalten immer häufiger gemeinsame Manöver.
„Northern Eagle“: Was nicht in der Pressemitteilung stand
Was noch wichtiger ist: Russland und die Nato üben immer häufiger Militäreinsätze. In der Vergangenheit wurden vor allem humanitäre Operationen gemeinsam geübt. Das jüngste Manöver war viel inhaltsreicher und interessanter als in der offiziellen Pressemitteilung geschildert wurde.
Die
russische Marine zeigte bei den Rettungsübungen ihr ganzes Können: ein
Ka-27-Hubschrauber startete als erster vom großen U-Boot-Zerstörer „Admiral Tschabanenko“ und entdeckte im Wasser als erster Flöße mit Puppen. Die Übung verlief übrigens unter realitätsnahen Bedingungen: Die Norweger warfen die Puppen ins Meer ab, ohne genau mitzuteilen, wo und wann sie das tun.
Den Teilnehmern zufolge wurde die Suche nach den Puppen durch die Großzahl von „falschen Zielen“ im Gewässer erschwert: In diesem Gebiet sind viele Fischer unterwegs, die ihre Netze einholen.
Die Besatzung der „
Admiral Tschabanenko“ gab auch bei den anderen Einsätzen eine hervorragende Figur ab, was nicht verwunderlich ist: Das Schiff unter dem Kommando von Kapitän Stanislaw Warik hat
in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 40 000 Meilen zurückgelegt, was ein Rekord in der Marine ist. Zuvor hatte der U-Boot-Zerstörer an den internationalen Übungen „FRUKUS 2012“ und „Pomor 2012“ sowie an mehreren Manövern der russischen Marine teilgenommen.
Neben dem norwegischen Küstenwachschiff „Nordcapp“ traf auch die „Admiral Tschabanenko“ ein schwimmendes Ziel.
Der US-amerikanische Zerstörer „Farragut“ konnte an dieser Übung wegen eines Defekts seiner 127-Millimeter-Kanone nicht teilnehmen. Nach der Reparatur übten die Amerikaner das Schießen selbständig.
Nicht nur die russischen Marinesoldaten, sondern auch die Piloten hatten bei „Northern Eagle 2012“ die Möglichkeit, ihr Können zu zeigen. Die
Su-33-Bordjets flogen fast in Schallgeschwindigkeit 20 Meter über die Schiffe hinweg, was ihre rechtzeitige Erfassung wesentlich erschwerte.
Auf Bitten der Amerikaner wurde die Flughöhe auf 50 Meter angehoben. Auf der Seite der Nato zeigten die norwegischen F-16-Piloten ihr Können, wagten aber keine Flüge in sehr geringer Höhe.
Neben den Kampfjets nahmen an dem Manöver auch die norwegischen U-Boot-Abwehr-Flugzeuge P-3 Orion (Herstellerland: USA) und die russischen Iljuschin-38 teil.
Vorteilhafte Manöver
Neben der Northern-Eagle-Übung nahm die russische Marine in diesem Jahr auch an anderen internationalen Manövern teil. Besonders wichtig war das „RIMPAC-2012-Manöver“ im Pazifik, das im Juni und Juli stattgefunden hatte.
Die Russen beteiligten sich zum ersten Mal an den weltweit größten Marineübungen, die seit den 1970er-Jahren ausgerichtet werden. Früher diente die Übung dazu, die Kampfbereitschaft der Flotten aus dem Asien-Pazifik-Raum mit den USA an der Spitze gegenüber der sowjetischen Pazifik-Flotte zu prüfen.
Wer heute als möglicher Gegner gilt, wird offen nicht ausgesprochen. Wer gemeint ist, ist aber klar, wenn man die Teilnehmerliste sieht, auf der nahezu alle Länder aus dem Asien-Pazifik-Raum außer China, Nordkorea und Pakistan standen.
Dabei hatten die Russen noch im Frühjahr an einem gemeinsamen Manöver mit China im Pazifik teilgenommen. Das war aber kein Hindernis für ihre Beteiligung an der RIMPAC-Übung.
Die internationalen Manöver unter Mitwirkung Russlands sind derzeit so umfassend wie wohl nie zuvor. Dazu gehörten die „kontinentalen“ Übungen der Organisation der Vertrags über die kollektive Sicherheit (OVKS), die Marine- und Bodenmanöver mit Indien, die Boden-, Marine- und Luftmanöver mit China und den USA, gegenseitige Besuche von Militärdelegationen usw.
Es wäre wohl falsch, daraus Schlussfolgerungen über Russlands politische Interessen zu ziehen. Offensichtlich ist aber, dass sich Moskau in einer vorteilhaften Situation befindet. Russland hat keine Bündnis-Verpflichtungen gegenüber den USA und China, bildete trotz einiger Reibungen einen eigenen militärpolitischen Block. Die Teilnehmer dieses Bündnisses sind sehr interessiert an guten Nachbarschaftsbeziehungen und einer ernsthaften Kooperation mit Russland.
Außerhalb der OVKS will Russland möglichst keine Bündnisse eingehen und mehr freien Handlungsspielraum haben.
Metronom der russischen Flotte
„Erst eine Reform, dann eine weitere, dann noch eine dritte… Es gab schon so viele Reformen, die alle gescheitert sind. Heute entscheidet sich unser Schicksal – wenn die jetzige Reform keine Wirkung zeigt, dann wird es später nichts mehr zu reformieren geben.“ Diese These haben zuletzt viele Offiziere und Reservisten in Bezug auf die Situation in der russischen Marine geäußert.
Eines der wichtigsten Probleme sind die überalterten Schiffe. Selbst die „Admiral Tschabanenko“, eines der neuesten Schiffe der Nordflotte, wurde bereits vor 16 Jahren in Dienst gestellt. Die meisten Schiffe der Nordflotte wurden noch zu Sowjetzeiten gebaut.
Ob neue Flugzeugträger gebaut werden oder nicht, steht in den Sternen. Am wichtigsten ist, dass die Marine über eine Basis verfügen muss, nämlich über viele Mehrzweckschiffe mit großer Reichweite und moderner Raketenrüstung. Die Korvetten, deren Bau bereits begonnen hat, sind für die Ostsee und das Schwarze Meer geeignet, vielleicht auch für das Japanische und das Mittelmeer. Für die Nord- und Pazifikflotte sind aber größere Schiffe nötig.
Die Fregatten der neuen Generation des Projekts 22350 mit einer Wasserverdrängung von etwa 4500 Tonnen und diversen Waffen sind für die Nordflotte bestimmt und können vor allem die in den Sowjetzeiten gebauten größeren Zerstörer und U-Boot-Zerstörer ersetzen.
Um auf den Weltmeeren eine wichtige Rolle zu spielen, müssen die Seestreitkräfte aber über moderne Zerstörer mit einer Wasserverdrängung von 10 000 und mehr Tonnen und über zahlreichen neuen Waffen verfügen.
Solche Schiffe bilden die Basis der US- und der japanischen Marine. Auch in anderen Ländern werden sie zurzeit gebaut. In Russland wurde der Baubeginn eines solchen Schiffes von 2010 auf 2013 bzw. 2014 verschoben.
Planmäßig sollen bis dahin viele für die neuen Großschiffe bestimmte Ausrüstungen auf kleineren Korvetten und Fregatten erprobt werden, was den Bau des ersten neuen Zerstörers beschleunigen soll. Die erste Serie wird voraussichtlich aus sechs Schiffen bestehen. In Wirklichkeit braucht die russische Marine aber zwölf bis 16 Schiffe dieser Klasse.
Ein weiteres Problem ist die Ausbildung von Marinesoldaten. Die Verkürzung der Wehrpflicht auf ein Jahr hat dazu geführt, dass viele ausgebildete Matrosen die Flotte sofort nach dem Ablauf der Dienstzeit verlassen.
Offiziere sind sich einig, dass Marinesoldaten nur freiwillig auf Vertragsbasis angeheuert werden sollten. Wenn man bedenkt, dass die zahlenmäßige Stärke der russischen Seestreitkräfte relativ gering ist, sollte der Übergang zur Berufsflotte kein unlösbares Problem für den Staatshaushalt darstellen.
Während man sich in Moskau und St. Petersburg über die Zukunft der Marine nachdenkt, bereiten sich die Matrosen auf die Herbstmanöver vor.
Wann die Nordflotte ausreichend neue Schiffe hat, ist im Moment schwer zu sagen. Das Personal für sie wird aber schon jetzt ausgebildet.
Zum Verfasser: Ilja Kramnik ist Journalist des Rundfunksenders „Stimme Russlands“.
Die Meinung des Verfassers muss nicht mit der von RIA Novosti übereinstimmen.
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EIGENE MEINUNG:
1) Klar, dass es viele Schiffe aus der Zeit der UdSSR (Zerfall 1991) gibt. Man kann nicht von heute auf morgen die ganze Marine (fast 300 Schiffe) modernisieren oder sofort durch neue Schiffe ersetzen. Klar ist aber, dass in die Marine viel investiert wird. Neue Schiffe werden natürlich gebaut.
2) Die Übungen haben klar bewiesen, dass russische Marinesoldaten perfekt ausgebildet sind!
...
...)
Bewiesen wurde auch, dass auch moderne US-Schiffe mit Problemen zu kämpfen haben!
Die USS Farragut (DDG-99) ist ein Zerstörer der United States Navy und gehört der Arleigh-Burke-Klasse an. Namenspatron des Schiffes ist David Glasgow Farragut, ein bekannter Marineoffizier aus dem 19. Jahrhundert.
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Bestellung[/TD]
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6. März 1998[/TD]
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Kiellegung[/TD]
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9. Januar 2004[/TD]
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Stapellauf[/TD]
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23. Juli 2005[/TD]
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Indienststellung[/TD]
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10. Juni 2006[/TD]
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