Rubios Reise nach Ostmitteleuropa war mehr als nur Anti-EU-Symbolik
Der US-Außenminister flog nach der Münchner Sicherheitskonferenz in die Slowakei und nach Ungarn. Einen Keil in die EU zu treiben, war nicht der einzige Grund
Noch ist der Nachhall der Münchner Sicherheitskonferenz nicht verklungen. Dafür sorgte auch US-Außenminister Marco Rubio: Er hatte in München die weltanschauliche Kluft zwischen den USA und Europa halbwegs höflich, aber unumwunden bekräftigt, um gleich darauf nach Bratislava und dann nach Budapest weiterzufliegen.
Für seine Entscheidung – oder die des Weißen Hauses – ließe sich eine ganze Reihe von Gründen finden. Und zugegeben: Nicht alle haben mit dem Versuch zu tun, Europa zu spalten, indem Brüssel-kritische Regierungen mit Besuchen beehrt werden. Immerhin grenzt sowohl die Slowakei als auch Ungarn an die von Russland angegriffene Ukraine. Visiten in beiden EU- und Nato-Ländern drängen sich also mindestens ebenso auf wie Reisen in die Metropolen Westeuropas – idealerweise unabhängig davon, wer in Bratislava oder Budapest gerade regiert.
Antiwestliche Töne Ficos
Dennoch: Rubio wollte ein Ausrufezeichen hinter seinen Auftritt in München setzen. Das liberal regierte Polen etwa passte da nicht ins Bild. Es sind der slowakische Premier Robert Fico und sein ungarischer Amtskollege Viktor Orbán, deren permanentes Brüssel-Bashing Wasser auf die Mühlen der USA ist. Dass man mit einem einigen Europa schlechter umspringen kann als mit einem zerstrittenen, weiß man eben nicht nur in Moskau, sondern auch in Washington. Und in Budapest kann Viktor Orbán, dem bei der Wahl im April der Verlust seiner Mehrheit droht, gerade jede Hilfe gut gebrauchen.
www.derstandard.at
Ami go home. Vielleicht hat ja Rubio auch die Naz-Wanderung in Budapest gefallen und er erinnert sich mit Freuden an den "Hitlergruß" von Murks
Der US-Außenminister flog nach der Münchner Sicherheitskonferenz in die Slowakei und nach Ungarn. Einen Keil in die EU zu treiben, war nicht der einzige Grund
Noch ist der Nachhall der Münchner Sicherheitskonferenz nicht verklungen. Dafür sorgte auch US-Außenminister Marco Rubio: Er hatte in München die weltanschauliche Kluft zwischen den USA und Europa halbwegs höflich, aber unumwunden bekräftigt, um gleich darauf nach Bratislava und dann nach Budapest weiterzufliegen.
Für seine Entscheidung – oder die des Weißen Hauses – ließe sich eine ganze Reihe von Gründen finden. Und zugegeben: Nicht alle haben mit dem Versuch zu tun, Europa zu spalten, indem Brüssel-kritische Regierungen mit Besuchen beehrt werden. Immerhin grenzt sowohl die Slowakei als auch Ungarn an die von Russland angegriffene Ukraine. Visiten in beiden EU- und Nato-Ländern drängen sich also mindestens ebenso auf wie Reisen in die Metropolen Westeuropas – idealerweise unabhängig davon, wer in Bratislava oder Budapest gerade regiert.
Antiwestliche Töne Ficos
Dennoch: Rubio wollte ein Ausrufezeichen hinter seinen Auftritt in München setzen. Das liberal regierte Polen etwa passte da nicht ins Bild. Es sind der slowakische Premier Robert Fico und sein ungarischer Amtskollege Viktor Orbán, deren permanentes Brüssel-Bashing Wasser auf die Mühlen der USA ist. Dass man mit einem einigen Europa schlechter umspringen kann als mit einem zerstrittenen, weiß man eben nicht nur in Moskau, sondern auch in Washington. Und in Budapest kann Viktor Orbán, dem bei der Wahl im April der Verlust seiner Mehrheit droht, gerade jede Hilfe gut gebrauchen.
Rubios Reise nach Ostmitteleuropa war mehr als nur Anti-EU-Symbolik
Der US-Außenminister flog nach der Münchner Sicherheitskonferenz in die Slowakei und nach Ungarn. Einen Keil in die EU zu treiben, war nicht der einzige Grund
Ami go home. Vielleicht hat ja Rubio auch die Naz-Wanderung in Budapest gefallen und er erinnert sich mit Freuden an den "Hitlergruß" von Murks