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Ägypten News

Morgen ist die zweite Runde. Es ist schon eine sehr gespannte Atmosphäre, heute gab es wieder Krawallen in Alexandria:

Islamist rally turns violent outside Alexandria mosque - Politics - Egypt - Ahram Online


Wahrscheinlich wird nach dieser Runde "Ja" noch höher liegen als vor einer Woche. Die meisten Landteilen, in denen noch gewählt werden muss, sind ländlich und eher konservativ. Einige in der Opposition haben aber Hoffnung, dass sie die Stimmung in Giza (das Teil mit den meisten Wählern) verändern können:

Egypt prepares for a final constitutional vote - Politics - Egypt - Ahram Online



Und noch eine Debatte in Al Jazeera darüber, nicht ganz frisch aber immer noch aktuell:

Inside Story - Will a new constitution divide or unite Egypt? - YouTube
 
Unoffizielles Ergebnis: 64% für Ja. Angaben zur Wahlbeteiligung gibt es im Artikel nicht.
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Egyptians approve first post-uprising constitution - Politics - Egypt - Ahram Online
 
Unoffizielles Ergebnis: 64% für Ja. Angaben zur Wahlbeteiligung gibt es im Artikel nicht.
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Egyptians approve first post-uprising constitution - Politics - Egypt - Ahram Online

Das Volk hat demokratisch gewählt, und wenn die Mehrheit einen Islamischen Staat haben möchte, dann soll es so sein. Solange Ägypten keine systematischen Menschenrechtsverletzungen begeht oder aggressiv gegen Minderheiten vorgeht - warum genau sollen die Menschen nicht die Ausrichtung ihrer Politik selbst bestimmen dürfen?
 

Die meisten wissen doch nicht, was Scharia ist. Kurz zu erklärung:

Die Scharia ist das umfassende Gesetz der Muslime, das von zwei Quellen abgeleitet wird: a) dem Qur'ãn und b) der Sunna, den Handlungen des Propheten Muhammed. Sie umfaßt alle Bereiche des persönlichen und gesellschaftlichen Lebens im Alltag. Das Ziel des islamischen Gesetzes ist der Schutz der Grundrechte des Menschen als Individuum. Dies schließt das Recht auf Leben und Besitz, auf politische und religiöse Freiheit, sowie den Schutz der Rechte der Frau und von Minderheiten mit ein. Die niedrige Verbrechensrate in muslimischen Gesellschaften ist auf die Anwendung des islamischen Gesetzes zurückzuführen.


Wie sieht ein islamischer Staat aus ?
Der Islam möchte einen Staat haben, aber wie dieser Staat geführt werden soll, also welche Staatsform dort herrschen soll, das hat der Islam den Menschen überlassen. Es soll also einen islamisch geführten Staat geben; solange dieser Staat islamische Regeln und Gesetze befolgt, kann er eine Republik, eine Monarchie sein oder ähnliches. Es kann also ein vom Volk gewähltes Oberhaupt diesen Staat leiten, ein demokratisch geführter Staat also, es kann aber auch ein monarchisch geführter Staat sein. Von einem Staat möchte der Islam nur, daß seine Regeln und Gebote befolgt werden und das alle Angelegenheiten des Volkes im Einklang mit dem Qur'ãn und der Sunna des Propheten gelöst werden. Aber das Staatsmodell an sich ist nicht klar definiert, das kann variieren und deshalb ist der Islam eine Religion, die auch in allen Zeiten praktiziert werden kann.


Was ist der Unterschied zwischen Islam und Demokratie? Sind sie für den Islam oder für die Demokratie ?
Ein islamisches System und ein demokratisch geführter Staat stehen nicht im Widerspruch zueinander, denn wir sehen, daß die Kalifen nach dem Tod des Propheten demokratisch gewählt wurden und auch demokratisch regiert haben. Bei der Wahl des ersten Kalifen Hazrat Abu Bakr hat zum Beispiel jeder in einer offenen Wahl gewählt und Hazrat Abu Bakr hat gewonnen. Weil die Mehrheit sich für ihn entschied, wurde der Wille der Mehrheit ausgeführt und deshalb steht ein demokratischer Staat nicht im Widerspruch zum Islam. In einem demokratisch geführten Staat kann der Islam praktiziert werden. Man kann nicht beides getrennt betrachten und sich fragen, für welchen von beiden man sich entscheiden würde. Man kann auch beides praktizieren. Im Islam wurden Provinzgouverneure, Richter oder Beamte bestimmt; es wurden Staatspräsidenten entfernt, es wurden Verordnungen bestimmt, die Angelegenheiten regeln sollten, die weder im Qur'ãn noch in der Sunna vorkamen. Islam und Demokratie sind also keine Widersprüche; solange die Angelegenheiten islamisch gelöst werden, kann dies auch ein demokratisch geführter Staat sein. Allerdings muß hier ein wichtiger Unterschied betont werden, um eventuelle Mißverständnisse aus dem Weg zu räumen. Unter Demokratie verstehen wir nicht, daß die Menschen nach ihrem Belieben Gesetze verabschieden können, die beispielsweise unislamisch sind. Der Demokratiebegriff bezieht sich unter anderem auf die freie Wahl und die Ernennung von Ministern und die Bildung von Provinzen (zum Beispiel Bundesländern). Richtiger wäre es also zu sagen, daß im Islam demokratische Prinzipien vorhanden sind und nicht, daß der Islam mit der Demokratie, wie sie von den meisten Menschen gesehen wird, im Einklang steht.
 
Die unoffiziellen Ergebnisse, in Detail:

Full unofficial results of Egypt's constitution referendum: A visual breakdown - Politics - Egypt - Ahram Online

Wahlbeteiligung lag bei nur 32%, -17% im Vergleich zu Präsidialwahlen. Hier ist auch interessant, dass in absoluten Zahlen die Ja-Stimmen im Referendum (10.5 Millionen) deutlich weniger als die Stimmen für Mursi in den Präsidialwahlen waren (13.2 Millionen).

Die größte Ablehnung für den Verfassungsentwurf war in Kairo (57% Nein, 43% Ja).
 
Die unoffiziellen Ergebnisse, in Detail:

Full unofficial results of Egypt's constitution referendum: A visual breakdown - Politics - Egypt - Ahram Online

Wahlbeteiligung lag bei nur 32%, -17% im Vergleich zu Präsidialwahlen. Hier ist auch interessant, dass in absoluten Zahlen die Ja-Stimmen im Referendum (10.5 Millionen) deutlich weniger als die Stimmen für Mursi in den Präsidialwahlen waren (13.2 Millionen).

Die größte Ablehnung für den Verfassungsentwurf war in Kairo (57% Nein, 43% Ja).

32%, 17%, lächerliche Prozentsätze! Wie will man eine Legitimation bei so einer geringen Partizipation denn erwarten?
 
Die meisten wissen doch nicht, was Scharia ist. Kurz zu erklärung:

Die Scharia ist das umfassende Gesetz der Muslime, das von zwei Quellen abgeleitet wird: a) dem Qur'ãn und b) der Sunna, den Handlungen des Propheten Muhammed. Sie umfaßt alle Bereiche des persönlichen und gesellschaftlichen Lebens im Alltag. Das Ziel des islamischen Gesetzes ist der Schutz der Grundrechte des Menschen als Individuum. Dies schließt das Recht auf Leben und Besitz, auf politische und religiöse Freiheit, sowie den Schutz der Rechte der Frau und von Minderheiten mit ein. Die niedrige Verbrechensrate in muslimischen Gesellschaften ist auf die Anwendung des islamischen Gesetzes zurückzuführen.


Wie sieht ein islamischer Staat aus ?
Der Islam möchte einen Staat haben, aber wie dieser Staat geführt werden soll, also welche Staatsform dort herrschen soll, das hat der Islam den Menschen überlassen. Es soll also einen islamisch geführten Staat geben; solange dieser Staat islamische Regeln und Gesetze befolgt, kann er eine Republik, eine Monarchie sein oder ähnliches. Es kann also ein vom Volk gewähltes Oberhaupt diesen Staat leiten, ein demokratisch geführter Staat also, es kann aber auch ein monarchisch geführter Staat sein. Von einem Staat möchte der Islam nur, daß seine Regeln und Gebote befolgt werden und das alle Angelegenheiten des Volkes im Einklang mit dem Qur'ãn und der Sunna des Propheten gelöst werden. Aber das Staatsmodell an sich ist nicht klar definiert, das kann variieren und deshalb ist der Islam eine Religion, die auch in allen Zeiten praktiziert werden kann.


Was ist der Unterschied zwischen Islam und Demokratie? Sind sie für den Islam oder für die Demokratie ?
Ein islamisches System und ein demokratisch geführter Staat stehen nicht im Widerspruch zueinander, denn wir sehen, daß die Kalifen nach dem Tod des Propheten demokratisch gewählt wurden und auch demokratisch regiert haben. Bei der Wahl des ersten Kalifen Hazrat Abu Bakr hat zum Beispiel jeder in einer offenen Wahl gewählt und Hazrat Abu Bakr hat gewonnen. Weil die Mehrheit sich für ihn entschied, wurde der Wille der Mehrheit ausgeführt und deshalb steht ein demokratischer Staat nicht im Widerspruch zum Islam. In einem demokratisch geführten Staat kann der Islam praktiziert werden. Man kann nicht beides getrennt betrachten und sich fragen, für welchen von beiden man sich entscheiden würde. Man kann auch beides praktizieren. Im Islam wurden Provinzgouverneure, Richter oder Beamte bestimmt; es wurden Staatspräsidenten entfernt, es wurden Verordnungen bestimmt, die Angelegenheiten regeln sollten, die weder im Qur'ãn noch in der Sunna vorkamen. Islam und Demokratie sind also keine Widersprüche; solange die Angelegenheiten islamisch gelöst werden, kann dies auch ein demokratisch geführter Staat sein. Allerdings muß hier ein wichtiger Unterschied betont werden, um eventuelle Mißverständnisse aus dem Weg zu räumen. Unter Demokratie verstehen wir nicht, daß die Menschen nach ihrem Belieben Gesetze verabschieden können, die beispielsweise unislamisch sind. Der Demokratiebegriff bezieht sich unter anderem auf die freie Wahl und die Ernennung von Ministern und die Bildung von Provinzen (zum Beispiel Bundesländern). Richtiger wäre es also zu sagen, daß im Islam demokratische Prinzipien vorhanden sind und nicht, daß der Islam mit der Demokratie, wie sie von den meisten Menschen gesehen wird, im Einklang steht.

Alles nur "wischi waschi" sowas kann man sich in den Arsch schieben, das ist Propaganda vom feinsten. Die Scharia verstößt gegen die Menschenrechte, das ist nun mal Fakt. So eine Gesetzgebung war vielleicht einmal vor Ewigkeiten ok, die heutige Zeit hat sich verändert. Außer man lebt bei den Saudis, die sowieso irgendwo im Mittelalter stehen geblieben sind.
 
32%, 17%, lächerliche Prozentsätze! Wie will man eine Legitimation bei so einer geringen Partizipation denn erwarten?

Bei solchen Dingen sollte vielleicht Abstimmungspflicht bestehen. Ich habe das Gefühl die Ägypter wissen noch gar nicht so recht mit Demokratie umzugehen bzw. dass eine gewisse Lethargie herrscht weil sie Jahrzehntelang überhaupt nichts zu melden hatten.
 
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