Ich habe noch nie, absolut noch nie, eine Statistik gesehen, in welcher Armut und Bildungsferne nicht als die zwei mit Abstand größten Ursachen für Kriminalität ermittelt wurden. Herkunft ist meistens nicht signifikant, und wenn dann nur schwach korreliert. Selbst Statstiken mit eindeutiger politischer Agenda kommen zu dem Ergebnis, dass Herkunft bei den Ursachen für Kriminalität erst an frühestens dritter Stelle kommt.
Das Problem ist, dass viele ausländische Familien bildungsfern sind. Somit liegt automatisch die Schuld bei ihnen resp. bei der Erziehung ihrer Kindern.
Klar... Nicht alle ausländischen Familien sind so. Mein Papa war, was Schule angeht, besonders streng zu mir. Hab als Kind wirklich enorm gelitten und mich manchmal mit einer mittelmässigen Note gar nicht nach hause getraut. Bei schweizerischen Familien ist die Bildung der Kinder ebenfalls enorm wichtig, nur sind da die Erziehungsmethoden etwas anders als bei meinen Eltern

. Bei meinen CH-Kollegen war es so, dass die Eltern praktisch jeden Abend mit den Kindern zusammen Hausaufgaben machten und übten.
Aber gut... die meisten Schweizerischen Kollegen von mir hatten solche Familien, dass die Mutter zuhause war und sich um die Bildung der Kinder kümmerte, während Papa arbeiten ging und Alleinverdiener war, während bei ausländischen Familien meist beide Eltern arbeiten mussten, zum Teil auch zweit-Jobs hatten. - Bin halt in einem Kaff in der Zentralschweiz aufgewachsen wo das halt so strikt getrennt war. Reiche Schweizer und arme Ausländer.
Und dennoch.... meine Eltern waren damals auch in der unteren sozialen Schicht, immer am arbeiten, fast nie zuhause, und trotzdem musste ich Bestnoten abliefern, sonst drohten Konsequenzen.
Bei anderen Ausländer-Kollegen war das ganz anders. Viele spielten draussen, bis es ganz dunkel wurde. Und genau jene Kollegen waren in tieferen Schulen hatten schlechte Noten und hatten später in der Pubertät Ärger mit dem Gesetz.
Keine Erziehung, keine Bildungsdrang in der Familie.... das ist das Ergebnis!