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Mudi
Guest
Oh man, in jedem Thread kommt die Türkei ins Spiel, wohin mit euch.
kay:
Unoffizielles Ergebnis: 64% für Ja. Angaben zur Wahlbeteiligung gibt es im Artikel nicht.
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Egyptians approve first post-uprising constitution - Politics - Egypt - Ahram Online
Pro Sharia.
Die unoffiziellen Ergebnisse, in Detail:
Full unofficial results of Egypt's constitution referendum: A visual breakdown - Politics - Egypt - Ahram Online
Wahlbeteiligung lag bei nur 32%, -17% im Vergleich zu Präsidialwahlen. Hier ist auch interessant, dass in absoluten Zahlen die Ja-Stimmen im Referendum (10.5 Millionen) deutlich weniger als die Stimmen für Mursi in den Präsidialwahlen waren (13.2 Millionen).
Die größte Ablehnung für den Verfassungsentwurf war in Kairo (57% Nein, 43% Ja).
Die meisten wissen doch nicht, was Scharia ist. Kurz zu erklärung:
Die Scharia ist das umfassende Gesetz der Muslime, das von zwei Quellen abgeleitet wird: a) dem Qur'ãn und b) der Sunna, den Handlungen des Propheten Muhammed. Sie umfaßt alle Bereiche des persönlichen und gesellschaftlichen Lebens im Alltag. Das Ziel des islamischen Gesetzes ist der Schutz der Grundrechte des Menschen als Individuum. Dies schließt das Recht auf Leben und Besitz, auf politische und religiöse Freiheit, sowie den Schutz der Rechte der Frau und von Minderheiten mit ein. Die niedrige Verbrechensrate in muslimischen Gesellschaften ist auf die Anwendung des islamischen Gesetzes zurückzuführen.
Wie sieht ein islamischer Staat aus ?
Der Islam möchte einen Staat haben, aber wie dieser Staat geführt werden soll, also welche Staatsform dort herrschen soll, das hat der Islam den Menschen überlassen. Es soll also einen islamisch geführten Staat geben; solange dieser Staat islamische Regeln und Gesetze befolgt, kann er eine Republik, eine Monarchie sein oder ähnliches. Es kann also ein vom Volk gewähltes Oberhaupt diesen Staat leiten, ein demokratisch geführter Staat also, es kann aber auch ein monarchisch geführter Staat sein. Von einem Staat möchte der Islam nur, daß seine Regeln und Gebote befolgt werden und das alle Angelegenheiten des Volkes im Einklang mit dem Qur'ãn und der Sunna des Propheten gelöst werden. Aber das Staatsmodell an sich ist nicht klar definiert, das kann variieren und deshalb ist der Islam eine Religion, die auch in allen Zeiten praktiziert werden kann.
Was ist der Unterschied zwischen Islam und Demokratie? Sind sie für den Islam oder für die Demokratie ?
Ein islamisches System und ein demokratisch geführter Staat stehen nicht im Widerspruch zueinander, denn wir sehen, daß die Kalifen nach dem Tod des Propheten demokratisch gewählt wurden und auch demokratisch regiert haben. Bei der Wahl des ersten Kalifen Hazrat Abu Bakr hat zum Beispiel jeder in einer offenen Wahl gewählt und Hazrat Abu Bakr hat gewonnen. Weil die Mehrheit sich für ihn entschied, wurde der Wille der Mehrheit ausgeführt und deshalb steht ein demokratischer Staat nicht im Widerspruch zum Islam. In einem demokratisch geführten Staat kann der Islam praktiziert werden. Man kann nicht beides getrennt betrachten und sich fragen, für welchen von beiden man sich entscheiden würde. Man kann auch beides praktizieren. Im Islam wurden Provinzgouverneure, Richter oder Beamte bestimmt; es wurden Staatspräsidenten entfernt, es wurden Verordnungen bestimmt, die Angelegenheiten regeln sollten, die weder im Qur'ãn noch in der Sunna vorkamen. Islam und Demokratie sind also keine Widersprüche; solange die Angelegenheiten islamisch gelöst werden, kann dies auch ein demokratisch geführter Staat sein. Allerdings muß hier ein wichtiger Unterschied betont werden, um eventuelle Mißverständnisse aus dem Weg zu räumen. Unter Demokratie verstehen wir nicht, daß die Menschen nach ihrem Belieben Gesetze verabschieden können, die beispielsweise unislamisch sind. Der Demokratiebegriff bezieht sich unter anderem auf die freie Wahl und die Ernennung von Ministern und die Bildung von Provinzen (zum Beispiel Bundesländern). Richtiger wäre es also zu sagen, daß im Islam demokratische Prinzipien vorhanden sind und nicht, daß der Islam mit der Demokratie, wie sie von den meisten Menschen gesehen wird, im Einklang steht.
32%, 17%, lächerliche Prozentsätze! Wie will man eine Legitimation bei so einer geringen Partizipation denn erwarten?
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