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Russisches U-Boot absolviert (unbemerkt) Patrouille vor US-Küste
Veröffentlicht am
15. August 2012

Das russische Atom-U-Boot des Projekts 971 (laut NATO-Klassifikation – “Akula”), welches mit Marschflugkörpern mit großer Reichweite ausgerüstet ist, habe lange Zeit unbemerkt in den Gewässern des Golfs von Mexiko vor der Küste der Vereinigten Staaten verkehrt, berichtet die Zeitung
Washington Free Beacon unter Verweis auf einen unbenannten amerikanischen Beamten.
Laut der Zeitung sei das Vorhandensein des U-Bootes vor amerikanischer Küste erst dann festgestellt worden, nachdem es diese Region verlassen hatte. “Das ist ein stilles U-Boot, das unbemerkbar heranschwimmen und die Entdeckung vermeiden kann“, so der Beamte.
Vertreter der US-Kriegsmarine weigerten sich, zu diesem Thema Stellung zu nehmen.
Quellen: PRAVDA-TV/Stimme Russlands vom 15.08.2012
„Rossijskaja Gaseta“: Russische U-Boote lauern vor US-Westküste

Russisches U-Boot des 971er-Projekts
© AFP/ FRED TANNEAU
11:28 16/08/2012
MOSKAU, 16. August (RIA Novosti).
Ein russisches U-Boot des 971er-Projekts ist über eine geraume Zeit entlang der US-Küste hin- und hergefahren. Aufgespürt wurde es erst als es die Region seiner Patrouillenfahrt verließ, schreibt die Tageszeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Donnerstag.
Wie US-Medien feststellen, „unternahm ein russisches Angriffs-U-Boot seine Patrouillenfahrten in unmittelbarer Nähe der US-Küste erst zum zweiten Mal seit 2009“. „Das ist erfreulich, weil sich unsere Atom-U-Boote dort ständig befinden. Dies bedeutet, dass die ‚weltbesten’ amerikanischen Unterwasser-Radare diese U-Boote gar nicht sehen“, stellt die russische Regierungszeitung fest.
„Was haben aber russische U-Boote vor der US-Küste zu suchen? Im Pentagon kennt man natürlich die Antwort darauf. Denn gerade an der US-Küste, in der Nähe der Grenze zu Kanada, im Bundesstaat Washington, befindet sich ein einmaliger Stützpunkt für strategische U-Boote des Typs Ohio. Die Einfahrt zum Stützpunkt, wo mit strategischen interkontinentalen Raketen bestückte Atom-U-Boote stationiert sind, führt durch Felsen und liegt unter Wasser, wie auch der Stützpunkt selbst.“
„Die Amerikaner waren über lange Zeit davon überzeugt, dass die UdSSR nichts über den mysteriösen Stützpunkt weiß. Hinzu kommt, dass die Basis von empfindlichen Sonaren und anderen Systemen umgeben sind, die fähig sind, ein fremdes U-Boot bei der Annäherung aufzuspüren“, führt das Blatt weiter aus.
„Den aus Titan hergestellten (russischen) ‚Barracuda’-U-Booten wurde die Einfahrt in den Stützpunkt und gleichzeitig die ganze Westküste der USA als Dienststelle aufgetragen. Das erzählten die U-Boot-Fahrer bereits Anfang der 90er-Jahre. Dabei wurden die ‚Barracudas’ kein einziges Mal in der Nähe des geheimen Stationierungsortes der amerikanischen strategischen U-Boote erwischt.“
Später wurden die ‚Barracudas’ von aus Stahl gefertigten U-Booten des 971er-Projekts (Nato-Bezeichnung: Akula) aus der Produktion des Leningrader Konstruktionsbüros Malachit abgelöst, fügt die Zeitung hinzu.
„Im Hauptstab der Seekriegsflotte wurde jeder Kommentar zu den Patrouillenfahrten russischer Atom-U-Boote an fremden Küsten verweigert“, heißt es im Beitrag abschließend.
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UND NATÜRLICH:
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Pentagon widerlegt Medienberichte über russisches U-Boot im Golf von Mexico

Pentagon widerlegt Medienberichte über russisches U-Boot im Golf von Mexico
© The Pentagon Official Web Site
17:19 16/08/2012
WASHINGTON, 16. August (RIA Novosti)
Das Pentagon hat am Donnerstag Medienberichte widerlegt, laut denen ein russisches Atom-U-Boot rund einen Monat lang unbemerkt vor der US-amerikanischen Küste im Golf von Mexiko kursierte.
Die diesbezügliche Mitteilung erschien ursprünglich im „Washington Free Beacon“, einer Zeitung, die erst im Februar eingetragen worden war und nicht als solide gilt. Diese Tatsache hinderte allerdings andere Medien nicht, die Information zu verbreiten.
„Ich habe Ihnen nichts zu sagen. Diese Berichte sind Lügen“, sagte Pentagon-Vertreterin Wendy Snyder RIA Novosti.
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Eine sehr unangenehme Situation für die US-Army.
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Projekt 971 Щука-Б, Transkription
Schtschuka-B, [
ʃtˈuka bɛ], (
russisch für
Hecht-B) ,
NATO-Codename Akula, ist eine Klasse nuklearbetriebener
U-Boote, die von der
sowjetischen Marine zum ersten Mal im Dezember 1984 in Dienst gestellt wurde. Nach der Klassifikation der NATO handelt es sich um ein Jagd-U-Boot (
SSN), nach russischer Klassifikation um ein atomgetriebenes Mehrzweck-U-Boot der
dritten Generation.
Vom Projekt 971 gibt es mehrere
Baulose, für die jeweils von russischer Seite, trotz verbesserter Technologie, keine neuen Bezeichnungen vergeben wurden. Die NATO unterscheidet dagegen die
Akula-Klasse, von der im Zeitraum 1984–1992 acht Boote in Dienst gestellt wurden, zwischen 1992 und 2005 folgten mehrere Boote mit technischen Neuerungen, die gelegentlich als
Improved Akula-Klasse beschrieben werden, und abschließend einige grundlegend verbesserte U-Boote, die auch als
Akula-II-Klasse bezeichnet werden.
Einsatzprofil
Das Aufgabenspektrum der Klasse umfasst die Bekämpfung feindlicher Über- und Unterwasserstreitkräfte, die
Aufklärung und das Legen von
Seeminen.
Ein weiterer Auftrag ist die Verteidigung der sowjetischen und später russischen
U-Boote mit ballistischen Raketen (SSBN). Da diese sich nicht selbst effektiv vor feindlichen Jagd-U-Booten und
U-Jagd-Flugzeugen schützen konnten, wurden für sie bestimmte „Bastionen“ eingerichtet – Seegebiete zwischen
Barentssee und
Arktischem Ozean, in denen sie
kreuzen und auf ihre Einsatzbefehle warten. Unterdessen sollen eigene Jagd-U-Boote wie die Akula-Klasse in den Randbereichen dieser Gebiete unter Wasser Jagd auf Gegner machen, die versuchen, in die Bastion einzudringen, während die Eisdecke des Arktischen Ozeans die SSBNs vor feindlichen Flugzeugen schützt und sowjetische Überwasserschiffe und landgestützte Flugzeuge in den eisfreien Gebieten diesen Schutz gewährleisten.
Durch die Ausstattung mit entsprechenden
Marschflugkörpern wurde das Einsatzspektrum um Angriffe auf Punkt- oder Flächenziele an Land erweitert. Wenn
nukleare Sprengköpfe für die Marschflugkörper verwendet werden, können die Boote der Akula-Klasse als
Zweitschlagswaffe in einem
Atomkrieg eingesetzt werden.
Bewaffnung
Akulas sind mit je vier 533-mm-Torpedorohren und 650-mm-Torpedorohren ausgestattet. Über diese Rohre können
Torpedos und
Marschflugkörper verschossen werden oder
Seeminen ausgestoßen werden. Die 650-mm-Rohre können mit Ausgleichsbuchsen versehen werden, um sie auch für Waffen im Kaliber 533 mm benutzen zu können.
Das Arsenal an möglichen Waffen beinhaltet:
- Torpedos wie die schweren 650-mm-Typen DST-90 und DT, die ausschließlich gegen Überwasserschiffe eingesetzt werden, sowie die kleineren 533-mm-Typen USET-80 und UGST, die zur Bekämpfung feindlicher U-Boote in Tiefen von bis zu 1000 m und Entfernungen von bis zu 50 km entwickelt wurden. Der Superkavitationstorpedo WA-111 „Schkwal“ und der APR-3M „Adler-M“ [SUP][A 2][/SUP] sollen ebenfalls über die 533-mm-Torpedorohre eingesetzt werden können. Ältere Torpedomodelle, wie der Typ 53-65K, waren bereits in den neunziger Jahren von den Booten entfernt worden.
- Marschflugkörper als wichtigen Bestandteil der Bewaffnung. Sie können weit entfernte Schiffsziele angreifen und bei Bedarf auch Ziele an Land treffen. Im Gegensatz zur amerikanischen Los-Angeles-Klasse werden sämtliche Lenkflugkörper über die Torpedorohre gestartet und steigen dann mit bis zu 30 m/s an die Wasseroberfläche.[SUP][IK 4][/SUP] Die Akula-Klasse war in der Lage, RPK-2-Raketen einzusetzen, die später von moderneren Systemen abgelöst wurden. Das waren die RPK-6/7- und die RK-55-Marschflugkörper. Diese Raketen können einen konventionellen Sprengkopf, aber auch, als Variante, einen taktischen Kernsprengkopf mit bis zu 200 kT Sprengkraft tragen. Die RK-55 soll noch aus Tiefen von bis zu 200 m gestartet werden können.[SUP][3][/SUP] Marschflugkörper vom Typ 3M-54, die konventionelle Sprengköpfe tragen, können ebenfalls verwendet werden. Nach einem Abkommen mit den USA aus dem Jahr 1989 werden jedoch keine taktischen Kernwaffen mehr auf U-Booten mitgeführt. [SUP][DK 1][/SUP]
- Seeminen, von ihnen können gängige russische und sowjetische Typen wie die MDM-1-Grundmine oder die zur Jagd auf U-Boote konstruierte PMK-2-Torpedomine über die 533-mm-Torpedorohre abgesetzt werden. Diese Minentypen sind etwa ein Jahr aktiv, bevor sie sich selbst zerstören oder deaktivieren.[SUP][8][/SUP]
Etwa 40 Torpedos, Raketen oder Minen der genannten Typen können im Torpedoraum gelagert werden. Dabei stehen allerdings nur maximal zwölf Lagerplätze für die etwa zehn Meter langen 650-mm-Waffen zur Verfügung, da das Waffenlager im oberen Teil kürzer ist und dort nur noch 28 der kurzen Waffen im Kaliber 533 mm Platz haben.[SUP]
[IK 5][/SUP][SUP]
[9][/SUP] In manchen Quellen werden zusätzlich noch
Fliegerfäuste vom Typ
Strela-3 aufgeführt, von denen drei Stück an Bord mitgeführt werden, um sie vom aufgetauchten Akula-U-Boot gegen
ASW-Hubschrauber oder Flugzeuge einsetzen zu können.[SUP]
[10][/SUP]
Schutzsysteme

Funktionsprinzip der Fluchtkapsel: Die Mannschaft verlässt das U-Boot (1) und begibt sich in die Kapsel (2), die anschließend zur Oberfläche aufsteigt (3).
Ihr Rumpf ist mit
schallabsorbierenden Fliesen überzogen, um eigene Geräusche oder die Schallwellen eines gegnerischen Sonars zu absorbieren und eine Ortung zu erschweren.[SUP]
[13][/SUP]
Wird ein Akula dennoch vom Sonar eines Gegners erfasst, verfügen die Boote zur aktiven Verteidigung über Rohre zum Täuschkörperausstoß. Während bei den ersten Booten nur zwei Rohre kleinen Durchmessers für ältere
Täuschkörpermodelle eingebaut wurden, wurden diese Abschussvorrichtungen bei späteren
Baulosen mit sechs großkalibrigen Rohren ergänzt. Täuschkörper vom Typ MG-74 Korund[SUP]
[A 4][/SUP] (NATO-Bezeichnung: „Impostor“ (Betrüger)) verfügen über einen Eigenantrieb, folgen einem einprogrammierten Kurs und erzeugen bis zu 60 Minuten lang U-Boot-Geräusche, um feindliche Torpedos und Sensoren vom eigentlichen U-Boot abzulenken. Sie können zu je zwei Stück in die sechs zusätzlichen 533-mm-Rohre verladen werden, so dass bis zu zwölf Täuschkörper dieses Typs verfügbar sind.[SUP]
[3][/SUP]
Für den Fall von Schäden an den Tauchzellen oder am Druckkörper sind die Boote des Projekts 971 mit einem
Auftriebswert konstruiert, der etwa doppelt so hoch ist wie der ihrer amerikanischen Gegenstücke.[SUP]
[3][/SUP] Sie können dementsprechend mehr Wasser aufnehmen, ohne unkontrollierbar zu sinken.
Sollte der Hauptreaktor ausfallen, können zwei
Dieselgeneratoren vom Typ AT-300 für bis zu zehn Tage die Energieversorgung der Schiffssysteme sicherstellen. Das Stromnetz an Bord ist ebenfalls redundant ausgelegt, da zwei voneinander getrennte Leitungssysteme existieren. Selbst beim Ausfall des Hauptantriebes sind die U-Boote des Projekts 971 durch ihr Notfallantriebssystem noch begrenzt manövrierfähig.[SUP]
[9][/SUP]
Sollte Feuer an Bord ausbrechen, wird der betroffene Bereich
abgeschottet und eine
Feuerlöschanlage leitet
Freon-Gas ein, um das Feuer zu ersticken. Während die Freisetzung des Gases manuell in den Abteilungen ausgelöst werden kann, verfügen die neueren Boote auch über ein System, das ein Feuer selbstständig erkennt und es der Kommandozentrale erlaubt, das Freon freizusetzen.[SUP]
[14][/SUP]
Ist ein Boot so schwer beschädigt, dass es aufgegeben werden muss, verfügen alle Akulas in der Mitte des Turms über eine Rettungskapsel, die dazu konstruiert ist, alle Besatzungsmitglieder, selbst bei maximaler Tauchtiefe des U-Bootes, sicher an die Wasseroberfläche zu bringen. Die Kapsel wird über einen Einstieg im Inneren des Bootes nahe der Zentrale betreten und anschließend durch eine
Luke wasserdicht verschlossen. Nach dem Auslösen bricht sie aus dem Turm heraus und steigt an die Oberfläche.[SUP]
[15][/SUP][SUP]
[16][/SUP]
Auf der Oberseite des Druckkörpers ist zwischen Turm und
Bug – wie bei vielen russischen U-Boot-Typen – eine Notfallboje eingebaut. Die als
Notfunkbake konstruierte Boje vom Typ „ВАУ“ [SUP]
[A 5][/SUP] kann im Notfall von der Besatzung ausgelöst werden, um an die Meeresoberfläche aufzusteigen. Sie treibt dann frei und sendet per Funk kontinuierlich die letzte Position des U-Bootes.[SUP]
[17][/SUP]
Beim letzten Boot der Klasse, der
K-335, wurde zusätzlich ein automatisches System eingebaut, das, sollte die Besatzung das U-Boot an der Wasseroberfläche verlassen müssen, auf Knopfdruck vier
Rettungsinseln auswirft, die sich selbstständig öffnen.[SUP]
[WP 4]
[/SUP]
Einsätze

Ein Akula-Klasse-Boot am Kai der
Marinebasis Gadschijewo, Heimatstützpunkt der
24. U-Boot-Division
Angaben zu Einsätzen von U-Booten der Akula-Klasse sind nicht sehr umfangreich. Zum einen war die Zahl der Tage, die sowjetische U-Boote im Jahr auf See verbrachten, immer niedriger als die vergleichbarer westlicher Gegenstücke und zum anderen reduzierte sich die Zahl der
Patrouillenfahrten mit dem Ende der Sowjetunion noch weiter.[SUP]
[29][/SUP] Dennoch wurden die Kommandanten der Boote
Panther,
Leopard und
Tiger für Leistungen im Einsatz mit dem höchsten Ehrentitel Russlands,
Held der Russischen Föderation, ausgezeichnet.
1995 operierte K-331
Narwal an der Westküste der USA. Trotz massiven Aufgebots von Jagd-U-Booten,
ASW-Flugzeugen und ASW-Schiffen gelang es der
United States Navy nicht, das Boot zu orten.
Im Dezember 1995 drang K-461
Wolf, an Bord war die Stammbesatzung von K-317
Panther, durch die
Straße von Gibraltar ins Mittelmeer vor und beschattete NATO-U-Boote, darunter ein Boot der
Los-Angeles-Klasse. [SUP]
[DK 8][/SUP]
1998 verfolgte K-317
Panther ein US-amerikanisches
SSBN 150 Stunden lang. Dem Kommandanten der
Panther wurde in diesem Zusammenhang der Titel
Held der Russischen Föderation verliehen.[SUP]
[38][/SUP]
Im Jahr 2003 operierte die K-335
Gepard auf ihrer ersten Patrouillenfahrt vor
Neufundland. Es gelang weder der US Navy noch der
Canadian Navy, das Boot zu verfolgen.
Im August 2009 drangen zwei Boote der Akula-II-Klasse tief in den
Atlantik vor und näherten sich der Küste der USA bis auf 200
Seemeilen an.[SUP]
[39][/SUP]
Ende August 2010 gab die
Royal Navy bekannt, dass sie innerhalb der letzten sechs Monate vor der Marinebasis
Faslane-on-Clyde ein Boot der Akula-Klasse entdeckt hätte, das versuchte, ein Geräuschprofil der
Vanguard-Klasse aufzunehmen.[SUP]
[40]
[/SUP]
Geräuschentwicklung
Eine der entscheidenden Eigenschaften eines militärischen U-Boots ist es, unentdeckt operieren zu können. Dazu ist eine möglichst geringe Geräuschentwicklung notwendig. Jede Unregelmäßigkeit an der Außenhülle kann Wasserverwirbelungen bilden; jedes Geräusch im Inneren eines Bootes, verursacht durch Maschinen oder Arbeitslärm, kann sich über den Bootskörper als Vibration ins Wasser übertragen, so dass das Boot noch in großer Entfernung zu hören sein kann. Wie weit diese Geräusche zu hören sind, hängt auch von Faktoren wie Salzgehalt des Wassers, Tauchtiefe des U-Bootes und Wassertemperatur ab. Über das Projekt 971 liegen zur Geräuschentwicklung einige Angaben vor, die sich jedoch nicht unabhängig bestätigen lassen:
- Nach russischen Angaben ist Projekt 971 um 12–15 Dezibel leiser als die Vorgängerklasse Projekt 671.[SUP][2][/SUP]
- Weiterhin soll das amerikanische AN/BQQ-5-Sonar der Los-Angeles-Klasse ein Akula in Gewässern mit den Bedingungen der Barentssee erst in einem Umkreis von 10 km orten können. Bei für die Übertragung von Geräuschen weniger geeigneten Gewässern sei eine solche Entdeckung fast unmöglich. [SUP][DK 9][/SUP]
- Der amerikanische Experte N. Polmar teilte US-Regierungsvertretern 1997 im Zuge einer Anhörung zum NSSN-Programm mit, dass die Geräuschentwicklung der „Improved-Akula-Klasse“ unter bestimmten Bedingungen geringer sei als die Geräuschentwicklung der verbesserten Los-Angeles-Klasse (688 „I“ oder Flight III). US Admiral J. M. Boorda teilte in der gleichen Anhörung mit, dass er nicht sicher sei, ob man alle relevanten Daten zur Geräuschentwicklung der Akula-II-Klasse vorliegen hätte, um einen Vergleich zu Seawolf-Klasse vorzunehmen.[SUP][41][/SUP]
- In einem Papier der US-Marine von 1996 hieß es allerdings, die „neuen“ Akula-U-Boote seien vermutlich nur bei Schleichfahrt (5–7 Knoten) leiser als die Los-Angeles-Klasse, bei normalen Einsatzbedingungen, also mit höheren Geschwindigkeiten, wären sie dagegen lauter.[SUP][42][/SUP]
- Die neueste Entwicklungsstufe, das Boot K-335 Gepard, befindet sich nach einem amerikanischen Artikel von 2001 im Hinblick auf die Geräuschentwicklung möglicherweise auf demselben oder besserem Niveau als die Los-Angeles- oder Seawolf-Klasse.[SUP][43][/SUP]
- Die Forschungsgemeinschaft Federation of American Scientists (FAS) ordnet ein Akula-I-Boot im Hinblick auf die breitbandigen Geräuschemissionen auf dem Niveau der amerikanischen Sturgeon-Klasse ein. Ein verbessertes Akula-I soll ähnliche Emissionen aufweisen wie ein Los-Angeles-Boot in der Flight III-Ausführung. Ein Akula-II-Boot bewegt sich im Bereich zwischen der Los-Angeles-Klasse (Flight III) und der Seawolf- bzw. Virginia-Klasse.[SUP][30][/SUP]
- Die renommierte Jane’s Information Group beschreibt ein Akula-Boot folgendermaßen: „leiser als ein Victor III“, wobei der Unterschied zwischen einem Akula-I und Akula-I-Improved wesentlich größer ausfalle als der Unterschied zwischen einem Akula-I-Improved-Boot und einem Akula-II.[SUP][44][/SUP]